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25. Juni 2012
Sandgestrahlte Jeans
Jeder Zweite ist erkrankt
Jeder Zweite ist erkrankt

46 Todesfälle sind bisher bekannt

Seit März 2009 ist das Sandstrahlen in der Türkei offiziell verboten. Doch die Technik selbst existiert weiter.
Foto: Svort/Fotolia.com


Bis zu 10.000 Menschen in der Türkei sollen in den Anfangsjahren dieses Jahrhunderts mit Sandstrahlen beschäftigt gewesen sein. Die Kampagne für Saubere Kleidung geht davon aus, dass fast jeder Zweite von ihnen an Silikose erkrankt ist. 46 Todesfälle wurden bisher bekannt. Doch die Zahlen sind wohl nur die Spitze des Eisbergs. Bei Bergleuten ist die Staublunge eine langsame Krankheit. Es können bis zu 20 Jahre vergehen, ehe die Symptome auftreten. Die Arbeiter in den Jeansfabriken leiden aber rasend schnell an Silikose. "Sie erkranken bereits nach drei Monaten", sagt Abdulhalim Demir; er ist heute Sprecher des türkischen Solidaritätskomitees für Sandstrahler. Der Grund für den schlechten Krankheitsverlauf sei die extrem hohe Menge an Staub in den Werkstätten.

Seit März 2009 ist das Sandstrahlen in der Türkei offiziell verboten. Doch die Technik selbst existiert weiter. Aus den Berichten der Menschenrechtsorganisationen und aus den Erkrankungen der Arbeiter haben die Jeanshersteller offenbar nichts gelernt. Sie haben nur das Land gewechselt. Die CCC berichtet, dass nun Länder wie Bangladesch, Argentinien oder China die Bezugsquellen für sandgestrahlte Jeans sind. Die Arbeiter dort wissen nicht, dass der Staub in der Luft sie töten kann. Eine Arte-Fernsehdokumentation von 2010 zeigt junge Männer in Bangladesch bei der Sandstrahlarbeit. Nur ein dünnes Stoffläppchen über Mund und Nase schützt ihre Lungen. Von Schutzkleidung keine Spur.

Die Kampagne für Saubere Kleidung macht deshalb Druck. Sie sucht die Öffentlichkeit, bringt Bilder und Berichte in Umlauf, um auf die Situation der todkranken Arbeiter aufmerksam zu machen. Denn kein Kunde kann erkennen, ob eine Jeans sandgestrahlt oder manuell - mit Steinen, Bürsten oder Lasern - auf alt getrimmt wurde. Er muss sich auf die Garantie der Hersteller verlassen. Immer mehr Menschen fordern diese Garantie ein - unter anderem über Protestmails und Forenbeiträge in sozialen Netzwerken.

Den Unternehmen ist diese Art der Öffentlichkeitsarbeit offenbar höchst unangenehm. 20 Jeanshersteller aus ganz Europa sind zunächst öffentlich auf die Forderungen der CCC eingegangen. Unternehmen wie H&M, Levi Strauss, C&A oder Esprit haben 2010 angekündigt, ein Sandstrahlverbot umzusetzen und dazu die Arbeitssituationen ihrer Zulieferer zu überprüfen.



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