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27. Oktober 2011
Vielmehr als nur Baumwolle
Seide
Seide

Wärmt bei Kälte und kühlt bei Hitze

Die feinste und wertvollste Seide wird seit Jahrtausenden aus den Kokons seidenspinnender Insekten gewonnen.
Foto: Dieter Schütz/pixelio.de


Der feinste und wertvollste natürliche Faden wird seit Jahrtausenden aus den Kokons seidenspinnender Insekten gewonnen. Damit die Raupe beim Schlüpfen den festen, taubeneigroßen Kokon nicht zerbeißt, werden die Insekten vorher mit heißem Dampf getötet. In kochendem Wasser löst sich der Seidenbast, der den Kokon verklebt hat - nun kann der lange feine weiße Seidenfaden abgewickelt werden. Weniger brutal geht es bei der Gewinnung von Wildseide zu: Die Kokons werden in der Regel nach dem Ausschlüpfen der Schmetterlinge eingesammelt. Weil dadurch kein langer Faden gewonnen werden kann, hat die Wildseide (zum Beispiel die Tussahseide) eine unregelmäßigere Optik und ist etwas schwerer. Jährlich werden etwa 125.000 Tonnen Rohseide hergestellt - das meiste davon in China. Auch Indien, Usbekistan und Brasilien sind wichtige Erzeugerländer. Ganz unproblematisch sind die Importe allerdings nicht: So kann das feine Tuch mit Antischimmelmitteln behandelt sein. Bunte Stoffe können mit - in der EU verbotenen - Azo-Farben gefärbt sein. Bei pflanzengefärbten oder weißen Seidenstoffen sind solche Schadstoffe aber nicht zu befürchten. Echte Seide wirkt temperaturausgleichend, das heißt sie wärmt bei Kälte und kühlt bei Hitze. Seide kann etwa 30 Prozent ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Ihre glatte Oberfläche macht sie schmutzabweisend und relativ unempfindlich gegen Gerüche. Dank ihrer Geschmeidigkeit ist Seide ideal für Unterwäsche sowie für sommerliche Oberbekleidung.



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Inhaltsverzeichnis

» Übersicht
» Baumwolle - Die meist verwendete Naturfaser
» Seide
» Leinen und Ramie - Fein wie Baumwolle, aber reißfester
» Wolle, Shahtoosh-Wolle und Angora - Kuschelig warm
» Brennnessel - Nicht für den breiten Markt
» Hanf - Kühlend wie Leinen
» Pappelflaum - Kommt ohne Pestizide und Düngemittel aus
» Bambus - Sehr sprödes Material
» Kapok - Lange Zeit nur Füllmaterial
» Bananenfasern - Für die Industrie noch nicht interessant

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.


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