Startseite
Facebook - ÖKO-TEST gefällt mir
Twitter @oekotest
Google+
YouTube
Mobile Webseite aufrufen
oekotest.de: RSS-Feed

 
Startseite
 
 
KinderKosmetikGesundheitBauenErnährungGeldFreizeit

Übersicht Bauen / Wohnen / Renovieren
Themen aus dem Archiv
Anfang Eine Seite zurück Seite 11/11 Letzte Seite Ende
22. Dezember 2011
Erneuerbare Energien
Bio-Gas
Bio-Gas

Wie sieht es mit Energiebilanz und Geruchsentwicklung aus?

Eine ordnungsgemäß funktionierende Bio-Gas-Anlage stinkt nicht. Im Gegenteil: Die Gärprodukte riechen nicht annähernd so intensiv wie die Gülle, die als Rohstoff in der Bio-Gas-Anlage verarbeitet wird.
Foto: sykicktb/sxc


Verbrauchen Bio-Gas-Anlagen mehr Energie als sie bereitstellen?
Eine Bio-Gas-Anlage ist kein Perpetuum mobile, sie verbraucht Energie. Um zu errechnen, ob mehr Energie verbraucht als erzeugt wird, ist die gesamte Prozesskette zu berücksichtigen. Anhand von drei Bio-Gas-Anlagen in Südhessen wurde dies für eine wissenschaftliche Studie der Universität Gießen durchgeführt. In die Verbrauchsermittlung wurde unter anderem der Dieselverbrauch der Traktoren aufgenommen, der Aufwand für Transporte des Substrats, der Eigenstrombedarf der Anlage, aber auch die Energie, die für die Produktion der Baustoffe benötigt wurde. Das Ergebnis: Der sogenannte "Erntefaktor" betrug 4,5. Das bedeutet, dass die Anlage etwa 4,5-mal mehr an erneuerbarer Energie produziert, als sie an fossiler Energie verbraucht. Laut Fachverband Bio-Gas liegt der maximal mit Bio-Gas mögliche Erntefaktor bei sechs. Der Einsatz von Abfall- und Reststoffen verbessere die Energiebilanz noch weiter.

Trifft es zu, dass Bio-Gas-Anlagen stinken und ihre Gärprodukte die Umwelt belasten?
Wenn es stinkt, ist was faul. Eine ordnungsgemäß funktionierende Bio-Gas-Anlage stinkt nicht. Im Gegenteil: Die Gärprodukte riechen nicht annähernd so intensiv wie die Gülle, die als Rohstoff in der Bio-Gas-Anlage verarbeitet wird. Sie können als Dünger auf den Acker ausgebracht werden; dabei bieten sie sogar den Vorteil, dass sie Nährstoffe besser an die Kulturpflanzen abgeben. Weiterer Mehrwert: Es kann Handelsdünger gespart werden. Laut dem Fachverband Bio-Gas sind Geruchsbelästigungen nur dann möglich, wenn Bio-Masse vor oder nach dem Prozess nicht sachgerecht gelagert wird oder schlecht vergorenes Material auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht wird.

Eine 2010 veröffentlichte Studie des Karlsruher Instituts für Technologie im Auftrag des Umweltministeriums Baden-Württemberg thematisiert allerdings erhebliche Probleme bei Anlagen, in denen Energiemais in starkem Maße oder gar ausschließlich als Substrat zum Einsatz kommt. In deren Gärresten sammeln sich demnach reaktive und leicht abbaubare Stickstoffverbindungen. Im Gärrestelager und auf dem Feld wird dann unter anderem übel riechendes und giftiges Ammoniakgas frei. Die Verringerung dieser Freisetzungen stelle derzeit eine besondere technische Herausforderung dar, heißt es in der Studie. Die Autoren empfehlen, mehr Gülle und Reststoffe für die Bio-Gas-Produktion zu nutzen.

Verursacht der Betrieb einer Bio-Gas-Anlage mehr Verkehr?
Je größer die Anlage, desto stärker die Verkehrsbelastung. Den Rekord hält der Bio-Gas-Park Penkun in Mecklenburg-Vorpommern. Hier wurden 40 Kraftwerke mit je fünf Megawatt Leistung errichtet. Ihr Hunger nach Rohstoffen beeindruckt: Um mehr als 800 Tonnen Maissilage für den Volllastbetrieb anzuliefern, müssen laut der Planung für das Projekt täglich über 30 Lastwagen anrollen. Im Normalfall ist eher davon auszugehen, dass sich das Verkehrsaufkommen im Rahmen des üblichen landwirtschaftlichen Verkehrs bewegt. Wesentlich für die Akzeptanz bei den Nachbarn einer Bio-Gas-Anlage ist ein tragfähiges Logistikkonzept. Dieses legt fest, wo gefahren wird und welche Bereiche zu umgehen sind. Zum professionellen Management einer Anlage gehören zudem weitere Vereinbarungen mit Anwohnern. Beispielsweise sollte besprochen werden, bis wann nachts Anlieferungen möglich sind und wo die Fahrzeuge besonders langsam fahren sollten.

( oet )





Inhaltsverzeichnis

Anfang Eine Seite zurück Seite 11/11 Letzte Seite Ende


Flattr this
Hier können Sie unsere Arbeit freiwillig unterstützen:
Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.


