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21. September 2012
Die Nanotechnologie
Kleinste Partikel
Kleinste Partikel

Die Zwerge sind unter uns

Nanotechnologie verhindert, dass verschwitzte Sportoberteile müffeln.


Die Zwerge sind unter uns. Sie halten Wände im Haus dauerhaft sauber und die Kühlerhaube unseres Autos frei von Kratzern. Sie verhindern, dass verschwitzte Sporthemden müffeln, und sorgen dafür, dass sich die Wurst im Kühlschrank länger frisch hält. Bei Gebirgswanderungen im Regen halten uns die winzigen Kerlchen länger trocken; beim Tennis schaffen sie es, dass auch bei kraftvollsten Returns der Schläger nicht den Geist aufgibt; und falls wir uns bei derlei körperlichen Exzessen die Gelenke ruiniert haben, ist es auch den Zwergen zu danken, wenn das künstliche Knie ohne Probleme einwächst. In den Elektroautos, mit denen wir demnächst in den Urlaub fahren, kümmern sie sich darum, dass die Batterien leicht genug sind. Sie sorgen dafür, dass Solarzellen dünner und Abwässer sauberer werden. Kurz: Ein Leben ohne sie ist bald nicht mehr vorstellbar.

Die Zwerge - das sind winzige Partikel aus Titan- und Siliciumdioxid, Kohlenstoff, Zink, Silber, Gold und anderen Materialien, die in mindestens einer Dimension weniger als 100 Nanometer messen. Die Vorsilbe "Nano" leitet sich vom griechischen Wort für "Zwerg" ab und bezeichnet den milliardsten Teil - hier den eines Meters. Vorstellbar sind solche Größenordnungen kaum. Ein menschliches Haar ist 100.000 Nanometer dick, ein rotes Blutkörperchen misst 8.000 nm, und selbst ein Bakterium ist mit 1.000 nm noch zehnmal so dick wie Nanopartikel.

Derlei winzige Teilchen entstehen nicht selten natürlich, zum Beispiel bei Waldbränden und Vulkanausbrüchen, oder als Abfall, etwa beim Schleifen oder in Autoabgasen. Forscher stellen sie aber zunehmend auch gezielt künstlich her. Sie versprechen sich davon grundlegend neue oder verbesserte Eigenschaften von Produkten. Der Grund dafür ist, dass bei zunehmender Verkleinerung die Oberfläche im Verhältnis zum Volumen stark anwächst. Materialien weisen dann oft gänzlich andere chemische und physikalische Eigenschaften auf als in gröberer Form.



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Inhaltsverzeichnis

» Übersicht
» Kleinste Partikel
» Fördergelder & Co. - Neue Technologie ist Wirtschaftsfaktor
» Unwissende Verbraucher - Kennzeichnung? Fehlanzeige!
» Nicht immer drin - Nano als Marketinginstrument
» Zu neue Technik - Es fehlt an Mess- und Nachweisverfahren
» Beunruhigende Ergebnisse - Gefahren weiterhin ungeklärt
» Offene Fragen - Im Bereich der Grundlagenforschung
» Meinungen gehen auseinander - Umweltschützer sind uneins
» Heftige Debatte - Eher Nutzen als Risiken
» Problemfall Nanosilber - Sauber, hygienisch und rein! Oder?

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.


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