Achtung, Duftstoffe!
Hochsensibel

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Düfte und Allergien
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Der Eichenmoos-Geruch wird als Duftstoff Kosmetika zugesetzt und gilt als stark allergieauslösend. Foto: Liondelyon/Wikipedia
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Was auf der Verpackung schlicht als "Parfüm" auftaucht, kann es ganz schön in sich haben. Denn ein Parfümöl, das sich zum Beispiel in einer Creme findet, kann mehrere Hundert einzelne Duftstoffe enthalten. Nur erfahren die Verbraucher davon wenig, denn die Hersteller müssen nicht deklarieren, was genau im "Parfüm" oder "Aroma" steckt. Immerhin 26 Duftstoffe müssen die Hersteller seit rund sechs Jahren auf der Verpackung angeben, wenn sie eine bestimmte Konzentration überschreiten.
Doch nicht alle dieser 26 Duftstoffe sind gleich problematisch, die Liste umfasst sehr unterschiedliche Kandidaten: Stoffe, die als Allergene sehr wirksam sind, aber auch solche, die als Auslöser von Allergien kaum eine Rolle spielen. Das geht aus den Untersuchungen des Informationsverbundes Dermatologischer Kliniken (IVDK) hervor, der weltweit größten Datenbank zu Kontaktallergien. Deshalb bewertet ÖKO-TEST in seinen Tests nicht alle 26 Duftstoffe gleich, die auf der Verpackung deklariert werden müssen.
Die Studien und Datenvergleiche des IVDK zeigen, dass die Duftstoffe Eichenmoos (Evernia prunastri extract), Baummoos (Evernia furfuracea extract), Isoeugenol und Cinnamal sehr starke Allergene sind. Weniger potente, aber immer noch problematische Stoffe sind Cinnamylalkohol, Hydroxycitronellal und Lyral (Handelsname, INCI: Hydroxyisohexyl 3-cyclohexene carboxaldehyde). Die weiteren deklarationspflichtigen Duftstoffe Farnesol, Citral, Citronellol, Geraniol, Eugenol, Coumarin, Amylcinnamylalkohol, Benzylcinnamat und Methylheptincarbonat (INCI: Methyl 2-octynoate) treten als Allergene weitaus seltener in Erscheinung als die oben genannten, deshalb werden sie bei ÖKO-TESTs auch nicht abgewertet, sondern nur informationshalber aufgeführt. Hierzu gehört auch der häufig verwendete, aber nicht deklarationspflichtige Duftstoff Majantol, den ÖKO-TEST standardmäßig bei Tests untersuchen lässt. Die restlichen Stoffe der 26er-Liste sehen wir als Allergene ohne Bedeutung, trotz der Deklarationspflicht. Der Grund: Die Untersuchungen des IVDK haben gezeigt, dass sie als Allergene im Vergleich zu ihrer Verbreitung nur eine sehr geringe Rolle spielen.
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Dieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.
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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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