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25. Oktober 2012
Der kompostierbare Schuh
Der kompostierbare Schuh

Es bleiben keinerlei Giftstoffe zurück

Weg mit den Müllbergen: Die Marke Snipe von Gabor Footwear bringt einen zu 100 Prozent kompostierbaren Schuh auf den Markt.

Schuhe sollen bequem und modisch sein. Sobald sie abgetragen sind, werden sie aber zum Problem. Die Müllberge an Schuhen samt Plastiksohlen und Kunststoff verrotten einfach nicht. Die Marke Snipe von Gabor Footwear hat nun einen laut eigener Angaben zu 100 Prozent kompostierbaren Schuh mit dem Namen Snipe 100 auf den Markt gebracht. Der Snipe 100 besteht aus einem speziellen, chromfrei gegerbten Leder. Alle verwendeten Metallteile sind nickelfrei und die Laufsohle und Senkel aus natürlichen Materialien. Die Einlegesohle ist recycelfähig, verwendete Plastikteile stammen von recycelten PET-Flaschen.

"In puncto kompostierbare Schuhe sind wir im Handel nicht konkurrenzlos aufgestellt. Was uns dennoch von unseren Mitbewerbern unterscheidet: Der Snipe 100 ist der erste kompostierbare Lederschuh, der in traditioneller Machart gefertigt wird. Das bedeutet, dass er nicht nur genäht, sondern auch geklebt ist. Dieser Klebstoff ist ebenfalls kompostierbar", erklärt Snipe-Geschäftsführer Heiner Terbuyken. "Bei industrieller Kompostierung dauert der Kompostierungsvorgang circa drei Monate. Nach einem halben Jahr ist vom Schuh dann nichts mehr übrig." Allerdings sind die Begebenheiten hier auch perfekt: Der Kompost wird täglich gewendet, es herrscht eine konstant hohe Temperatur sowie eine regelmäßige Feuchtigkeitszufuhr, wodurch die Bakterien optimal "arbeiten" können. Außerdem wird der Schuh vorab zerkleinert, was die Angriffsfläche für die Bakterien vergrößert und so den Zersetzungseffekt verstärkt. "Diese 'perfekten' Umstände sind beim normalen Hauskompost natürlich nicht gegeben. Deshalb ist es schwierig, die genaue Zersetzungsdauer zu bestimmen. Aber wir gewährleisten eine rückstandsfreie Kompostierung, das heißt, es bleiben keinerlei Giftstoffe zurück."

Die Idee zum Snipe 100 kam Firmengründer Ernesto Segarra, als er von einer Studie las, laut der bis 2015 rund 23 Milliarden Paar Schuhe weltweit entsorgt werden müssen.

( sk )


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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.




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