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ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2007
TestShampoos, Schuppen
Noch mehr Schneegestöber
Shampoos, Schuppen



Für rund ein Drittel aller Erwachsenen sind Schuppen ein ernsthaftes ästhetisches Problem. Denn jede Menge weiße Partikel auf dem schwarzen Rollkragenpullover wirken einfach sehr unappetitlich. Für Schuppen, die nicht krankheitsbedingt sind, offeriert die Kosmetikindustrie jede Menge Shampoos. Die Produkte bestehen, wie andere Shampoos auch, zu einem Großteil aus Wasser. Dazu kommen waschaktive Substanzen (Tenside), Hilfsstoffe wie Konservierungs- und Duftstoffe und Wirkstoffe gegen Schuppen.

Dabei handelt es sich zumeist um Anti-Pilz-Mittel wie Climbazol, Zinkpyrithion oder Piroctone Olamine. Sie sollen einer pilzbedingten Entzündung und Reizung der Kopfhaut entgegenwirken. Allerdings sorgen sie nicht bei jedem für die gewünschte Besserung. Vor allem wer unter einer trockenen Kopfhaut leidet, ist besser vorsichtig, denn Schuppenshampoos können aufgrund ihrer Inhalts- und Wirkstoffe die Haut noch zusätzlich austrocknen und reizen.

Wir haben 14 Anti-Schuppen-Shampoos eingekauft und überprüfen lassen, ob sie problematische Inhaltsstoffe enthalten.

Das Testergebnis

Nur ein Shampoo ist "sehr gut", immerhin fünf schneiden "gut" ab. Drei Shampoos fallen mit "ungenügend" völlig durch.

Zwei Produkte enthalten bedenkliche Formaldehyd/-abspalter. Diese werden in der Regel als Konservierungsstoffe eingesetzt. Formaldehyd ist jedoch ein krebsverdächtiger Stoff.

In knapp der Hälfte der Shampoos stecken umstrittene halogenorganische Verbindungen. Einige halogenorganische Verbindungen können die Haut reizen, andere gelten als allergieauslösend.

Einige Shampoohersteller vertrauen auf den Wirkstoff Zinkpyrithion. Wer ihn einsetzt, versucht offenbar den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Denn Zinkpyrithion gilt zwar als desinfizierend. "Es lässt aber das Haar schneller fetten und hemmt die Zellteilung; das ist ein schwerer biologischer Eingriff in die normale Hautbiologie", erklärt ÖKO-TEST-Berater Dr. Dieter Wundram.

Auch aggressive Laurylsulfate, die in einem Teil der Shampoos als Schäumer eingesetzt werden, können den Zustand der schuppengeplagten Kopfhaut noch verschlechtern. Sie reizen die Haut - möglicher unerwünschter Effekt: Die Schuppen vermehren sich noch üppiger.

Die Wahl der Duftstoffmixe ist einigen Herstellern nicht geglückt. Es finden sich zwar kaum noch allergieauslösende Duftstoffe in Konzentrationen über 100 Milligramm pro Kilogramm in den Shampoos. Dafür aber in einem Produkt bedenkliche Moschus-Düfte, in zwei anderen mehr als Spuren von Cashmeran. Beides sind künstliche Duftstoffe, die sich im Fettgewebe des Körpers anreichern.




Ergänzung




Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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