Startseite
Facebook - ÖKO-TEST gefällt mir
Twitter @oekotest
Google+
YouTube
Mobile Webseite aufrufen
oekotest.de: RSS-Feed

 
Startseite
 
 
KinderKosmetikGesundheitBauenErnährungGeldFreizeit

Übersicht Gesundheit / Medikamente / Erholung
Testberichte aus dem Archiv
Jahrbuch Kleinkinder 2017
Test
Allergiemittel
Erste Hilfe
Allergiemittel

Sobald die ersten Pollen fliegen, droht Allergikern Ungemach. Bei akuten Beschwerden helfen nur Medikamente. Wir haben mehr als 50 Mittel für Augen, Nase oder zum Einnehmen unter die Lupe genommen.

Jahrbuch Kleinkinder 2017
» Produkte anzeigen (53)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ J1701 ] anzeigen» Heft / ePaper im Shop anzeigen

Während die meisten Menschen voller Elan dem Frühling entgegenblicken, ist die Vorfreude bei einem Teil der Bevölkerung getrübt. Spätestens im März wird es ernst für Pollenallergiker - der Übergang von der Grippe- zur Heuschnupfensaison ist oft fließend. Erste Hilfsmittel bei laufenden Nasen und entzündeten Augen sind sogenannte Antihistaminika. Sie bremsen die allergische Reaktion, indem sie Andockstellen (Rezeptoren) für den entzündungsfördernden Botenstoff Histamin an den Zellen blockieren. Das mildert die Beschwerden aber nicht vollständig, weil auch noch andere Botenstoffe allergische Symptome auslösen.

Wir haben die Wirkstoffe von 18 Augentropfen, 27 Mitteln zum Einnehmen und acht Nasensprays bezüglich ihrer Studienlage begutachten lassen und zudem überprüft, ob sie problematische Hilfsstoffe enthalten.

Das Testergebnis

Große Unterschiede bei den frei verkäuflichen Mitteln: Besonders viele "sehr gute" Noten gibt es für Mittel zum Einnehmen. Genau hinschauen sollten Allergiker bei Augentropfen und Nasensprays: Die meisten enthalten problematische Konservierungsmittel.

20 von 27 Allergiemitteln zum Einnehmen schneiden mit der Note "sehr gut" ab. Sie enthalten moderne Wirkstoffe, sogenannte Antihistaminika der zweiten Generation (Cetirizin oder Loratadin). Auch die Antihistaminika der ersten Generation wirken gut, machen aber so müde, dass man nach der Einnahme nicht mehr Auto fahren darf. Deshalb gelten Wirkstoffe wie Clemastin oder Dimetinden als überholt. Hersteller Novartis verwendet sie weiterhin - wir ziehen zwei Noten ab. Noch weniger empfehlen können wir die Kombination des Wirkstoffs Cetirizin mit abschwellend wirkendem Pseudoephedrin. Während eine lokale Anwendung in Nasensprays akzeptabel wäre, kann die Einnahme per Tablette die Herzfrequenz steigern, Angst, Unruhe und Schlafstörungen erzeugen. Der Einsatz von Pseudoephedrin in Allergiemitteln ist eindeutig "zu viel des Guten" und grundsätzlich mit einem schlechten Nutzen-Risiko-Verhältnis behaftet. Weitere Abzüge gibt es für einige Mittel zum Einnehmen wegen der verwendeten Hilfsstoffe: Mehrere Produkte enthalten den Konservierungsstoff Propylparaben (Propyl-4-hydroxybenzoat), der in Lebensmitteln und in Produkten für die Windelregion von Kleinkindern nicht mehr zugelassen ist.

Mehr als die Hälfte der Mittel zum Tropfen oder Sprühen fällt mit "ausreichenden" bis "ungenügenden" Noten ab. Das liegt allerdings nicht an den Wirkstoffen: Neben modernen Antihistaminika wie Azelastin und Levocabastin kommen die gut verträglichen Wirkstoffe Cromoglicinsäure und Lodoxamid zum Einsatz, die zur Vorbeugung und Dauertherapie von Heuschnupfen und allergischer Bindehautentzündung geeignet sind. Diese Mittel wirken nicht sofort, sondern sollten bereits 14 Tage vor dem Pollenflug regelmäßig, meist drei- bis viermal täglich, angewendet werden und eignen sich eher bei leichten bis mittleren Beschwerden. Das Glucocorticoid Beclometason vermindert die entzündliche Reaktion des Gewebes und reduziert die Schleimbildung. Glucocorticoide sind laut Experten für die symptomatische Behandlung von Allergien unverzichtbar. Jedoch setzt die Wirkung auch erst nach einigen Tagen ein. Eine Daueranwendung als Nasenspray kann die Nasenschleimhäute austrocknen, auch Nasenbluten kommt vor.

Etliche Augentropfen und Nasensprays enthalten Benzalkoniumchlorid, einen Konservierer, der die Schleimhäute reizt und selbst allergisierend wirkt.

