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Knete
Her mit der Knete
Knete

Kneten schult bei Kindern die Motorik und Vorstellungskraft - toll, dass ein so sinnvolles Spielzeug auch noch Spaß macht. Und nicht nur das: Im Schadstofftest haben die meisten Produkte richtig gut abgeschnitten.

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Knete ist das ideale Spielmaterial. Sie kostet wenig, regt die Fantasie an, und die kreativen Möglichkeiten damit sind schier unerschöpflich. Bereits Kleinkinder ab zwei Jahren trainieren beim Kneten unbewusst ihre Wahrnehmung, wenn sie fühlen, wie die Masse unter den Fingern nachgibt, sich verformt und in Stücke teilen lässt.

Bei den Kleinsten wandert ab und zu auch mal ein Knetkügelchen in den Mund. Umso mehr fragen sich Eltern: Was ist da eigentlich drin? Ein Blick auf die Verpackung bringt wenig. Denn ausgerechnet bei einem sensiblen Produkt wie Spielzeugknete müssen die Inhaltsstoffe nicht angegeben werden. Und freiwillig wollen die Hersteller ihre Rezepturen nicht preisgeben. "Die genaue Zusammensetzung ist natürlich ein streng gehütetes Geheimnis", schreibt beispielsweise Becks Plastilin auf seiner Homepage.

Man weiß aber im Groben, dass dauerplastische (weich bleibende) Kneten größtenteils aus Wachsen, Kartoffelstärke oder Kreide bestehen. Die etwas leichter formbare Softknete härtet nach einiger Zeit an der Luft aus. Neben Zutaten wie Salz, Mehl oder Stärke enthält sie auch Wasser und muss daher konserviert werden.

ÖKO-TEST wollte wissen, ob gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe den Spaß am Kneten verderben, und hat die Inhaltsstoffe von zwölf Produkten im Labor gründlich durchchecken lassen.

Das Testergebnis

Knete ist und bleibt ein überwiegend gutes Spielzeug. Wie bereits in unseren zurückliegenden Knetetests sind die meisten Produkte kaum oder gar nicht mit Schadstoffen belastet. Zehn von zwölf Knetesets können wir uneingeschränkt empfehlen, allerdings sind auch zwei "mangelhafte" dabei.

Ein Problem ist die Konservierung der Knetmassen. In der Play-Doh Schul-Knete des Spielzeugriesen Hasbro und in der SES Creative Eco Knete wurden Formaldehyd/-abspalter nachgewiesen. Formaldehyd ist ein krebsverdächtiger Stoff, der schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizt und Allergien auslösen kann. Ausgerechnet Anbieter SES, der mit dem Namenszusatz "Eco" wirbt, setzt das chemische Konservierungsmittel Bronopol ein. Bronopol ist eine halogenorganische Verbindung, die zudem noch Formaldehyd abspaltet. Der Hersteller kündigt uns seit Jahren an, die Konservierung zu verändern.

Die Farben der untersuchten Knetmassen sind durchweg in Ordnung. Verbotene aromatische Amine oder andere allergieauslösende Stoffe, die häufig zum Färben eingesetzt werden, haben die beauftragten Labore nicht gefunden. Auch giftige Schwermetalle sind kein Problem.

So reagierten die Hersteller

Hersteller Hasbro schrieb uns, dass "für Play-Doh noch nie ein Formaldehyd/-abspalter zur Konservierung verwendet wurde". Das verwendete Konservierungsmittel Natriumbenzoat sei ein auch in Lebensmitteln häufig verwendeter Stoff.

Wir haben im Rahmen der Aktualisierung dieses Tests das Produkt erneut auf Formaldehyd/-abspalter testen lassen. Wie schon in vorigen Tests wies das beauftragte Labor mehr als 10 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) Formaldehyd/-abspalter nach. Dass solche Mengen vermeidbar sind, zeigen die meisten anderen Kneten im Test.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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