Startseite

Übersicht Bauen / Wohnen / Renovieren
Themen aus dem Archiv
Anfang Eine Seite zurück Seite 11/11 Letzte Seite Ende
23. Mai 2012
Die Jahre der Wetterextreme
Risikokarte Deutschland
Risikokarte Deutschland

Detaillierte Vorhersagen notwendig

Hagelschlag ist gerade in Baden-Württemberg ein großes Problem: Er verursacht dort ein Viertel aller durch Naturereignisse bedingten Schäden an Gebäuden.
Foto: Darkone/Wikipedia


Die "Stiftung Risiko-Dialog" empfiehlt, Strukturen zu schaffen, die erweiterungsfähig sind: "Infrastrukturmaßnahmen müssen so flexibel geplant werden, dass nachträgliche Anpassungen möglich sind." Wichtig sei dabei, dass die Verantwortlichen über die mögliche Bandbreite der Folgen des Klimawandels informiert sind. Dazu müssten freilich Vorhersagen detaillierter werden. Daran wird bundesweit gearbeitet - etwa am Karlsruher Institut für Technologie. Am dortigen Institut für Meteorologie und Klimaforschung versuchen Wissenschaftler wie Christoph Kottmeier beispielsweise, bessere Vorhersagen für die Gefährdung durch Hagelschlag zu ermöglichen. Der ist gerade in Baden-Württemberg ein großes Problem: Er verursacht dort ein Viertel aller durch Naturereignisse bedingten Schäden an Gebäuden. Gleichzeitig sind die existierenden regionalen Klimamodelle bislang nicht in der Lage, die örtlich sehr begrenzten Hagelstürme verlässlich wiederzugeben. In einem Projekt mit dem Titel Hail Risk and Climate Change wird nun nach Indikatoren gesucht, mit denen bessere Prognosen möglich sind. In einer ersten Stufe wurden Radardaten und andere Messwerte mit Aufzeichnungen von Versicherern über Hagelschäden abgeglichen. Auch in diesem Fall ist die Tendenz deutlich, sagt Kottmeier: Das Potenzial für Gewitterstürme und Hagelschlag habe in den letzten 30 Jahren "statistisch signifikant" zugenommen.

Zunehmend sind die Ergebnisse solcher Forschungsprojekte öffentlich zugänglich. So war Kottmeiers Institut gemeinsam mit dem Geoforschungszentrum Potsdam und anderen Partnern im "Center for Disaster Management" (CEDIM) an der Erstellung einer "Risikokarte Deutschland" beteiligt, die Gefahren durch Erdbeben, Stürme und - für einige Regionen - auch durch Hochwasser aufzeigt. Die Versicherer feilen derweil an ihrem "Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen" (ZÜRS), aus dem die Gefährdung eines jeden Gebäudes und Grundstücks ablesbar sein soll; Ende 2012 soll das bereits bestehende System für jeden Bürger öffentlich einsehbar sein. Hochwassergefahren stellen viele Bundesländer inzwischen auch auf eigenem Kartenmaterial im Internet dar. Sturzfluten spielen dabei freilich noch nicht immer eine Rolle. Das mittelfränkische Baiersdorf jedenfalls ist laut der Karten des bayrischen Landesamts für Umwelt durch die über die Ufer tretende Regnitz bedroht. Die aber blieb, während der Ort im Juli 2007 komplett absoff, ruhig in ihrem Bett.

( oet )






Inhaltsverzeichnis

» Übersicht
» Eine Kleinstadt in Mittelfranken - Das Beispiel von Baiersdorf
» Keine Entwarnung - Wetterextreme gab es schon früher ...
» In der Zahl und Stärke - Naturkatastrophen nehmen zu
» Klimawandel als Treiber - Mit hoher Wahrscheinlichkeit
» Rückblick auf 2011 - Das schadenträchtigste Jahr
» Regen im Sommer - Markante Zunahme von Trogwetterlagen
» Der Aprilsommer - Nicht kühl und feucht, sondern heiß und trocken
» Versicherer warnen - Die Verantwortlichen müssen umdenken
» Trügerische Sicherheit - Planer und Politiker oftmals überfordert
» Risikokarte Deutschland

Anfang Eine Seite zurück Seite 11/11 Letzte Seite Ende


Flattr this
Hier können Sie unsere Arbeit freiwillig unterstützen:
Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.


