Startseite
Facebook - ÖKO-TEST gefällt mir
Twitter @oekotest
Google+
Mobile Webseite aufrufen
oekotest.de: RSS-Feed

 
Startseite
 
 
KinderKosmetikGesundheitBauenErnährungGeldFreizeit

Übersicht Ernährung / Essen / Trinken
Themen aus dem Archiv
Anfang Eine Seite zurück Seite 3/6 Eine Seite vor Ende
27. Januar 2012
Verpackungsalternativen
Der große Vorteil
Der große Vorteil

Biologischer Abbau

Ein Vorteil der meisten Bio-Kunststoffe gegenüber Produkten auf Mineralölbasis ist die biologische Abbaubarkeit.
Foto: H.J. Heinz GmbH


Ein Vorteil der meisten Bio-Kunststoffe gegenüber Produkten auf Mineralölbasis ist die biologische Abbaubarkeit. In einem durchschnittlichen Zeitrahmen von einigen Wochen bis zu zwei Jahren werden die Materialien teilweise oder vollständig durch Mikroorganismen wie Pilze und Bakterien in Wasser und Kohlendioxid zerlegt. Aber egal, ob Bio-Kunststoffe nach Gebrauch in die Bio-Gasanlage wandern, thermisch verwertet oder kompostiert werden: Es handelt sich um einen geschlossenen Kreislauf, der die Nutzung von fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Kohle oder Erdgas vermindert. Aus Pflanzen gewonnene Kunststoffe setzen nach ihrem Gebrauch nur das CO2 frei, das die Pflanzen während ihrer Wachstumsphase aus der Atmosphäre entnommen haben. Nach Abzug der bei Transport und Prozess benötigten Energie werden sie als CO2-neutral eingestuft. European Bioplastics, die Interessenvertretung der europäischen Bio-Kunststoffindustrie, hat errechnet, wie hoch die Einsparung während des gesamten Lebenszyklus ist: Demnach reduziert sicht der CO2-Ausstoß von Verpackungsmaterial auf der Basis von erneuerbaren Rohstoffen im Vergleich zu gebräuchlichen Kunststoffen je nach Material und Anwendung um bis zu 70 Prozent.

Kunststoff auf Mineralölbasis belastet die Umwelt
Die biologische Abbaubarkeit der neuen Stoffe könnte dabei ein schwerwiegendes Problem lösen: Erdölbasiertes Plastik, das genauso schnell weggeworfen wie produziert wird, bekommt man nicht so schnell los. Im Gegenteil: Plastiktüten, Flaschen und anderes Verpackungsmaterial schwimmt in großen Mengen mitten in den Ozeanen. In den herumtreibenden Kunststoffschnüren und Netzen verfangen sich Meerestiere oder sie fressen die Plastikteile. Eine Million Seevögel, 100.000 Meeressäuger und unzählige Fische verenden so, schätzt die Unep, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen. Zwei Beispiele: Als 54 Mittelmeer-Schildkröten tot bei einem Raubfischer beschlagnahmt wurden, fanden Biologen der Universität Valencia im Magen von 43 der Tiere Plastikteile, die sie nicht ausscheiden konnten. Und Greenpeace meldet, dass zwei von fünf Albatrossküken sterben, weil die Eltern sie mit Plastikteilen füttern. Nach dem Tod der Tiere, wird der Kunststoff im Zweifel mit den Kadavern erneut gefressen.

Die Müllmenge im Meer wächst von Jahr zu Jahr, weil konventionelle Kunststoffe nur langsam zerfallen – einige erst in 450 Jahren. Kurios und erschreckend zugleich: Beständige Meeresströmungen schwemmen den Plastikmüll von den Rändern des Pazifiks in ein Gebiet zwischen Hawaii und Kalifornien, wo ein Müllteppich von der Größe Zentraleuropas entstand. Bis in 30 Meter Tiefe wirbeln die Teilchen. "Im nächsten Jahrzehnt wird sich ihre Zahl verzehnfachen. Dann treiben an der Oberfläche des Pazifiks mehr Mikroplastikpartikel als Plankton", sagt der amerikanische Meeresforscher Charles Moore, der die pazifische Müllwüste untersucht hat. Eine Wende kann wohl nur gelingen, wenn die Industrie künftig Kunststoffe einsetzt, die in der Natur schnell in unbedenkliche Materialien zerfallen. Letztlich zerbröselt auch heutiges Plastik zu mikroskopisch kleinen Teilchen. Forscher der Universität Plymouth fanden sie in allen Sandproben, die sie an britischen Stränden sammelten. Ebenso liegen sie allenthalben am Meeresboden, wo Kleinlebewesen sie aufnehmen, bis diese selbst gefressen werden. Über die Nahrungskette gelangt das Material bis zum Menschen – mit unbekannten Folgen. Perfide: Plastikteile ziehen im Meer wie ein Schwamm dort treibende Giftstoffe an – auch hormonartige Substanzen aus eingeleiteten Abwässern.



» weiter auf der nächsten Seite

Inhaltsverzeichnis

Anfang Eine Seite zurück Seite 3/6 Eine Seite vor Ende


Flattr this
Hier können Sie unsere Arbeit freiwillig unterstützen:
Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.


