Startseite
Mobile Webseite aufrufen
RSS-Feed
Facebook - Seite gefällt mir

 
Startseite
 
 
Kinder Kosmetik Gesundheit Bauen Ernährung Geld Technik
Übersicht Technik / Freizeit
Themen aus dem Archiv
Anfang Eine Seite zurück Seite 10/11 Eine Seite vor Ende
25. Juli 2012
Land Grabbing
Verantwortungsvolles Investieren
Verantwortungsvolles Investieren

Kein Siegel gegen Landraub

Landraub entwickelt sich aus Sicht von Beobachtern in Lateinamerika und der Karibik als größte Hürde bei der eigenen Versorgung mit Lebensmitteln.
Foto: GRAIN


Auch deutsche Finanzunternehmen beteiligen sich an Landnahmen. Eine im Oktober 2010 vorgelegte, im Auftrag von FIAN erarbeitete Studie führt allein 19 spezialisierte Fonds auf, die nur im Agrarsektor investieren. Die meisten seien 2007 und 2008 aufgelegt worden. Sie investierten insgesamt 4,5 Milliarden Euro. Aufgeführt werden zudem Beteiligungsgesellschaften sowie börsennotierte Firmen, die Land im Ausland besitzen.

Für Schlagzeilen sorgte eine Beteiligung der Deutsche-Bank-Tochter DWS, die mehrere offene und geschlossene Fonds aufgelegt hat. Durch die FIAN-Recherchen wurde bekannt, dass sie auch Aktien des thailändischen Zuckerkonzerns KSL besaßen, der für die Vertreibung von Bauernfamilien in Kambodscha verantwortlich war. Auf einen TV-Bericht hin kündigte DWS zunächst eine Überprüfung an und trennte sich im Frühjahr 2011 sogar von der Beteiligung. Bei FIAN geht man davon aus, dass es weitere derartige Fälle gibt. Allerdings, räumt Referent Roman Herre ein, fehlten die Kapazitäten, "um jeden Investor unter die Lupe zu nehmen".

Zuletzt warf OXFAM dem Versicherungskonzern Allianz gigantische Spekulation mit Nahrungsmitteln vor. Laut OXFAM-Studie legte die Allianz 2011 geschätzte 6,242 Milliarden Euro in fünf Fonds direkt oder indirekt in Agrarrohstoffen an. Dahinter folgt die Deutsche Bank mit knapp 4,6 Milliarden Euro. Im weltweiten Markt, den Analysten auf rund 70 Milliarden Euro schätzen, kämen allein diese beiden Geldinstitute auf einen Anteil von rund 14 Prozent. Die Allianz hat seit 2008 das Kapital, das in Agrarrohstoffen anlegt wird, mehr als vervierfacht. Der Versicherungskonzern wies die Vorwürfe zurück, ein Ausstieg stehe zurzeit aber nicht zur Debatte. Man investiere weniger als ein Prozent seiner Anlagen in Nahrungsmittelderivate.

Ob sich auch andere Fonds an Landraub beteiligen und welche das sind, sei für Kleinanleger kaum ersichtlich, sagt FIAN-Referent Herre: "Das ist schwierig bis unmöglich." Er rät daher, kein Geld in dem Bereich anzulegen. Kriterien für verantwortungsvolles Investieren gebe es nicht, ergänzt der Berliner Wissenschaftler Thomas Fritz. Versuche, ein entsprechendes Siegel einzuführen, hätten bisher keinen Erfolg gehabt.



» weiter auf der nächsten Seite

Inhaltsverzeichnis

» Übersicht
» Landübernahme durch Ausländer - Eine neue Form des Kolonialismus?
» Jenseits der eigenen Grenzen - Staaten auf Einkaufstour
» Peak Soil - Auf der anderen Seite stehen die Finanzinvestoren
» Rechte der Kleinbauern - Keine Handhabe gegen die Übernahme
» Offiziell begrüßt - Schwung für die darbende Landwirtschaft
» Schaffung von Arbeitsplätzen - Gibt es auch positive Beispiele?
» Nutzen für Kleinbauern - Versprechen sind schwer nachprüfbar
» Beobachter bleiben skeptisch - Potenziale sind nur Potenziale
» Verantwortungsvolles Investieren
» Mehr Informationen - Ausstellung, Broschüren und Landkarten

Anfang Eine Seite zurück Seite 10/11 Eine Seite vor Ende


Flattr this
Hier können Sie unsere Arbeit freiwillig unterstützen:
Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.


