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27. Januar 2012
Verpackungsalternativen
Der große Vorteil
Der große Vorteil

Biologischer Abbau

Ein Vorteil der meisten Bio-Kunststoffe gegenüber Produkten auf Mineralölbasis ist die biologische Abbaubarkeit.
Foto: H.J. Heinz GmbH


Ein Vorteil der meisten Bio-Kunststoffe gegenüber Produkten auf Mineralölbasis ist die biologische Abbaubarkeit. In einem durchschnittlichen Zeitrahmen von einigen Wochen bis zu zwei Jahren werden die Materialien teilweise oder vollständig durch Mikroorganismen wie Pilze und Bakterien in Wasser und Kohlendioxid zerlegt. Aber egal, ob Bio-Kunststoffe nach Gebrauch in die Bio-Gasanlage wandern, thermisch verwertet oder kompostiert werden: Es handelt sich um einen geschlossenen Kreislauf, der die Nutzung von fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Kohle oder Erdgas vermindert. Aus Pflanzen gewonnene Kunststoffe setzen nach ihrem Gebrauch nur das CO2 frei, das die Pflanzen während ihrer Wachstumsphase aus der Atmosphäre entnommen haben. Nach Abzug der bei Transport und Prozess benötigten Energie werden sie als CO2-neutral eingestuft. European Bioplastics, die Interessenvertretung der europäischen Bio-Kunststoffindustrie, hat errechnet, wie hoch die Einsparung während des gesamten Lebenszyklus ist: Demnach reduziert sicht der CO2-Ausstoß von Verpackungsmaterial auf der Basis von erneuerbaren Rohstoffen im Vergleich zu gebräuchlichen Kunststoffen je nach Material und Anwendung um bis zu 70 Prozent.

Kunststoff auf Mineralölbasis belastet die Umwelt
Die biologische Abbaubarkeit der neuen Stoffe könnte dabei ein schwerwiegendes Problem lösen: Erdölbasiertes Plastik, das genauso schnell weggeworfen wie produziert wird, bekommt man nicht so schnell los. Im Gegenteil: Plastiktüten, Flaschen und anderes Verpackungsmaterial schwimmt in großen Mengen mitten in den Ozeanen. In den herumtreibenden Kunststoffschnüren und Netzen verfangen sich Meerestiere oder sie fressen die Plastikteile. Eine Million Seevögel, 100.000 Meeressäuger und unzählige Fische verenden so, schätzt die Unep, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen. Zwei Beispiele: Als 54 Mittelmeer-Schildkröten tot bei einem Raubfischer beschlagnahmt wurden, fanden Biologen der Universität Valencia im Magen von 43 der Tiere Plastikteile, die sie nicht ausscheiden konnten. Und Greenpeace meldet, dass zwei von fünf Albatrossküken sterben, weil die Eltern sie mit Plastikteilen füttern. Nach dem Tod der Tiere, wird der Kunststoff im Zweifel mit den Kadavern erneut gefressen.

Die Müllmenge im Meer wächst von Jahr zu Jahr, weil konventionelle Kunststoffe nur langsam zerfallen – einige erst in 450 Jahren. Kurios und erschreckend zugleich: Beständige Meeresströmungen schwemmen den Plastikmüll von den Rändern des Pazifiks in ein Gebiet zwischen Hawaii und Kalifornien, wo ein Müllteppich von der Größe Zentraleuropas entstand. Bis in 30 Meter Tiefe wirbeln die Teilchen. "Im nächsten Jahrzehnt wird sich ihre Zahl verzehnfachen. Dann treiben an der Oberfläche des Pazifiks mehr Mikroplastikpartikel als Plankton", sagt der amerikanische Meeresforscher Charles Moore, der die pazifische Müllwüste untersucht hat. Eine Wende kann wohl nur gelingen, wenn die Industrie künftig Kunststoffe einsetzt, die in der Natur schnell in unbedenkliche Materialien zerfallen. Letztlich zerbröselt auch heutiges Plastik zu mikroskopisch kleinen Teilchen. Forscher der Universität Plymouth fanden sie in allen Sandproben, die sie an britischen Stränden sammelten. Ebenso liegen sie allenthalben am Meeresboden, wo Kleinlebewesen sie aufnehmen, bis diese selbst gefressen werden. Über die Nahrungskette gelangt das Material bis zum Menschen – mit unbekannten Folgen. Perfide: Plastikteile ziehen im Meer wie ein Schwamm dort treibende Giftstoffe an – auch hormonartige Substanzen aus eingeleiteten Abwässern.



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  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.


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