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03. Juli 2012
Schutz vor Enteignung
Festgelder und Sparbriefe
Festgelder und Sparbriefe

Wette auf dauerhaft niedrige Zinsen

Die Verpflichtung auf lange Laufzeiten gleicht einer Wette auf dauerhaft niedrige Zinsen. Wenn sich die Lage an den Finanzmärkten in einigen Jahren beruhigt, dürften nämlich auch die Zinsen wieder klettern.


Wer höhere Zinsen erzielen will, kann sein Geld in Festgeld oder in Sparbriefen anlegen. Doch mehr als zwei Prozent Zinsen gibt es hier nur, wenn Anleger ihr Erspartes gleich für fünf bis zehn Jahre festlegen. Die Verpflichtung auf lange Laufzeiten gleicht jedoch einer Wette auf dauerhaft niedrige Zinsen. Wenn sich die Lage an den Finanzmärkten in einigen Jahren beruhigt, worauf Ökonomen hoffen, dürften nämlich auch die Zinsen wieder klettern. Dann wären die Langfristanleger von heute jedoch angeschmiert. Entweder sie behalten die einmal gekauften Papiere bis Laufzeitende bei – und sitzen noch auf dem aktuellen Magerzinsniveau fest, wenn am Markt längst wieder höhere Erträge erzielbar sind. Oder sie kündigen die 2012 gekauften Papiere vorzeitig. Das ist zwar ohne weiteres möglich, aber nur zu dem Preis, dass der aktuell gebotene Zinsaufschlag für die Langfristanlage dann rückwirkend verloren geht. Kurz: In beiden Fällen machen sie Verlust, wenn die Wette auf dauerhaft niedrige Zinsen wider Erwarten nicht aufgeht.

Zudem müssen auch Langfristanleger auf die Einlagensicherung achten. Denn die höchsten Zinsen für Festgeld und/oder Sparbriefe bieten meist ausländische Institute mit Einlagensicherung im Heimatland. Darüber hinaus werden Sparer bei längerfristigen Anlagen gerne auch mal Zertifikate oder Bankanleihen offeriert. Die bieten zwar nicht selten einen attraktiven Zinsaufschlag. Im Gegenzug wird aber leicht übersehen, dass der Schutz der staatlichen Einlagensicherung für solche Papiere nicht gilt. Geht die Bank, welche die Papiere auflegt, in Konkurs, ist das Geld – wie bei den Lehman Brothers Zertifikaten – schlimmstenfalls daher ganz verloren. Kurz: Rendite ohne Risiko gibt es auch hier nicht.



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Inhaltsverzeichnis

» Übersicht
» Gefährlicher Trugschluss - Absolute Sicherheit gibt es nicht mehr
» Spar- und Bankanlagen - Auf deutsche Einlagensicherung achten
» Festgelder und Sparbriefe
» Bundeswertpapiere - Auf Null-Niveau abgeschmiert
» Anleihen und Rentenfonds - Nur mehr Minizinsen
» Immobilien - Die Lage ist entscheidend
» Aktien - Bessere Renditechancen als bei Zinsanlagen
» Gold - Nur in kleinen Mengen sinnvoll
» Lebens- und Rentenversicherungen - Renditen auf dem Sinkflug
» Entschuldung über Inflation - Die Zinsen werden niedrig gehalten

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.


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