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ÖKO-TEST Februar 2007
TestFliesenkleber, Pulver
Aus dem Leim gegangen
Fliesenkleber, Pulver



Wer Fliesen verlegen will, ist nicht zu beneiden. Schließlich muss man auf den Knien herumrutschen, um Fliese an Fliese zu setzen. Ein hartes Geschäft, das Knie und Rücken beansprucht. Und auch die aufsteigende Feuchte aus dem Boden tut den Gelenken nicht gut. Der Hobbyhandwerker wird nach getaner Arbeit zwar stöhnen, aber für ihn ist die Sache dann erledigt. Dafür kann er anschließend mit stolzgeschwellter Brust sein Werk präsentieren.

Anders der professionelle Fliesenleger, der diesen Job tagtäglich machen muss. Zur dauernden körperlichen Beanspruchung riskiert er noch eine Berufskrankheit namens Maurerkrätze. Die allergische Hautkrankheit - ein Ekzem - wird durch Chromat (auch Chrom VI genannt) ausgelöst, das in Zement und zementhaltigen Zubereitungen wie Fliesenklebern enthalten ist. Die stark alkalischen Produkte reizen die Haut und machen sie durchlässig für sensibilisierende Stoffe wie Chromat. Als Staub eingeatmet, wird Chromat sogar als krebserzeugend angesehen. Es entsteht beim Brennen des Zements aus den enthaltenen Chromsalzen und wird beim Anrühren in Wasser gelöst. Heute ist das Chromatproblem zumindest so weit entschärft, dass nur noch chromatarme Produkte in den Handel gebracht werden dürfen und zwar in einer Konzentration, mit der Erkrankungen nach heutiger Kenntnis weitgehend vermieden werden können.

Den größten mengenmäßigen Anteil an zementbasierten Fliesenklebern haben die Füllstoffe. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Sand, meist Quarzsand. Weitere Stoffe sollen die Eigenschaften des Klebers verbessern, ihn beispielsweise leichter anwendbar machen, sodass die Fliesen nicht mehr verrutschen oder der Kleber besser abbindet. Oft werden die Produkte mit Kunststoffen "vergütet", beispielsweise mit Klebeharzen. Das trifft vor allem auf die sogenannten Flexkleber zu, die als besonders hochwertig gelten und in einem gewissen Umfang Bewegungen aus dem Untergrund aufnehmen können. Ihre Klebewirkung ist besser als bei herkömmlichen Produkten. Flexkleber braucht man bei glatten, porenlosen Feinsteinzeugfliesen. Denn Zement allein hält nur, wenn er in Poren eindringen und sich so mit der Fliese verzahnen kann. Auch für Fliesen im Freien sind Flexkleber besser geeignet.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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