Testberichte aus dem Archiv
ÖKO-TEST Kompakt Küche und Bad

Wasserkocher
Eins auf den Deckel
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Ein Wasserkocher darf in keinem Haushalt fehlen. Schon das Brodeln im Kessel entspannt ungemein, denn was jetzt kommt ist gemütlich: Eine heiße Tasse Tee oder eine Wärmflasche, die Eisfüße schnell wieder auf Körpertemperatur bringt.
Die meisten Gehäuse der Wasserkocher sind aus Kunststoff oder Metall - eine Frage des Designs, aber auch der Wärmeleitung. Metall leitet sehr gut, wird allerdings sehr heiß. Auch beim Bedienungskomfort gibt es Unterschiede, die beim Kauf eines Wasserkochers bedacht sein wollen. Die teuren Modelle sehen zwar schick aus und machen etwas her in der Küche, sind aber nicht unbedingt komfortabler zu benutzen als die Billigheimer. Wenn der Deckel auf Knopfdruck aufspringt, ist das zwar praktisch, wenn er nach innen klappt, ist das Gerät allerdings umständlich zu reinigen und zu entkalken.
ÖKO-TEST hat 20 Geräte mit Behältern, die überwiegend aus Kunststoff, Metall und Glas sind, getestet. Alle sind über einen Sockel mit der Steckdose verbunden, sodass sich die Kannen kabellos nutzen lassen. Im Praxistest spielten Kriterien wie Kochzeit, Handhabung und Sicherheit eine Rolle; beim Schadstofftest, ob Nickel oder andere schädliche Stoffe ins Wasser übergehen.
Das Testergebnis
Eigentlich ist ein Wasserkocher ein ganz einfaches Gerät: Und doch gibt es im Test kein Produkt, das auf ganzer Linie überzeugt - auch wenn drei Produkte im Gesamturteil mit "sehr gut" abgeschnitten haben.
Wer hohe Funktionalität und Schadstofffreiheit mit ansprechendem Design verbinden will, ist mit dem "sehr guten" Krups F LF1 44 am besten bedient. Zwei weitere "sehr gute" Wasserkocher sind nicht nur praktisch zu handhaben und schadstofffrei, sondern auch noch preisgünstig. Vier Kocher schneiden mit "gut" ab, vier fallen mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durch. Der Rest ist Mittelmaß.
Drei Wasserkocher gaben Nickel an das Kochwasser ab. In Deutschland leiden zirka 15 Prozent der Bevölkerung an einer Nickelallergie. Bei direktem Hautkontakt mit Nickel kommt es zu allergischen Reaktionen wie Hautekzemen. Auch Nahrungsmittel wie Soja, Kakao, Nüsse, Hülsenfrüchte und Haferflocken enthalten nennenswerte Nickelmengen, auf die empfindliche Personen schon reagieren. Für Trinkwasser gilt ein Grenzwert von 20 Mikrogramm Nickel pro Liter. Mit frischem Wasser gemessen, überstieg die Nickelabgabe bei keinem Wasserkocher den Grenzwert. Anders sah es aus, wenn man im Kocher verbliebenes Wasser einfach wieder anstellte - wie es im Haushalt durchaus gemacht wird. Nach einem Tag im Kocher enthielt das Wasser im Afk Schnurloser Wasserkocher WK-1.7 und im Efbe-Schott Wasserkocher Art. WK 100 S Nickelmengen deutlich über dem Trinkwassergrenzwert. Nach zwei Tagen lag auch das Wasser aus dem Clatronic CTC Wasserkocher WK 2498 darüber.
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Dieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.
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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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