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23. Juni 2012
Elektroschrott
Elektroschrott

Jetzt muss die Solarbranche recyceln

Solarmodule gelten künftig als Elektroschrott. Die Branche muss nun ein Recyclingsystem aufbauen. Foto: Ingo Bartussek/Fotolia.com

Solarmodule gelten in der EU künftig offiziell als Elektroschrott und fallen unter die WEEE-Richtlinie. Deren Neufassung sieht vor, dass über 85 Prozent der europaweit verkauften Module gesammelt und zu 80 Prozent recycelt werden müssen.

Für die Hersteller von Photovoltaikanlagen heißt das: Sie müssen ein Recyclingsystem aufbauen. Dabei lässt sich bislang mit der Wiederverwertung kaum Geld verdienen. Denn ein Solarmodul besteht aus rund 80 Prozent Glas und zehn Prozent Metallen wie Kupfer und Aluminium – wertvolle Stoffe sind dagegen nur in kleinen Mengen enthalten, dafür aber Schwermetalle wie Cadmium und Blei.

Eigentlich wollte die Industrie den EU-Plänen zuvorkommen. In Brüssel gründeten die Photovoltaikhersteller deshalb das Unternehmen PV Cycle, das ein eigenes Rücknahme- und Recyclingprogramm in Europa organisieren sollte. Aus ihrer Sicht adressiert die Elektroschrott-Richtlinie vor allem Haushaltsgeräte und Konsumgüter, nicht aber so langlebige Produkte wie Solarmodule. Ende 2010 legte PV Cycle der Kommission schließlich eine freiwillige Umweltvereinbarung vor, die aber war davon nicht überzeugt.

( sk )


Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.




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