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ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2007
TestZahncremes für weiße Zähne
Jeder auf seine Weiße
Zahncremes für weiße Zähne



Der Traum von einem schneeweißen Vorzeigegebiss ist eine Illusion. Zähne sind von Natur aus einfach nicht strahlend weiß, sondern haben einen leicht gelbgräulichen Ton. Außerdem werden sie im Laufe des Lebens dunkler. Durch normales Zähneputzen lassen sich diese Verfärbungen nicht beseitigen. Daher bietet die Industrie spezielle Zahnpasten mit Weißmachereffekt an. Sie enthalten Putzkörper, die normalerweise stärker sind als in herkömmlichen Pasten.

Über eines sollten sich die Fans von Weißmacherzahnpasta grundsätzlich im Klaren sein: Wunder kann kein Produkt vollbringen. Bestenfalls lassen sich oberflächlich abgelagerte Verfärbungen beseitigen. ÖKO-TEST hat 21 Zahnweißpasten eingekauft und im Labor auf bedenkliche Inhaltsstoffe untersuchen lassen.

Das Testergebnis

Von den 21 getesteten Zahncremes können wir vier uneingeschränkt empfehlen. Sieben schnitten allerdings mit "mangelhaft" ab und vier mit "ungenügend".

Fluoride machen den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Karies. Der Zusatz von 1000 bis 1500 mg/kg ist daher in Zahnpasta wünschenswert. Alle Testprodukte enthielten den Wirkstoff sowie den vorgeschriebenen Hinweis auf der Tube.

Der Bakterienkiller Triclosan ist häufig mit Dioxinen verunreinigt. Trotzdem verwenden ihn zwei Anbieter.

Nur fünf Hersteller verzichten auf die stark schäumende Waschsubstanz Natriumlaurylsulfat (NLS). Das aggressive Tensid kann die Mundschleimhaut reizen. Da sie die Haut aufquellen lässt, wird sie auch für Zahnfleischschäden verantwortlich gemacht. Die First Lady Brillant Weiß Zahncreme enthält zwar kein NLS, dafür aber das aggressive Waschpulvertensid LAS (Lineares Alkylbenzol Sulfonat).

Wir ließen auch den Abrieb durch die Zahnpasten in einer Poliklinik für Zahnerhaltung testen: Zunächst wurde etwas Paste auf eine Zahnbürste aufgetragen und damit eine Acrylglasscheibe geputzt. Diese wurde danach unter dem Mikroskop auf Kratzer und Rauigkeit untersucht. Fazit: Die Weißmacherpasten entsprechen hinsichtlich des Abriebs den üblichen Zahnpasten. Bei keiner wurde eine so hohe Abrasion erreicht wie bei einer professionellen Polierpaste, die Zahnärzte verwenden. Insofern können sämtliche getesteten Pasten als unbedenklich eingestuft werden.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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