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13. Juni 2012
Risiken mit Kältemittel R1234yf
Risiken mit Kältemittel R1234yf

Umwelthilfe kritisiert Heimlichtuerei

Kältemittel R1234yf: Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert den Verband der Automobilindustrie und die deutschen Autohersteller wegen ihrer Heimlichtuerei.

Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert den Verband der Automobilindustrie (VDA) und die deutschen Autohersteller, weil diese seit Monaten ein Gutachten des TÜV Süd unter Verschluss halten, auf dessen Grundlage sie die Unbedenklichkeit des umstrittenen fluorierten Kältemittels für Autoklimaanlagen, R1234yf, behaupten. Nach Überzeugung der Umweltschutzorganisation gibt es gefestigte wissenschaftliche Erkenntnisse über die mit dem Einsatz der Chemikalie R1234yf (chemisch: Tetrafluorpropen) verbundenen nicht hinnehmbaren Risiken im Fall von Autobränden. So hatten mehrere Studien der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und des Instituts für Chemie der Universität München die Gefahren bestätigt.

Mitte Februar hatte auch die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) angekündigt, eine Neubewertung des umstrittenen Kältemittels vornehmen zu wollen. Damit wurde erstmals von offizieller Seite auf EU-Ebene die von der Industrie behauptete Unbedenklichkeit von R1234yf infrage gestellt. "Entweder das Gutachten des TÜV Süd hält, was die Autoindustrie verspricht. Dann gibt es keinen Grund, es der Öffentlichkeit vorzuenthalten. Oder aus der Untersuchung ergibt sich nicht das, was der VDA öffentlich behauptet", sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

R1234yf ist ein brennbares, farbloses Gas und soll seit Januar 2011 das bisherige, extrem klimaschädliche Kältemittel R134a ablösen. R1234yf ist brennbar und bildet im Brandfall Fluorwasserstoff. Mit Wasser, z. B. dem Löschwasser der Feuerwehr, reagiert Fluorwasserstoff wiederum zu extrem gefährlicher Flusssäure. Diese ist ätzend und ein starkes Kontaktgift. Für Unfallopfer und die Feuerwehrleute stellt das ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.




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