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10. März 2016
Im Gespräch
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Bakterienhaut als Alternative zu Leder

Julia Krayer ist Mode- und Bio-Designerin.
Foto: Julia Krayer

Julia Krayer ist Mode- und Bio-Designerin.

ÖKO-TEST: Sie forschen zu biobasierten Materialien – was ist das?

Julia Krayer: Biobasiert bedeutet in meinem Fall, dass die Ausgangsstoffe der Materialien lebende Organismen sind, beispielsweise Pilze oder auch Bakterien. Die Mikroorganismen, mit denen ich arbeite, sind gesundheitlich unbedenklich und werden größtenteils sogar in der Lebensmittelproduktion eingesetzt. Pflanzliche Abfallstoffe dienen den Bakterien und Pilzen als Nahrungsquelle. Mit ihrer Hilfe entstehen natürliche Werkstoffe, die in Zukunft beispielsweise erdölbasierte Kunststoffe in bestimmten Bereichen ersetzen können.

ÖKO-TEST: Sie sind studierte Modedesignerin. Wo ist die Schnittstelle zu Ihrem Forschungsfeld?

Julia Krayer: Gerade im Textilbereich sind umweltschädigende Prozesse und Rohstoffe an der Tagesordnung. Auf der Suche nach einer veganen Alternative zu Leder, welche nicht aus erdölbasierten Kunststoffen besteht, wurde ich auf hautähnliches Material aufmerksam, das von Bakterien produziert wird. Ich war davon so fasziniert, dass ich begann, mich näher damit zu beschäftigen. Dies bedeutete für mich den Einstieg in einen Bereich, der mittlerweile häufig als "Bio-Design" bezeichnet wird.

ÖKO-TEST: Wo sehen Sie die Zukunft von bioinspirierten
Materialien im Alltag?

Julia Krayer: Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, da die intensive Auseinandersetzung damit erst in den Kinderschuhen steckt. Bereits heute gibt es Verpackungsmaterialien aus Pilzgeflecht. Dämmung und Surfboards aus diesem Rohstoff könnten bald gängige Produkte werden.

ÖKO-TEST: Revolutionieren diese Materialien womöglich die Bekleidungsherstellung?

Julia Krayer: Ich denke nicht, dass unsere Shirts in nächster Zukunft statt aus Baumwolle von Mikroorganismen hergestellt werden – lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Möglichkeiten sehe ich vor allem in Bereichen, in denen heute Leder oder Kunstleder Verwendung finden. Die Mikroorganismen benötigen etwa drei Wochen, um eine "Haut" mit der nötigen Dicke zu produzieren, die Fläche ist dabei relativ egal. Durch den natürlichen Wachstumsprozess hat von Bakterien oder Pilzen produzierte "Haut" ihre eigene Struktur. Eine Eigenschaft, die auch echtes Leder so besonders macht. Allerdings stecken im gesamten Textilproduktionsprozess Möglichkeiten. In Zukunft könnten die Pigmente zur Textilfärbung nachhaltig von Mikroorganismen produziert werden. Ich sehe großes Potenzial darin, biologische Vorgänge als Alternative zu konventionellen Produktionsprozessen zu nutzen.

( oet )


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