Testberichte aus dem Archiv
ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2007

Schaumbäder, Wellness
Wer soll das ausbaden?
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Nach einem anstrengenden Tag erschöpft in warmes Wasser sinken, dem ein entspannender Badezusatz zugegeben wurde - die meisten von uns kennen und schätzen diese positive Wirkung. Hauptakteure beim Entspannen sind die Wassertemperatur und die ätherischen Öle, die häufig in den Badezusätzen enthalten sind. Sie verdunsten während des Badens und entfalten ihre Wirkung vor allem über Nase und Lunge, aber auch über die Nervenenden in der Haut.
Die Wärme des Badewassers tut ein Übriges: Sie wirkt körperlich und seelisch entspannend und fördert die Durchblutung. Ätherische Öle gewinnt man zum Beispiel aus Hopfen, Melisse, Lavendel, Orangen, Mandarinen oder Limetten.
Diese Düfte werden auch chemisch hergestellt. Sie riechen dann zwar wie ihre natürlichen Vorbilder, haben allerdings nicht dieselbe Wirkung. Denn dass Hopfen beruhigt, wird beispielsweise auf Methylbutenol zurückgeführt, eine natürliche Substanz, die vor allem während der Lagerung des Hopfens entsteht. Sie ist leicht flüchtig, verdunstet und wird dann eingeatmet.
Daneben werden den Badezusätzen meist hautpflegende Inhaltsstoffe wie Milch, Honig, Avocadoöl oder Proteine zugegeben.
Wir haben 22 Badezusätze aus Drogeriemärkten, Supermärkten, Apotheken, Reformhäusern und Naturwarenläden in die Labore geschickt und auf bedenkliche und umstrittene Inhaltsstoffe untersuchen lassen.
Das Testergebnis
Bei fünf Produkten kann man entspannt abtauchen: Sie haben mit "sehr gut" abgeschnitten. Gut die Hälfte der Badezusätze liegt immerhin noch mit "gut" oder "befriedigend" im Mittelfeld. Vier Badezusätze sind dagegen alles andere als entspannungsfördernd: Sie stecken voller problematischer Stoffe.
In drei Badezusätzen haben die von ÖKO-TEST beauftragten Labore Formaldehyd/-abspalter gefunden. Diese bedenklichen Stoffe werden zur Konservierung der wasserhaltigen Badezusätze eingesetzt, sie sollen das Wachstum von Bakterien verhindern.
Diethylphthalat zählt ebenfalls zu den bedenklichen Inhaltsstoffen. Vier Wellnessbäder werten wir wegen ihres Gehaltes an Diethylphthalat ab. Der Stoff, der unter anderem zur Vergällung von Alkohol dient, wird von der Haut aufgenommen und kann so deren Schutzmechanismus beeinträchtigen.
Umstrittene halogenorganische Verbindungen stecken in zwei Produkten. Einige Stoffe aus dieser Gruppe können Allergien auslösen, manche erzeugen sogar Krebs.
Alle Badezusätze bis auf die "sehr guten" Produkte enthalten PEG/PEG-Derivate. Diese umstrittenen Inhaltsstoffe können die Haut durchlässiger machen für Fremdstoffe.
Duftstoffe, die Allergien auslösen können, sind glücklicherweise nur in zwei Bädern enthalten, dem Spa Wisdom Dreamboat Milk Bath von The Body Shop und dem Tetesept Entspannungs Bad. Zweimal kritisieren wir außerdem polyzyklische Moschus-Verbindungen - künstliche Duftstoffe, die sich im Fettgewebe anreichern können.

Dieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.
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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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