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25. April 2012
Achtung, Duftstoffe!
Das Naturparfüm
Das Naturparfüm

Eine Kunst für sich

Ein natürlicher Duftstoff ist aus bis zu 400 Verbindungen aufgebaut. Er gibt der Komposition eine Tiefe, die mit synthetischen Düften nicht zu erreichen wäre.
Foto: Bura/sxc


Ein synthetischer Duft besteht nur aus wenigen Komponenten, ein natürliches ätherisches Öl aus bis zu 400 Verbindungen. "Das ist eine andere Welt", schwärmt Parfümeur Jean-Claude Richard vom Schweizer Naturkosmetikunternehmen Farfalla. Was das fürs Riechen bedeutet, hat der Duftexperte während seiner Ausbildung erfahren. Um die Nase zu trainieren, sollten die angehenden Duftexperten stundenlang immer wieder an einer Zitrone schnuppern. "Nach vier Stunden tauchten immer noch neue Noten auf", sagt Richard. Demgegenüber überrumpeln chemische Duftstoffe die Nase wie ein lauter Knall. "Die Duftsensation, die ein konventionelles Parfüm auslöst, wird ein Naturparfüm nie erreichen. Es ist feiner nuanciert", erklärt Maria Kettenring. Die Aromaexpertin leitet Duftschulungen für die Naturkosmetikfirma Primavera, in deren Produkten natürliche ätherische Öle eine Hauptrolle spielen.

Für Naturparfümeure ist die dezente Wirkung natürlicher Düfte kein Nachteil. "Ein Parfüm soll die natürliche Ausstrahlung eines Menschen unterstreichen und nicht überdecken", betont Parfümeur Richard. Die Kunst liege darin, die flüchtigen Noten zumindest für einige Stunden auf der Haut zu halten. Das klappt, indem Naturparfümeure leichte, fruchtige und blumige Noten an schwere Basisnoten wie Sandelholz, Zeder oder harzige Aromen binden.

Chemische Substanzen wie Diethylphthalat (DEP), das in konventionellen Parfüms den Duft auf der Haut fixiert, sind für Naturkosmetik tabu. Phthalate stehen im Verdacht, Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen und außerdem wie ein Hormon zu wirken.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.


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