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27. Juli 2012
Slow Food
"Langsame Genießer"


Die Gegenbewegung zum Fast Food

Als Gegenbewegung zum hektischen Fast Food versteht sich Slow Food. Auf der Liste der Organisation stehen hochwertige Lebensmittel aus der Region und artgerechter Haltung ganz oben.


Eine saftige Pfirsichhälfte und ein Mandarinenschnitz ist auf dem Werbefoto zu sehen, darüber steht der Slogan: "Für alle, die mehr wollen"; darunter sind einige Becher Joghurt "Genuss Diät" abgebildet. Die Botschaft ist klar: Ein Fruchtjoghurt ist mehr als eine Frucht. Das ist eine der Anzeigenkampagnen, bei der Slow Food Deutschland der Appetit vergeht: "Wer miterlebt hat, dass Kinder Früchte ablehnen und lieber zu industriell erzeugten Aromasurrogaten greifen, weil diese sehr viel intensiver riechen und schmecken - wenn auch künstlich -, weiß, welche Welt von Gerüchen und Geschmäckern Kindern verloren geht", ist man bei der Organisation überzeugt.

Damit diese Welt erhalten bleibt, wurde Slow Food gegründet. Der Legende nach geschah das so: Carlo Petrini, Journalist und Soziologe, saß mit Freunden in seiner Lieblings-Osteria im piemontesischen Bra, als sie die Nachricht erreichte, dass in Rom eine McDonald's-Filiale eröffnet werden sollte. Die "Freunde des Barolo", wie sich das Häufchen linker Hedonisten und Gourmets nannte, prostete sich mit einer weiteren Flasche Rotwein zu – und gründete die Gegenbewegung: Slow Food.

Aus der feucht-fröhlichen Runde wurde ein weltweiter Verein mit mehr als 100.000 Mitgliedern in 150 Ländern. Unter dem Zeichen der Schnecke postulieren Köche, Olivenbauern, Journalisten, Weinhändler, Verleger und freiberufliche Genießer das Recht auf Genuss. Petrini und seine Anhänger wollen "die Sinne wieder für einfache Genüsse öffnen". Die regionale kulinarische Kultur soll geschützt und so einem Artenschwund entgegengewirkt werden. Die gentechnische Veränderung von Lebensmitteln und den Zusatz von Aromastoffen lehnt Slow Food ab.



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  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
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