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04. Juni 2012
Import sandgestrahlter Jeans verbieten
Import sandgestrahlter Jeans verbieten

Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) fordert ein Einfuhrstopp

Tödliche Gefahr für die Arbeiter: Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert ein Importverbot für sandgestrahlte Jeans nach Deutschland.

Die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) fordert ein Importverbot für sandgestrahlte Jeans nach Deutschland und Europa. Die öffentlichkeitswirksamen, freiwilligen Verzichtserklärungen von Markenherstellern wie H&M, Levi Strauss und C&A im Jahr 2010 hätten nicht viel bewirkt, noch immer setzten Zulieferbetriebe die gesundheitsschädliche Sandstrahltechnik ein, die die tödliche Lungenerkrankung Silikose auslösen kann. So lautet das Ergebnis einer Arbeiterbefragung, die die CCC von November 2011 bis Januar 2012 in verschiedenen Fabriken in Bangladesch vorgenommen hat. Fast die Hälfte der befragten Arbeiter identifzierten H&M, Levi Strauss, C&A, D&G, Esprit, Lee, Zara und Diesel als Kunden der Fabriken, in denen sie arbeiten.

Die Textilunternehmen versuchen indes immer noch, sich vor ihrer Verantwortung zu drücken. Der Verzicht auf das Sandstrahlen sei per Vertrag mit den Herstellern festgelegt, teilten uns etwa H&M und C&A mit. Für CCC-Koordinator Lars Stubbe aber haben Verträge allein keine Wirkung: "Die Firmen ändern weder ihre Designvorgaben noch verlängern sie die Produktionszeiten, die es den Zulieferern erlauben würden, arbeitsintensivere und langsamere Veredlungstechniken einzusetzen." Um die Arbeiter zu schützen, müssten die Regierungen von Produktionsländern Sandstrahlverbote erlassen und die EU und die deutsche Regierung ein Importverbot prüfen.

( oet )



Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.




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