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ÖKO-TEST Kompakt Heuschnupfen
TestAllergiemittel
Die sind ja reizend
Allergiemittel



Es klingt paradox: Allergiemittel können bei empfindlichen Menschen selbst Allergien auslösen. Schuld daran sind nicht die Wirkstoffe, sondern die verwendeten Konservierungsmittel. ÖKO-TEST hat insgesamt 73 nichtrezeptpflichtige Mittel zur Behandlung von Allergien eingekauft, testen lassen und bewertet. Darunter waren 24 Augentropfen, 14 Nasensprays und 35 Mittel zum Einnehmen.

Das Testergebnis

Von den antiallergischen Augentropfen erhalten sieben im Test die Noten "sehr gut" und "gut", fünf schneiden mit "ungenügend" ab. Bei den antiallergischen Nasensprays stehen sechs "guten" Präparaten drei "mangelhafte" bzw. "ungenügende" gegenüber. Erfreulich ist das Bild bei den Mitteln zum Einnehmen: 32 der untersuchten Medikamente erzielen ein "sehr gut", drei kommen lediglich auf ein "befriedigend".

Loratadin und Cetirizin, die Wirkstoffe in den "sehr guten" Allergiemitteln zum Einnehmen, zählen zu den gut verträglichen Antihistaminika der zweiten Generation. Lediglich drei der 35 untersuchten Antiallergika zum Einnehmen enthalten veraltete Wirkstoffe, die müde machen und die Verkehrstüchtigkeit einschränken. Einige Augentropfen und Nasensprays wirken durch Azelastin und Levocabastin. Sie zählen wie Loratadin und Cetirizin zu den neueren Antihistaminika und gelten in üblichen Konzentrationen als gut verträglich.

Die Mehrzahl der getesteten Augentropfen und Nasensprays enthält als Wirkstoff das Natriumsalz der Cromoglicinsäure, auch Natriumcromoglicat genannt. Da sich Cromoglicinsäure erst nach längerer Anwendung im Gewebe anreichert, eignen sich diese Mittel eher zur Vorbeugung als im Fall einer akuten allergischen Reaktion. Das Gleiche gilt für Nedocromil. Der Wirkstoff Lodoxamid wirkt schneller; diese Mittel können daher auch im akuten Fall eingesetzt werden.

In fast allen Augentropfen und Nasensprays steckt Natriumedetat (Edetinsäure/Natriumsalz). Die Wirkungsweise dieses Komplexbildners ist noch nicht vollständig bekannt. Er wirkt indirekt konservierend und beeinflußt möglicherweise die Zellmembran auf ungünstige Weise. Laut ÖKO-TEST Berater Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz ist dieser Hilfsstoff verzichtbar.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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