Mehr Artikel zu diesem Themengebiet
Testbericht
Geräteverleih in Baumärkten: Leih-haftig
Testbericht
Wandfarben: Erhellend
Testbericht
Anti-Schimmelmittel: Finger weg!
Testbericht
Mähroboter: Mmäääähh!
Testbericht
Teppichböden, Kunststoff: Von der Rolle

Energiesparende Haushaltsgeräte: Die weißen Spardosen
Warenkunde Bodenbeläge: Grundlegende Entscheidung
Gütezeichen für Öko-Strom
Energieberatung und Energiepass
Solarkataster: Landkarten für den Weg zur Sonne

Leserfrage: Strompreisabzocke
Leserfrage: Strapazierfähiger Rasen
Leserfrage: Rückgabe von Energiesparlampen
Leserfrage: Kübelpflanzen im Winter
Leserfrage: Stinke-Regal muss draußen bleiben
 Bauen / Wohnen / Renovieren
Online-Service für Abonnenten
 - ANZEIGE -
 News
Neues Energiesystem
Forscher haben durchgerechnet: Ein komplett auf erneuerbaren Energien basierendes System führt am Ende zu jährlichen Gesamtkosten, die nicht höher liegen als die heutigen. » News lesen
Öko-Strom wird transparenter
Das Umweltbundesamt hat das Herkunftsnachweisregister für Öko-Strom gestartet. Der Nachweis bescheinigt, wie und wo Strom aus erneuerbaren Energien produziert wurde. » News lesen
Mähroboter Robolinho 3000
Kurz bevor das ÖKO-TEST-Magazin in den Druck ging, schickte uns der Mähroboter-Hersteller Al-Ko eine Unterlassungserklärung zu. Jetzt sind die vollständigen Testergebnisse für den Robolinho 3000 online abrufbar. » News lesen
Bauteile aus zweiter Hand
Gut erhaltene gebrauchte Bauteile sind kein Schrott und zu schade für den Müll. Sie wiederzuverwenden ist das Ziel des bundesweiten Projekts "Bauteilnetz Deutschland". » News lesen
Gut Ding will Weile haben
Gut Ding will Weile haben: Ab 2021 sollen alle Neubauten nahezu klimaneutral in Niedrigstenergiestandard errichtet werden. Das sieht die neue Energieeinsparverordnung vor. » News lesen
Deutsche sind gute Energiesparer
Die Deutschen sind gute Energiesparer. Das zeigt eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln. » News lesen
Mehr Geld für energetisches Sanieren
Mehr Geld für energetisches Sanieren: Die KfW-Förderbank zahlt höhere Investitionszuschüsse für Einzelmaßnahmen sowie für Gesamtsanierungen. » News lesen
Heckenscheren
ÖKO-TEST hat sieben Heckenscheren eingekauft und durchtesten lassen. Mit im Test waren unter anderem Modelle von Black & Decker, Gardena, Stihl, Bosch und Mac Allister. » News lesen
» mehr News anzeigen
 Aktuelle Themen
Das Stromnetz der Zukunft
Das Stromnetz der Zukunft - Damit die Energiewende vorankommt, müssen nicht nur Stromtransport und -verteilung reformiert werden. Es braucht innovative Energiemodelle. Smart Grids sollen helfen, Strom möglichst effizient zu nutzen. Derweil tüfteln Forscher längst an neuen Konzepten. » Artikel lesen
Energiesparende Haushaltsgeräte
Energiesparende Haushaltsgeräte - Sie fehlen in kaum einem Haushalt: Kühl- und Gefrierschränke, Wasch- und Spülmaschinen sowie Trockner. Wenn neue Geräte gekauft werden, rechnet es sich, in besonders energiesparende Geräte zu investieren. Die geringeren Stromkosten finanzieren den Kauf. » Artikel lesen
Küchentrends
Küchentrends - Kochst du noch oder lebst du schon? Küchen werden immer wohnlicher, vielseitiger und individueller. Doch bei allem Schick dürfen Ergonomie, Gesundheit und ökologische Qualität nicht außen vor bleiben. Das ist machbar – und bezahlbar. » Artikel lesen
Solarkataster
Solarkataster - Die Kommunen werden zu Vorreitern für die Photovoltaik. Sie informieren die Bürger mit speziellen Stadtplänen im Internet darüber, ob sich ihre Häuser zum Einfangen von Sonnenenergie eignen. Und sie überlassen ihnen mietfrei städtische Dachflächen. » Artikel lesen
» mehr Themen anzeigen

  An den Seitenanfang gehen
ÖKO-TEST vorbeugender Verbraucherschutz seit 1985 - unabhängig, objektiv, wissenschaftlich
Das Essen und Geniessen-Super-Paket

Preis: 19.80 €

» Paket kaufen
Ratgeber Essen 12:2013 mit CD

Preis: 6.90 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Das Kleinkinder-Super-Paket

Preis: 29.80 €

» Paket kaufen
Spezial Ausstattung

Preis: 5.00 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
ÖKO-TEST Mai 2013

Preis: 3.80 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
» Abo / ePaper
Das Rund ums Haus-Super-Paket

Preis: 19.80 €

» Paket kaufen
Bereiche
Kinder / Familie
Kosmetik / Mode
Gesundheit / Medikamente
Bauen / Wohnen
Essen / Trinken
Geld / Versicherung
Technik / Freizeit
Informationen
Impressum
Datenschutz
Kontakt
Fragen zu ÖKO-TEST
Label-Verstöße
Unsere Testverfahren
Media
Mediadaten
Label
Markt & Medien
Presse / Handel

Investor Relations
Services
Übersicht Service

Online-Shop
Forum
RSS Feed
ePaper
pressekatalog.de
pubbles.de
Abonnement
Serviceseite



© ÖKO-TEST Verlag GmbH, Frankfurt am Main