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21. September 2012
Gütezeichen für Öko-Strom
Das Label ok-power
Das Label ok-power

Hilfreich, aber komplex

Das Label ok-power ist hilfreich. Allerdings sind die Zertifizierungsmodelle ohne intensives Studium kaum nachvollziehbar.


Wer vergibt es? Der Verein EnergieVision e. V., getragen von WWF Deutschland, Öko-Institut e.V. und der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. www.ok-power.de

Was bedeutet es? Zertifiziert wird Strom aus erneuerbaren Quellen und aus maximal 50 Prozent effizienter Kraft-Wärme-Kopplung mit Erdgas als Energieträger, wobei nach Aussage der ok-Power Geschäftsstelle alle zertifizierten Tarife ausschließlich erneuerbar erzeugten Strom beinhalten. Für Erzeugungsanlagen gelten detaillierte Zusatzkriterien, allerdings werden die ökologischen Kriterien für die Errichtung und den Betrieb von Wasserkraftanlagen wegen Problemen mit der Umsetzbarkeit bis auf Weiteres nicht angewendet. Die Zertifizierung ist nach drei Modellen möglich: Beim Händlermodell darf ein Drittel des Kraftwerksparks nicht älter als sechs Jahre, ein weiteres Drittel nicht älter als zwölf Jahre sein. Die Anlagen dürfen nicht über das EEG oder ähnliche Regelungen im Ausland gefördert werden, um gezielt den Ausbau über die gesetzliche Mindestförderung hinaus anzuregen. Beim 2011 neu eingeführten sogenannten Initiierungsmodell muss der Anbieter selbst den Bau von neuen regenerativen Anlagen veranlassen, darf aber bestehende gesetzliche Förderregelungen in Anspruch nehmen. Er muss nachweisen, dass 60 Prozent der Strommenge, die neue Kunden verbraucht haben, aus diesen Anlagen stammt. Das soll dazu führen, dass noch stärker in neue Anlagen investiert wird. Die dritte Variante, das Fondsmodell, bei dem der Anbieter den Preisaufschlag in einen Topf einzahlt, aus dem Neubauprojekte finanziert werden, spielt in der Praxis kaum noch eine Rolle und wird von ok-power selbst als Auslaufmodell bezeichnet.

Bewertung: Das Label ist hilfreich. Allerdings sind die drei darin enthaltenen Zertifizierungsmodelle einschließlich ihrer Varianten und Bedingungen extrem komplex und selbst für engagierte Laien ohne intensives Studium kaum nachvollziehbar. Eine Verpflichtung zur Stromsparberatung ist nicht enthalten.




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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.


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