Jeder kennt das beliebte Sprichwort "an apple a day keeps the doctor away". Über 30 Vitamine und Spurenelemente, 100 bis 180 Milligramm Kalium und viele andere wertvolle Mineralstoffe wie Phosphor, Kalzium, Magnesium oder Eisen trägt ein durchschnittlich großer Apfel in und unter seiner Schale.
Die Vitamine - allen voran Vitamin C - kombiniert mit sekundären Pflanzenstoffen, die in winzigen Mengen, dafür aber sehr effektiv wirken, hemmen schädliche Oxidationsprozesse im Körper. Die Ballaststoffe Pektin und Zellulose sind bei der Abfuhr von "Giftmüll" behilflich. Pektin quillt im Darm und nimmt dabei unliebsame Stoffe sowie Bakterien auf und transportiert sie aus dem Körper heraus. Das funktioniert besonders gut, wenn der Apfel gerieben ist.
Das gesunde Potenzial verschiedener Apfelsorten haben Wissenschaftler des Kompetenzzentrums Gartenbau in Ahrweiler und des Instituts für Gartenbauwissenschaften der Universität Bonn untersucht. Sie fanden heraus: Alte Apfelsorten sind reich an antioxidativ wirkenden Phenolen und an Vitamin C. Doch die modernen und zur Zeit beliebten Sorten Jonagold, Braeburn, Gala und Topaz stehen mit ihrem Gesundheitswert auch gut da.
Forscher der Cornell-Universität in New York haben im Reagenzglas zudem den antioxidativen Effekt von frischen Äpfeln mit dem von Vitamin-C-Pillen verglichen. Das Ergebnis: 100 Gramm Apfel mit rund 20 Milligramm Vitamin C waren so wirkungsvoll wie Tabletten mit sehr hohen Dosierungen von 1.500 Milligramm reinem Vitamin C. Denn ein Apfel enthält neben Vitamin C auch größere Mengen an sekundären Pflanzenstoffen, die ebenfalls antioxidativ wirken. Er ist somit gesünder als eine Vitamin-C-Tablette.
TippDer Vitamin-C-Gehalt in der Schale ist 2,5- bis sechsfach höher als im Inneren des Apfels. Vor allem für Bio-Äpfel gilt deshalb: Besser mit Schale essen. Das erhöht auch den Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen. Für alle Äpfel gilt: Gründlich waschen und mit einer Gemüsebürste abputzen.
Sowohl Vitamingehalte als auch die Gehalte an sekundären Pflanzenstoffen sind von Sorte zu Sorte und je nach Erntezeitpunkt und Lagerbedingungen sehr unterschiedlich. Um möglichst viel gesunde Vitalstoffe zu tanken, empfiehlt es sich, die Apelsorte ab und zu zu wechseln.
Der Apfel ist ein altes HausmittelDank seiner wertvollen Inhaltsstoffe ist der Apfel ein gutes Hausmittel. Ein mit Schale geriebener Apfel hilft bei Durchfall. Mit einem gekochten Apfel kann man eine Verstopfung lindern. Hals- und Rachenentzündungen lindert ein Glas heißes Wasser mit 1 EL Honig und 1 TL Apfelessig, das man schluckweise trinkt. Oder man isst einen gebratenen Apfel mit Honig – das soll bei Heiserkeit helfen. Ein Apfel vor dem Schlafengehen wiederum verhindert Schlafstörungen, ein Apfel am Morgen hilft beim Wachwerden. Schwangerschaftsübelkeit am Morgen können durch das Essen eines Apfels vor dem Aufstehen vermieden bzw. gemindert werden. Wer nervös ist, sollte sich Apfeltee zubereiten: Einfach einen ungeschälten Apfel in Scheiben schneiden, mit kochendem Wasser übergießen und zwei Stunden ziehen lassen.
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Nägel im Apfel
Frage: Kann ich meinen Eisenspiegel erhöhen, wenn ich Äpfel esse, in die ich vorher rostige Nägel gesteckt habe?
Antwort: Tatsächlich kann die Säure des Apfels Eisensalze aus einem Nagel lösen. Trotzdem kann man nur davon abraten zu versuchen, auf diese Weise eine Eisen-Unterversorgung in den Griff zu bekommen. Zum einen kann die Menge Eisen kaum dosiert werden, zudem kann Eisen in größeren Mengen schädlich sein. Zum anderen wissen Sie nie, ob im Nagel neben Eisen nicht auch andere, möglicherweise schädliche Metalle, etwa Blei, stecken. Besser, Sie greifen nach Rücksprache mit Ihrem Arzt zu einem genau dosierten Eisenpräparat.
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» Apfel gleich Apfel? - Die kleine Sortenkunde
» Ein gesunder Snack» Lagerung - Wie bleiben Äpfel frisch?
» Rückstände - Wie sehr sind Äpfel mit Schadstoffen belastet?