Mehr Artikel zu diesem Themengebiet
Testbericht
Blumenerde, leichte: Mangelerscheinungen
Testbericht
Weiße Wandfarben: Auf einen Streich
Testbericht
Gartenschläuche: Knick in der Leitung
Testbericht
Mittel gegen Blattläuse: Mittel gegen Blattläuse
Testbericht
Mittel gegen Blattläuse: Es krabbelt
Testbericht
Gartendünger: Schadstoffe inklusive
Testbericht
Mittel gegen Vorratsschädlinge: Das große Krabbeln
Testbericht
Ameisenbekämpfungsmittel: Es krabbelt
Testbericht
Standmixer: Gemischte Gefühle
Testbericht
Elektrotacker: In Klammern

Energiesparende Haushaltsgeräte: Die weißen Spardosen
Bauschäden im Inneren: Nicht an die Decke gehen!
In der Luft: Gift in den eigenen vier Wänden
Bauschäden "Außenputz": Auf den Putz hauen
Kamin- und Kachelöfen: Der Countdown läuft

Leserfrage: Gartenmöbel aus Polyrattan
Leserfrage: Waschmaschinen müssen keine Mindesttemperatur erreichen
Leserfrage: Bettdecke raschelt
Leserfrage: Verbrennen von Altholz
Leserfrage: Rohstoffe sparen
 Bauen / Wohnen / Renovieren
TestberichteNachwirkungenThemenNewsLeserfragen
Online-ShopGewinnspielHefteServiceImpressum
ÖKO-TEST Juni 2016
 News
+ + + 17. Mai 2016 + + +
Großer Anreiz: Um das Ziel von 14 Prozent erneuerbarer Energien bis 2020 zu erreichen, werden Maßnahmen finanziell gefördert. 2015 gingen 14,8 Prozent mehr Anträge als 2014 ein. Die für Wärmepumpen haben sich sogar verdreifacht. » News lesen
+ + + 11. April 2016 + + +
Gefragt - geantwortet: Regionale Produkte liegen im Trend. Sollte man sich deshalb auch für regionale Stromanbieter entscheiden? Oder doch eher auf Öko-Stromanbieter setzen? » News lesen
+ + + 29. März 2016 + + +
Die große Frage: Im Allgemeinen beträgt die gesetzliche Gewährleistungsfrist für Solaranlagen zwei Jahre. Für Bauwerke verjähren jedoch nach § 438 BGB Mängelansprüche erst nach fünf Jahren. » News lesen
+ + + 22. März 2016 + + +
Verbraucher haben vielerorts keine Möglichkeit, Energiesparlampen, Bauschaumdosen und andere schadstoffhaltige Abfälle ordnungsgerecht zu entsorgen. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Umwelthilfe. » News lesen
» mehr News anzeigen


Tweets von @oekotest


 Aktuelle Themen
Holzlasuren für innen und außen
Holzlasuren für innen und außen - Menschen, die allergisch auf Isothiazolinone oder Terpene reagieren, sollten auf der Hut sein, da die Lasuren Allergien hervorrufen können. Weniger empfindlich reagierende Verbraucher können jedoch unter einigen „sehr guten“ und „guten“ Produkten wählen. » Artikel lesen
Strom vom eigenen Balkon
Strom vom eigenen Balkon - Wer Solarenergie erzeugen will, muss kein Hausbesitzer sein: Mit handlichen Photovoltaik-Modulen lassen sich Balkone und Terrassen zu Minisolarkraftwerken aufrüsten. Was steckt dahinter? » Artikel lesen
Energieeffiziente Haushaltsgeräte
Energieeffiziente Haushaltsgeräte - Sie fehlen in kaum einem Haushalt: Kühl- und Gefrierschränke, Wasch- und Spülmaschinen sowie Wäschetrockner. Beim Neukauf lohnt es sich, in energiesparende Geräte zu investieren. Die geringeren Strom- und Wasserkosten finanzieren die Investitionen. » Artikel lesen
Fototapeten
Fototapeten - Fototapeten liegen wieder im Trend - doch das aufkleben will gelernt sein. Die meisten Testprodukte tummeln sich im Mittelfeld. Zwischen den Wertungen "gut" und "ungenügend" war alles vertreten. » Artikel lesen
» mehr Themen anzeigen

  An den Seitenanfang gehen
ÖKO-TEST vorbeugender Verbraucherschutz seit 1985 - unabhängig, objektiv, wissenschaftlich
ÖKO-TEST Juni 2016
ÖKO-TEST Juni 2016

Preis: 4.50 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
» Abo / ePaper
Das Rund ums Haus-Super-Paket
Das Rund ums Haus-Super-Paket

Preis: 24.80 €

» Paket kaufen
Ratgeber Bauen
Ratgeber Bauen

Preis: 7.50 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Das Kleinkinder-Super-Paket
Das Kleinkinder-Super-Paket

Preis: 24.80 €

» Paket kaufen
Spezial Baby
Spezial Baby

Preis: 5.80 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Jahrbuch Kleinkinder 2016
Jahrbuch Kleinkinder 2016

Preis: 9.80 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Bereiche & Rubriken
Kinder / Familie
Kosmetik / Mode
Gesundheit / Medikamente
Bauen / Wohnen
Essen / Trinken
Geld / Versicherung
Freizeit / Technik / Tiere


Aktuelles
Hefte im Überblick
Neueste Tests
ÖKO-TEST Verlag
Wir über uns
Kontakt
Impressum
Jobs bei ÖKO-TEST
Fragen zu ÖKO-TEST
Label-Verstöße
Unsere Testverfahren
Investor Relations


Presse
Presse / Handel
Unsere Services
Datenschutz
Service
Newsletter
RSS Feed
Media
Mediadaten
ÖKO-TEST Label
MUM Kundenzeitung


social media
Gewinnspiel
facebook
twitter
google +
Forum


Online-Shop
Neue Hefte im Shop
Print-Abo
ePaper-Abo
ePaper-Ausgaben
Sparpakete
ARCHIV DVD



© ÖKO-TEST Verlag GmbH, Frankfurt am Main