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ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2007
TestZahncremes für empfindliche Zähne, für reife Zähne, antibaktierielle Zahncremes
Da lachen die Dritten
Zahncremes für empfindliche Zähne, für reife Zähne, antibaktierielle Zahncremes



Als wichtigster Wirkstoff im Kampf gegen Karies gilt das Fluorid. Normale Zahnpasten enthalten 1000 bis 1500 Milligramm Fluorid pro Kilogramm. Sie sind aber erst ab dem Schulkinderalter zu empfehlen. Denn zu viel Fluorid kann bei Kindern während der Zahnentwicklung weißliche Zahnschmelzflecken, medizinisch Dentalfluorose, verursachen. Die Anbieter sind daher verpflichtet, die Tuben mit einem Hinweis zu versehen.

Antibakterielle Zahncremes enthalten keimtötende Zusätze. Ihr Einsatz ist umstritten, da sie die natürliche Mundflora aus dem Gleichgewicht bringen und die Mundschleimhäute angreifen können.

Über- oder schmerzempfindliche Zähne reagieren auf Reize wie heiß und kalt, süß und sauer. Ursache dafür sind freiliegende Zahnhälse. Hersteller dieser Zahncremes verwenden künstlichen Zahnschmelz wie Hydroxyapatit, verschiedene Kaliumformen oder Strontiumchlorid, um die ungeschützten Zahnhälse quasi zu verschließen. ÖKO-TEST hat fünf Pasten für reife Zähne, neun antibakterielle Produkte und zehn Marken für empfindliche Zähne oder gereiztes Zahnfleisch auf Schadstoffe untersuchen lassen.

Das Testergebnis

Sieben Zahnpasten schneiden mit "sehr gut", zwei mit "gut" ab. Fünf Produkte sind "befriedigend", zehn nur "mangelhaft" oder "ungenügend".

Folgende drei Zahnpasten werten wir ab, weil sie kein Fluorid enthalten: Bakanasan Aagaard Propolis-Zahnpasta, Hübner Medizinische Salbei Zahnpasta sowie Sensodyne C Classic.

Triclosan ist in Colgate Total, El-Ce Med Brillant 40 Vital und Odol-Med 3 40 Plus enthalten und führt zur Abwertung. Weitere halogenorganische Verbindungen sind zugesetzt in Sensodyne C Classic, Odol-Med 3 Extreme und Odol-Med 3 40 Plus.

Das aggressive Tensid Natriumlaurylsulfat bemängeln wir in knapp der Hälfte der Cremes.

In vielen Zahnpasten stecken umstrittene Hilfsstoffe wie PEG/PEG-Derivate. Sie verbinden Wasser und Fett oder dienen als Tenside. Sie können jedoch die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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