Cat’s Best-Katzenstreu im Test: So schlägt sich die bekannte Marke

Autor: Hannah Pompalla/Victoria Pfisterer | Kategorie: Freizeit und Technik | 10.01.2022

Das Cat’s Best-Katzenstreu hat in unserem Test nur mittelmäßig abgeschnitten.
Foto: ÖKO-TEST

Katzenliebhaber finden im Handel ein großes Angebot an Katzenstreu. Unser Test zeigt aber: Nicht alle Produkte überzeugen in der Praxis. Dazu zählt auch ein Streu der beliebten Marke Cat‘s Best.

Insgesamt haben wir 20 Katzenstreus untersucht, darunter das Produkt Cat‘s Best 100% Pflanzliche Streu Original. In einem Praxistests wollten wir etwa herausfinden, wie gut es Urin und Gerüche bindet, wie leicht sich Verunreinigungen entfernen lassen, und ob es beim Einschütten staubt. Auch die Inhaltsstoffe haben wir im Labor prüfen lassen.

Das Ergebnis in Kürze: Das Cat‘s Best-Streu landete, wie neun weitere Produkte im Test, mit der Note "befriedigend" nur im Mittelfeld. Wir erläutern die Gründe.

Cat‘s Best im Test: Wie gut saugt das Streu Urin auf?

Beim getesteten Cat‘s Best-Katzenstreu handelt es sich um ein Klumpstreu. Solche Produkte saugen Urin auf, indem sie diesen in Klumpen binden. Diese sollten möglichst stabil sein, damit sie nicht beim Herausnehmen zerbröseln.

Die Stabilität der Klumpen haben wir mit künstlichem Urin überprüft. Das Resultat: Das Cat's Best-Streu schnitt hier, wie zwei weitere Produkte im Test, mit "befriedigend" ab. Die Klumpen könnten also noch etwas fester sein. Allerdings schnitten drei weitere Produkte im Test hier noch eine Note schlechter ab.

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Geruchsbindung des Streus könnte besser sein

Wir haben auch untersucht, wie gut das Cat‘s Best-Produkt den Uringeruch absorbiert. Dafür tränkten die von uns beauftragten Laborexperten das Streu mit einer Urinersatzlösung, um den Geruch über 24 Stunden hinwegzu begutachten. Zudem analysierten sie den Ammoniakgehalt nach 30 Stunden.

Dabei ist aufgefallen, dass das geprüfte Cat‘s Best-Katzenstreu den Uringeruch nur "ausreichend" bindet. Damit zählt es zu den sechs Produkten im Katzenstreu-Test, die in dieser Hinsicht am wenigsten überzeugten. Darüber hinaus stellten wir in dieser Streu einen Ammoniakgehalt fest, den wir als "erhöht" bewerten. Die Ammoniakgehalte bemängeln wir in insgesamt 13 Produkten im Test. 

Katzen sind sehr reinliche Tiere und fühlen sich in einer sauberen Toilette besonders wohl.
Katzen sind sehr reinliche Tiere und fühlen sich in einer sauberen Toilette besonders wohl. (Foto: Lilia Solonari/Shutterstock)

Kritik an der Verpackung des geprüften Cat‘s Best-Streu

Auffällig: Das Cat‘s Best-Streu überzeugte uns nicht in der Geruchsbindung. Der Hersteller wirbt auf der Verpackung aber damit, dass das Streu "aktiv gegen Urin und Gerüche" sei. Das werten wir ab. Aus unserer Sicht hält das Produkt dieses Versprechen nicht. 

Zum Vergleich: Mehr als die Hälfte der geprüften Katzenstreus werben mit einer guten Geruchsbindung, die sich im Test nicht bewahrheitet hat.

Ärgerlich finden wir es auch, dass das Cat‘s Best-Streu auf der Verpackung als "staubarm" beworben wird. Denn im Prüfpunkt Staubentwicklung schnitt es nur mit "mäßig" ab. Das entspricht der Note "befriedigend". Damit ist das Produkt im Test allerdings nicht allein. Mehrere Katzenstreus werben mit einer geringen Staubentwicklung, die sich in unserem Test jedoch nicht bestätigt hat.

Cat‘s Best-Streu lässt sich gut aus Katzenklo entfernen

Positiv hervorheben können wir jedoch, dass sich Verunreinigungen im Cat‘s Best-Streu gut erkennen und aus dem Katzenklo beseitigen lassen. Denn das ging den Laborexperten zufolge "einfach". 

Kritisch sehen wir es aber, dass auf der Verpackung empfohlen wird, einzelne Klumpen über die Toilette zu entsorgen. Wir finden, dass Katzenstreu nicht in die Kanalisation gehört. Denn auch Naturfasern können sich mit Wasser vollsaugen und die Rohre verstopfen. Den Hinweis, Streu über die Toilette zu entsorgen, bemängeln wir auch bei zwei weiteren Produkten.

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Wichtiger Hinweis fehlt auf der Verpackung

Auch die Handlichkeit der Cat‘s Best-Streu haben wir überprüft. Hier konnten wir ein "gutes" Zeugnis ausstellen: Die Verpackung lässt sich gut tragen, öffnen und verstauen. Das Streu lässt sich zudem leicht entnehmen.

Allerdings fehlte uns der wichtige Hinweis, dass Schwangere, Stillende, Kleinkinder oder Personen mit geschwächtem Immunsystem den Kontakt mit verschmutzter Streu vermeiden sollten. Denn im Kot könnten sich Parasiten befinden, die die Krankheit Toxoplasmose übertragen können. Diese Information fehlte bei fast allen Katzenstreus im Test.

Cat‘s Best-Streu ist frei von Schadstoffen

Kommen wir nun auf die Schadstoffanalyse zu sprechen. Diese fiel erfreulich aus: Das Cat‘s Best-Streu ist, wie alle Produkte im Test, völlig frei von Schadstoffen. Es enthält also keine kritischen Fasern, die beim Einatmen die Lunge gefährden könnten. Schwermetalle fanden wir nur in unbedenklichen Spuren. 

Verschmutzte Katzenstreu sollten sich gut erkennen und reinigen lassen.
Verschmutzte Katzenstreu sollten sich gut erkennen und reinigen lassen. (Foto: Africa Studio/Shutterstock)

So setzt sich das Gesamturteil zusammen

Das Gesamturteil beruht auf dem Teilergebnis Inhaltsstoffe (40 %) und dem Teilergebnis Praxisprüfung (60 %). Das Teilergebnis Inhaltsstoffe ist "sehr gut". Da das Cat‘s Best-Produkt aber im Praxistest nicht überzeugte und wir mehrere Verpackungshinweise kritisieren, lautet das Teilergebnis Praxisprüfung "mangelhaft". 

Somit ist das Gesamturteil der Cat‘s Best 100% Pflanzliche Streu Original "befriedigend". Details zu Bewertung und Prüfmethoden lesen Sie hier auf der Seite zum Test im Abschnitt Testverfahren.

Der Test zeigt: Die Hälfte der Katzenstreu im Test können wir empfehlen. Es gibt aber auch Produkte, die weniger überzeugten. Nur ein Katzenstreu schneidet mit "sehr gut" ab. Mehr dazu lesen Sie hier: Katzenstreu von Lidl, Netto & Co. im Test: Nur ein Produkt ist "sehr gut".

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