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ÖKO-TEST Jahrbuch Essen, Trinken und Genießen für 2007
TestSonnenblumenöl
Viel Sonne, viel Schatten
Sonnenblumenöl
Sonnenblumenöl ist beliebt - liegt dies an der Vielseitigkeit, am Preis oder an den freundlichen Sonnenblumen, die vom Etikett herunterschauen? Unser Test von 20 Marken lässt das Allroundöl in einem anderen Licht erscheinen. Viele schneiden aber mit "gut" ab.


Hellgelb, geschmacks- und geruchsneutral: So kennen wir Sonnenblumenöl. Laut Herstellerangabe soll das Öl vielseitig einsetzbar sein: "Zum Kochen, Backen, Braten" steht auf den meisten Flaschen, vereinzelt ergänzt durch den Hinweis auf Fondue oder Grillen.

Das Gros des Sonnenblumenöls kommt als raffiniertes Produkt in den Handel. Wer mehr Geschmack möchte, kauft natives Sonnenblumenöl. Die Bio-Branche bietet darüber hinaus spezielle Brat- und Frittieröle aus Sonnenblumen der Sorte High Oleic an. Diese Öle verfügen über einen sehr hohen Gehalt an Ölsäure und sind dadurch hitzestabiler.

Sonnenblumenöl gilt gemeinhin als sehr gesund. Schließlich wartet es mit reichlich Linolsäure auf, die Fettsäure gilt zudem als Cholesterinsenker. Inzwischen sehen Wissenschaftler Linolsäure kritischer und propagieren stattdessen eine ölsäurereiche Ernährung. Wie gut ist Sonnenblumenöl wirklich? Das wollten wir wissen und schickten 20 Sonnenblumenöle, darunter vier hocherhitzbare High-Oleic-Bratöle, in die Labore. Die Öle wurden auf Schadstoffe und weitere Qualitätsparameter untersucht.

Das Testergebnis

Immerhin: Die in letzter Zeit viel diskutierten gesundheitsgefährdenden Weichmacher spürten die Labore nicht auf. Doch Sonnenblumenöl kann mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet sein. PAK sind gesundheitsgefährdende Stoffe, die aus der Umwelt in die Öle gelangen und von denen zahlreiche das Erbgut schädigen und Krebs auslösen können. In dem Bellasan reines Sonnenblumenöl von Aldi Süd wies das Labor eine Verbindung nach, die nach vorsichtigen Einschätzungen zehnmal so gefährlich ist wie die Leitsubstanz Benzo(a)pyren. Umgerechnet ergibt sich somit eine PAK-Wirkung über dem Grenzwert.

Sonnenblumenöl ist ernährungsphysiologisch nicht so wertvoll wie lange angenommen. Ernährungsexperten raten heute zu weniger Linol- und dafür zu mehr Ölsäure, da dies das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern kann.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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