Die Nanotechnologie
Meinungen gehen auseinander

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Umweltschützer sind uneins
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Was die generelle Haltung zum Thema Nano anbelangt, gehen die Meinungen weit auseinander. Foto: Flexmedia/Fotolia.com
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Die Forderung, verstärkt mögliche Risiken der neuen Technologie für Menschen und Umwelt zu erforschen, und zwar über den gesamten Lebenszyklus der Produkte von der Herstellung bis zur Entsorgung, wird von Umweltschützern allgemein geteilt. Was die generelle Haltung zum Thema Nano anbelangt, scheinen die Meinungen allerdings auseinanderzugehen. Aus den Publikationen des BUND spricht gehörige Skepsis - bis zur Forderung nach einem Verbot von solchen Produkten, mit denen Umwelt und Verbraucher in direkten Kontakt kommen.
Dies gelte, "so lange Gefährdungen für Mensch und Umwelt nicht ausgeschlossen" seien. Der BUND räumt freilich ein, dass dies "eine sehr weitgehende Forderung" sei. Dass sie umgesetzt würde, ist derzeit nicht abzusehen. Weder gibt es in der Politik bisher eine breitere Unterstützung für Moratorien noch ist freiwilliger Verzicht an der Tagesordnung. Beispiele wie das des Outdoorhändlers Jack Wolfskin, der im Februar 2010 aus freien Stücken unter Hinweis auf denkbare Risiken für Mensch und Umwelt alle Produkte mit Nanotexfasern aus dem Sortiment nahm, sind die absolute Ausnahme.
Auch beim Freiburger Öko-Institut wird die Forderung nach weitreichenden Verboten nicht geteilt. Ein "unspezifisches Moratorium für die Verwendung von Nanomaterialien" lehne man ab, heißt es in einem Positionspapier. Zur Begründung heißt es, dass Anwendungsverbote die Entwicklung der Technologie insgesamt und damit auch "die Realisierung möglicher Chancen prinzipiell unterbindet".
Solche Chancen sieht Forschungsleiter Martin Möller zum Beispiel in der möglichen Substitution giftiger Substanzen durch neue Stoffe, bei Einsatzmöglichkeiten in der Photovoltaik oder dem Bau neuartiger Energiespeicher. Um die hochgesteckten Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien erreichen zu können, seien solcherart "neue Technologien unabdingbar", ist Möller überzeugt. Er räumt ein, dass deren Chancen bislang oft "zu blumig beschrieben" und nicht durch konkrete Zahlen etwa zur Umweltbilanz über den gesamten Lebenszyklus untersetzt würden. "Wer aber prinzipiell Nein zu Nano sagt", mahnt Möller, "der unterbindet a priori auch alle Chancen."
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