Mehr Artikel zu diesem Themengebiet
Testbericht
Öle, hochwertige: Enttäuschend
Testbericht
Apfelsaft-Schorle: Eine Weltreise
Testbericht
Farbstoffe in Lebensmitteln: Uns wird’s zu bunt!
Testbericht
Regionale Lebensmittel: Regional? Außerirdisch!
Testbericht
Basislebensmittel: Kochbar
Testbericht
Multivitaminsäfte: Oobs(t)!
Testbericht
Lebensmittel aus dem Supermarkt: Prost Mahlzeit!
Testbericht
Honig: Kein Honigschlecken
Testbericht
Nuss-Nougat-Creme: Ins Fettnäpfchen
Testbericht
Haferflocken: Rückstände inklusive

Gute Beispiele: Eine zweite Chance für Lebensmittel
Essen á la Saison: Alles zu seiner Zeit
Wege aus der genetischen Sackgasse
Community Supported Agriculture
Das Mindesthaltbarkeitsdatum: Vor der Tonne gerettet

Leserfrage: Mindestens haltbar bis
Leserfrage: Pinienkerne schmecken bitter
Leserfrage: Teefilm
Leserfrage: Pilze einfrieren
Leserfrage: Alter Käse
 Ernährung / Essen / Trinken
TestberichteNachwirkungenThemenNewsLeserfragen
Online-ShopGewinnspielHefteServiceImpressum
ÖKO-TEST April 2015
 - ANZEIGE -
<b>HARO Parkett & Laminat ist wohngesund, nachhaltig und Made in Germany. Natürlich mit Blauem Engel!</b>
HARO - Endlich Zuhause
HARO Parkett & Laminat ist wohngesund, nachhaltig und Made in Germany. Natürlich mit Blauem Engel!
 News
+ + + 16. April 2015 + + +
Gefragt - geantwortet: Nudeln und Reis aus Konjak sollen beim Abnehmen helfen. Was ist das? Und sind diese Produkte zu empfehlen? » News lesen
+ + + 16. April 2015 + + +
Die Gastroampel, die die Verbraucherzentrale NRW und das Land NRW derzeit in Duisburg und Bielefeld testen, hat in der ersten Instanz gegen die klagenden Wirte verloren. Da es keine einstweilige Verfügung gibt, bleibt sie online - die VZ geht in Berufung. » News lesen
+ + + 10. April 2015 + + +
Der Öko-Landbau spielt in keinem anderen Bundesland eine so geringe Rolle wie in Niedersachsen: Lediglich 3,1 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche wird dort ökologisch bewirtschaftet. » News lesen
+ + + 07. April 2015 + + +
Nachgerechnet: 500 Liter Wasser werden benötigt, um ein halbes Kilogramm Brot herzustellen. Los geht es schon auf dem Feld. » News lesen
» mehr News anzeigen


Tweets von @oekotest


 Aktuelle Themen
Naturjoghurt
Naturjoghurt - 19 Bio-Joghurts standen bei uns auf dem Test-Programm, dabei haben wir unter Anderem die Inhaltsstoffe unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse waren zwar erfreulich, doch nicht alle Kühe haben genug Grünfutter bekommen... » Artikel lesen
Das Mindesthaltbarkeitsdatum
Das Mindesthaltbarkeitsdatum - Millionen Tonnen Lebensmittel landen Jahr für Jahr im Müll. Mit ein Grund: das Mindesthaltbarkeitsdatum. Ist es überschritten oder läuft in Kürze ab, werden Joghurt & Co. bedenkenlos entsorgt. Muss das sein? » Artikel lesen
Essen á la Saison
Essen á la Saison - Wenn Gemüse- und Obstsorten Saison haben, schmecken sie am besten. Sie sind oft auch preiswerter als Grünzeug, das quer durch Europa gekarrt wurde. Es gibt aber noch viel mehr gute Gründe, sich beim Einkaufen an den Jahreszeiten zu orientieren. » Artikel lesen
Fertigsalate
Fertigsalate - In unserem Test waren im Durchschnit zwei von drei Salattüten mit zu vielen Keimen belastet. Praktisch und schnell soll der Fertigsalat aus der Tüte sein, doch lediglich ein Produkt schnitt mit der Bewertung "gut" ab. » Artikel lesen
» mehr Themen anzeigen

  An den Seitenanfang gehen
ÖKO-TEST vorbeugender Verbraucherschutz seit 1985 - unabhängig, objektiv, wissenschaftlich
Das Gesundheit und Fitness-Super-Paket
Das Gesundheit und Fitness-Super-Paket

Preis: 19.80 €

» Paket kaufen
Spezial Rücken
Spezial Rücken

Preis: 5.80 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Das Kleinkinder-Super-Paket
Das Kleinkinder-Super-Paket

Preis: 29.80 €

» Paket kaufen
ÖKO-TEST April 2015
ÖKO-TEST April 2015

Preis: 4.50 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
» Abo / ePaper
Das Essen und Geniessen-Super-Paket
Das Essen und Geniessen-Super-Paket

Preis: 19.80 €

» Paket kaufen
Spezial Vitamine
Spezial Vitamine

Preis: 5.80 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Bereiche & Rubriken
Kinder / Familie
Kosmetik / Mode
Gesundheit / Medikamente
Bauen / Wohnen
Essen / Trinken
Geld / Versicherung
Freizeit / Technik / Tiere


Aktuelles
Hefte im Überblick
Neueste Tests
ÖKO-TEST Verlag
Wir über uns
Kontakt
Impressum
Jobs bei ÖKO-TEST
Fragen zu ÖKO-TEST
Label-Verstöße
Unsere Testverfahren
Investor Relations


Presse
Presse / Handel
Unsere Services
Datenschutz
Service
Newsletter
RSS Feed
Media
Mediadaten
ÖKO-TEST Label
MUM Kundenzeitung


social media
Gewinnspiel
facebook
twitter
google +
Forum


Online-Shop
Neue Hefte im Shop
Print-Abo
ePaper-Abo
ePaper-Ausgaben
Sparpakete
ARCHIV DVD



© ÖKO-TEST Verlag GmbH, Frankfurt am Main