Mehr Artikel zu diesem Themengebiet
Testbericht
Hunde- und Katzennassfutter, Premium: Sterneküche
Testbericht
Fahrradhelme: Sturz und gut
Testbericht
Katzenstreu: Pipikatz
Testbericht
Hundefutter, Light- und Diätfutter: Ein dicker Hund!
Testbericht
Mousepads: Unten durch

Ungewöhnliche Fahrräder: Völlig abgefahren
Fahrradklau: Nichts wie weg
Die schönsten Touren für Radfahrer, Teil 1
CO2-Ausstoß: Klimaschutz fängt im Kleinen an
Mieträder: Borgen ohne Sorgen

Leserfrage: Elektrosmog beim Handy reduzieren?
Leserfrage: Ende des UKW-Hörfunks?
Leserfrage: Chlor im Trinkwasser
Leserfrage: Mundspange bei Sportlern
Leserfrage: Fahrradputz
 Technik / Freizeit
Online-Service für Abonnenten
 - ANZEIGE -
 News
Tausende gefährlicher Produkte
Der Rapex-Bericht zeigt: In Europa sind 2012 deutlich mehr gefährliche Produkte entdeckt worden als im Jahr zuvor. Das betrifft Kleidung, Spielzeug, aber auch Elektrogeräte. » News lesen
Die große Verbrauchslüge
Auf die Angaben der Autohersteller zum Kraftstoffverbrauch sollte man sich nicht verlassen. Laut Studie schlucken die Fahrzeuge in Europa inzwischen durchschnittlich 25 Prozent mehr Sprit als offiziell beworben. » News lesen
EEG-Rechner für Hausgebrauch
Damit Laien einschätzen können, wie veränderte Rahmenbedingungen auf die EEG-Umlage wirken, hat die Agora Energiewende einen EEG-Rechner programmiert. » News lesen
E10-Kraftstoff
Beliebter als gedacht: 2012 Jahr tankten Autofahrer deutschlandweit 2,6 Millionen Tonnen Super E10. » News lesen
Temperaturanstieg um 1,5 Grad Celsius
Wissenschaftler warnen: Ein Temperaturanstieg um 1,5 Grad Celsius lässt die Permafrostböden in Sibirien schmelzen. Das hat Auswirkungen auf den Klimawandel. » News lesen
Wie viel Strom frisst der PC?
Umfrage: Gäbe es eine verpflichtende Kennzeichnung des Stromverbrauchs von Computern, würden mehr als drei Viertel der Deutschen beim Kauf auf den Energieverbrauch achten. » News lesen
ÖKO-TEST Label weiter kostenlos
Die Stiftung Warentest verlangt künftig bis zu 15.000 Euro jährlich für die Nutzung ihres Testsiegels. Die Nutzung des ÖKO-TEST Labels ist weiterhin kostenlos. » News lesen
In eigener Sache
Oekotest.de hat eine neue Optik und neue Funktionen bekommen. Unsere Webseite soll nutzerfreundlicher und informativer werden. » News lesen
» mehr News anzeigen
 Aktuelle Themen
CO2-Ausstoß
CO2-Ausstoß - Klimaschutz fängt im Kleinen an. Immerhin produziert jeder pro Jahr circa zehn Tonnen Treibhausgase. Im Alltag lässt sich der Energieverbrauch und damit der CO2-Ausstoß oft mit nur geringem Aufwand deutlich reduzieren. » Artikel lesen
Teilen statt Kaufen
Teilen statt Kaufen - Ob Wohnung, Kleidung, Auto oder die Bohrmaschine: In Deutschland wird wieder geteilt, verliehen und getauscht. Shareconomy oder Collaborative Consumption nennen Experten das Prinzip vieler Webportale, auf denen User ihre Güter völlig Unbekannten anbieten. » Artikel lesen
Über ÖKO-TEST - Label
Über ÖKO-TEST - Label - In 25 Jahren sammeln sich eine Menge Fragen an. Hier bekommen Sie Antwort, auf alles, was Sie wissen wollen. » Artikel lesen
Mobile Payment
Mobile Payment - Anstatt ständig nach Kleingeld zu suchen oder sich die vielen verschiedenen PIN-Nummern zu merken, soll es künftig ausreichen, das Handy dabei zu haben. Dahinter steckt die Idee des Mobile Payment mit Hilfe der Technologie Near Field Communication. » Artikel lesen
» mehr Themen anzeigen

  An den Seitenanfang gehen
ÖKO-TEST vorbeugender Verbraucherschutz seit 1985 - unabhängig, objektiv, wissenschaftlich
Das Kosmetik und Wellness-Super-Paket

Preis: 19.80 €

» Paket kaufen
Spezial Naturkosmetik

Preis: 5.00 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
ÖKO-TEST Juni 2013

Preis: 3.80 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
» Abo / ePaper
Das Essen und Geniessen-Super-Paket

Preis: 19.80 €

» Paket kaufen
Ratgeber Essen 12:2013 mit CD

Preis: 6.90 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Das Kleinkinder-Super-Paket

Preis: 29.80 €

» Paket kaufen
Bereiche
Kinder / Familie
Kosmetik / Mode
Gesundheit / Medikamente
Bauen / Wohnen
Essen / Trinken
Geld / Versicherung
Technik / Freizeit
Informationen
Impressum
Datenschutz
Kontakt
Fragen zu ÖKO-TEST
Label-Verstöße
Unsere Testverfahren
Media
Mediadaten
Label
Markt & Medien
Presse / Handel

Investor Relations
Services
Übersicht Service

Online-Shop
Forum
RSS Feed
ePaper
pressekatalog.de
pubbles.de
Abonnement
Serviceseite



© ÖKO-TEST Verlag GmbH, Frankfurt am Main