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ÖKO-TEST Jahrbuch Essen, Trinken und Genießen für 2007
TestSekt
Ein Bizzl zu viel
Sekt



Der Geburtstag, das Firmenjubiläum, der Jahreswechsel - festliche Anlässe und andere Gelegenheiten, die Sektkorken knallen zu lassen, gibt es viele. Für unseren Test ließen wir 27 Marken in Supermärkten, Discountern und Bio-Läden einkaufen. Neben zugesetzter Kohlensäure interessierte uns die Zusammensetzung und die Sensorik der Sekte.

Das Testergebnis

So richtig Spaß macht das Anstoßen nur mit acht Produkten, wir haben sie "sehr gut" und "gut" beurteilt. Die meisten sind "befriedigend", ein Sekt fällt ganz durch.

Aussehen, Geruch, Geschmack und Harmonie des spritzigen Gebräus waren Gegenstand der sensorischen Untersuchung. Vollauf zufrieden waren die Tester nur mit Henri Delacote Cremant de Loire Brut und der Bio-Marke Fritz Brut Sekt 2002.

Am anderen Ende der sensorischen Skala vermiesten Fehler wie Böckser oder der Geruch und Geschmack nach Sauerkraut den Trinkgenuss. Der J.P. Chenet Trocken Sekt fiel so schlecht aus, dass wir ihn nur mit "ungenügend" bewerten konnten.

Hersteller Fürst von Metternich begründet das schlechte Abschneiden in der Sensorik damit, dass die von uns untersuchte Probe bereits vier Jahre alt sei. Ähnlich argumentiert die Kellerei Kessler. Hier sei zudem der Korken undicht gewesen, was die Alterung ihres Produkts zusätzlich gefördert habe.

Einen erhöhten Anteil an Fremdkohlensäure fand das beauftragte Labor in neun Produkten. Den höchsten Gehalt weist der sensorisch so hervorragende Fritz Brut Sekt 2002 mit 65 Prozent an der Gesamtkohlensäure auf, weshalb er insgesamt nur mit "befriedigend" abschneidet.

Kniffelig ist die rechtliche Einordnung beim Aufkommen der Kohlensäure. So schreibt das Gesetz einerseits vor, dass Sekt nur Gärungskohlensäure enthalten darf. Andererseits erlaubt es die Verwendung von Kohlensäure beim Umfüllen, allerdings nur: "sofern dies unter Aufsicht geschieht und sich der Druck... in den Schaumweinen nicht erhöht." Darauf berufen sich die Hersteller. Natürlich lässt sich ein gewisser Übergang an Fremdkohlensäure nicht vermeiden. Versuche haben aber gezeigt, dass der Anteil bei sorgfältiger Arbeit problemlos unter 20 Prozent gehalten werden kann. Wir werten daher bei Sekt aus der Tankabfüllung ab mehr als 20 Prozent ab.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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