Geiz ist geil - das gilt insbesondere beim Baugeld. Denn wer die Kreditangebote der Banken vergleicht und über die Konditionen verhandelt, kann Zinskosten in fünfstelliger Höhe sparen. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Angebote von Banken und Kreditvermittlern meist nur um einige Prozentpunkte hinter dem Komma. Doch bei hohen Kreditsummen und langen Laufzeiten haben es schon Zinsunterschiede von wenigen Zehntel Prozentpunkten in sich.
Dazu ein Beispiel: Ein Hauskäufer benötigt 150.000 Euro Kredit. Um sich die derzeit günstigen Konditionen möglichst langfristig zu sichern, soll die Zinsbindung 15 Jahre betragen. Der Zinsunterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter in unserem Test beträgt effektiv 1,01 Prozentpunkte. Schließt der Hauskäufer beim günstigen Anbieter ab, hat er nach 15 Jahren glatt 28.173 Euro Schulden weniger als bei der teueren Bank - bei gleicher monatlicher Belastung.
Der Bedarf entscheidet
Allerdings sind nicht nur die Konditionen wichtig, auch der Service und die Produktpalette. Denn eine maßgeschneiderte Finanzierung gibt es nicht von der Stange. So wie sich die Häuser und die Wünsche der Bauherren unterscheiden, sieht auch der beste Kredit für jeden Immobilienkäufer anders aus. Der eine benötigt das Geld vielleicht nur für fünf oder zehn Jahre, weil er bis dahin eine Erbschaft erwartet oder eine Lebensversicherung fällig wird, und mit diesem Geld die Restschuld auf einen Schlag abgelöst werden soll. Dem anderen bleiben noch 15 oder 20 Jahre bis zur Rente. Deshalb legt er Wert auf Sicherheit und will seinen Kredit bis dahin möglichst komplett zurückzahlen. Für einen Selbstständigen mit schwankendem Einkommen kann es sich dagegen lohnen, die dauerhafte Monatsbelastung möglichst niedrig zu halten. Dafür möchte er flexibel tilgen, um die Schulden schneller abzubauen, wenn das Geschäft gut läuft.
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