Kochtöpfe
So haben wir getestet

Mit dem sogenannten Puderzuckertest ermittelten die Fachleute, wie gleichmäßig die Temperatur am Topfboden verteilt ist. Je schneller der Puderzucker von der Mitte bis zum Topfrand schmilzt, desto besser. Foto: Labor
Der Einkauf
Im Test: 13 Fleischtöpfe mit einem Durchmesser von 24 Zentimetern. Darunter zwölf Modelle aus Edelstahl sowie ein keramikbeschichtetes Modell. Alle Töpfe sind auch für Induktionsherde geeignet.
Der Praxistest und das Material
Energieeffizienz: Kocht man mit schwerem Gerät energiesparender als mit Leichtgewichten? Wir ließen Zeit nehmen: Wie lange benötigen die Töpfe, um drei Liter Wasser auf Glaskeramik zum Kochen zu bringen? Die Energie, die fürs Aufkochen sowie für das Weiterköcheln verbraucht wird, wurde ebenfalls gemessen. Mit dem sogenannten Puderzuckertest ermittelten die Fachleute, wie gleichmäßig die Temperatur am Topfboden verteilt ist. Je schneller der Puderzucker von der Mitte bis zum Topfrand schmilzt, desto besser.
Handhabung: Der Alltagstauglichkeitstest erfolgte am Beispiel einer Dose Linseneintopf. Der Eintopf wurde erhitzt und dann 45 Minuten auf Temperatur gehalten. Zwei Experten gaben danach ihr Urteil ab: Wie gut liegen die Griffe in der Hand? Wie viel Eintopf klebt am Boden fest?
Konstruktion und Material: Der Topfboden sollte so eben wie möglich auf der Kochplatte aufliegen. Das ist nicht selbstverständlich: Das Material dehnt sich aus, wenn es erhitzt wird, im schlechtesten Fall nach außen - und dann wird’s kippelig. Wie es mit der Bodendurchbiegung aussieht, haben die Fachleute unter verschiedenen Bedingungen nachgemessen: im Neuzustand, nach der ersten Erhitzung auf 200 Grad, nach 50 Abschreckungen mit kaltem Wasser. Wichtig war uns zu erfahren, wie sich der Topf unter Hitze verhält.
Um zu prüfen, wie schnell die Oberfläche rostet, wurden die Töpfe mit Salzspray besprüht und unter hoher Luftfeuchtigkeit 48 Stunden gelagert. Bei diesem Härtetest zeigen sich schnell die Schwachstellen.
Das Schwermetall Nickel ist Bestandteil der Legierung und löst sich mal mehr, mal weniger stark beim Kochen heraus. Wir haben im gespülten, nagelneuen Topf Sauerkraut kochen lassen, das besonders gut Nickel aus Edelstahl löst.
Weitere Mängel
Man sieht einem Topf nicht an, ob er für Induktionsherde geeignet ist. Eine Prägung am Topfboden hilft, wir prüften die Töpfe darauf.
Die Bewertung
Abgesehen von dem Totalausreißer von Real sind die Unterschiede zwischen den Töpfen minimal, den besten trennt vom schlechtesten noch nicht mal eine ganze Note. Es lohnt sich, auf die einzelnen Ergebnisse zu schauen: Wer einen Topf sucht, der das Nudelwasser schnell zum Kochen bringt, wird mit einem anderen Topf glücklich als Leute, die einen besonders energiesparenden Topf suchen.
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Dieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.
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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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