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03. September 2012
Dunkelziffer bei Pestiziderkrankungen
Dunkelziffer bei Pestiziderkrankungen

Schlechte Dokumentation von Vergiftungen

Dunkelziffer bei Pestiziderkrankungen: Niemand weiß wirklich, wie viele Menschen durch den Kontakt mit Pestiziden erkranken.

Niemand weiß wirklich, wie viele Menschen durch den Kontakt mit Pestiziden erkranken. Das Pestizid-Aktionsnetzwerk (PAN) bemängelt in einer Studie, dass auch in Deutschland Pestizidvergiftungen schlecht dokumentiert würden. Vergiftungen müssen in Deutschland an das Bundesinstitut für Risikobewertung gemeldet werden. Das erhält die Informationen von Berufsgenossenschaften, Ärzten und vor allem von den Giftinformationszentralen. Die meldeten 2009 rund 2.900 Pestizidkontakte sowie rund 550 Vergiftungen durch Pestizide. Darunter sind aber nur die schweren und akuten Fälle. So werden etwa Spätfolgen von Pestizidkontakten meist gar nicht erkannt.

In Deutschland veröffentlicht das Bundesministerium für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit jährlich einen Monitoring-Bericht über gesundheitlich nicht erwünschte Substanzen in Nahrungsmitteln. Demnach werden Pestizide in zahlreichen untersuchten Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft festgestellt. Im Jahr 2010 bestand laut Bericht für Lebensmittelsicherheit bei zwei Prozent der Proben von Erzeugnissen einheimischer Produktion der Verdacht auf eine unzulässige Pestizidanwendung, etwa bei Pflaumen und Kopfsalat. Bei Rückstandsgehalten in insgesamt elf Proben von Ananas, Tomaten, Pfirsichen, Nektarinen, Kopfsalat und Zucchini wurden akute gesundheitliche Beeinträchtigungen für möglich gehalten.

Sie finden die Studie unter: http://www.pan-germany.org/download/Vergift_DE-110612_F.pdf

( oet )



Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
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  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.




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