Weitere Hilfsstoffe in den Nasensprays und Augentropfen, die wir abwerten: PEG/PEG-Derivate - sie können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen. Die Substanz Natriumedetat kritisieren wir ebenfalls, sie kann unter Umständen Zellmembranen verändern.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



Mehr Artikel zu diesem Themengebiet
Testbericht
Zahnspangenmaterialien: Auf den Zahn gefühlt
Testbericht
Faszienrollen: Faszinierend?
Testbericht
Vitamin- und Eisenpräparate für Schwangere
Testbericht
Fiebermittel / Schmerzmittel: Neue Erkenntnisse
Testbericht
Stilltees: Still und leise
Testbericht
Fitness-Apps: Mobile Vorturner
Testbericht
Warzenmittel: Verätzt, vereist, verschwunden?
Testbericht
Fieberthermometer: Heiß, heißer, am heißesten
Testbericht
Verdauungsmittel mit Artischocke: Pupsig
Testbericht
Venenmittel: Beinfreiheit

Der Arzt bittet zur Kasse: Das Geschäft mit den IGeLs
PROZESS: ÖKO-TEST gewinnt Prozesse um Labelmissbrauch
Die populärsten Gesundheitsirrtümer
Gesundheitsseiten im Internet: Per Klick zum Arzt
Die Galle : Ein bitterer Saft

Leserfrage: Sheabutter enthält keine allergieauslösenden Proteine
Leserfrage: Abgelaufene Medikamente entsorgen
Leserfrage: Zahnreparatur in Eigenregie keine gute Idee
Leserfrage: Viel Schweiß, kein Preis
Leserfrage: Medikamente für Veganer und Vegetarier


 Gesundheit / Medikamente / Erholung
TestberichteNachwirkungenThemenNewsLeserfragen
Online-ShopGewinnspielHefteServiceImpressum
ÖKO-TEST Mai 2017
 
Tests
Neueste Testberichte
 News
+ + + 11. April 2017 + + +
Gefragt – geantwortet: Stimmt es, dass Menschen mit Bluthochdruck besser nicht in die Sauna gehen sollten? » News lesen
+ + + 17. Februar 2017 + + +
Pflege und Betreuung: Die Onlineplattform Pflegix will Hilfe aus einer Hand anbieten. ÖKO-TEST hat nachgefragt. » News lesen
+ + + 16. Februar 2017 + + +
Ab Juli 2018 sollen Zahnfüllungen für Kinder und Schwangere kein Amalgam mehr enthalten. Zahnärzte sollten es wegen des giftigen Quecksilbers nur noch in Ausnahmefällen einsetzen, rät die EU-Kommission. » News lesen
+ + + 09. Februar 2017 + + +
Psilocybin soll Tumorpatienten, die unter psychischen Problemen leiden, neue Hoffnung geben. Auf die Wirkung der hallozinogenen Substanz in sogenannten "Magic Mushrooms" deuten zwei doppelblinde, Placebo-kontrollierte Studien aus den USA hin. » News lesen
» mehr News anzeigen


Tweets von @oekotest


 Aktuelle Themen
Milbensprays
Milbensprays - Immernoch kann man nicht klar sagen, dass Milbensprays unter realen Bedingungen tatsächlich zuverlässig wirken. Davon abgesehen können manche Wirkstoffe Allergikern zusetzen - 13 Milbensprays standen im Test. » Artikel lesen
Warzenmittel
Warzenmittel - Einen vollen Erfolg kann man von keinem Warzenmittel erwarten - doch bei den 17 getesteten Warzenmitteln waren immerhin manche besser erprobt als andere. Davon können wir fünf Mittel mit Salicylsäure und dem Testurteil "gut" weiter empfehlen. » Artikel lesen
Mittel gegen Reisekrankheiten
Mittel gegen Reisekrankheiten - 20 getestete Mittel hatten wir gegen Reisekrankheiten im Test. Es gab drei "gute" Ergebnisse, die meisten Produkte befanden sich im Mittelwert. Auch zwei "mangelhafte" Produkte waren darunter. » Artikel lesen
Vitamin- und Eisenpräparate für Schwangere
Vitamin- und Eisenpräparate für Schwangere - Es befinden sich bis zu zwölf Vitamine und neun Mineralstoffe in einer einzigen Pille. Doch die meisten Inhaltsstoffe sind überflüssig, zumal sogar bedenklich. Kein einziges der 22 getesteten Produkte ist uneingeschränkt empfehlenswert. » Artikel lesen
» mehr Themen anzeigen

  An den Seitenanfang gehen
ÖKO-TEST vorbeugender Verbraucherschutz seit 1985 - unabhängig, objektiv, wissenschaftlich
ÖKO-TEST Mai 2017
ÖKO-TEST Mai 2017

Preis: 4.50 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
» Abo / ePaper
Das Rund ums Haus-Super-Paket
Das Rund ums Haus-Super-Paket

Preis: 24.80 €

» Paket kaufen
Ratgeber Bauen 2017
Ratgeber Bauen 2017

Preis: 7.50 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
ÖKO-TEST Archiv DVD 2016
ÖKO-TEST Archiv DVD 2016

Preis: 19.80 €

» DVD kaufen
Das Kleinkinder-Super-Paket
Das Kleinkinder-Super-Paket

Preis: 29.80 €

» Paket kaufen
Jahrbuch Kleinkinder 2017
Jahrbuch Kleinkinder 2017

Preis: 9.80 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Bereiche & Rubriken
Kinder / Familie
Kosmetik / Mode
Gesundheit / Medikamente
Bauen / Wohnen
Essen / Trinken
Geld / Versicherung
Freizeit / Technik / Tiere


Aktuelles
Hefte im Überblick
Neueste Tests
ÖKO-TEST Verlag
Wir über uns
Kontakt
Impressum
Jobs bei ÖKO-TEST
Fragen zu ÖKO-TEST
Label-Verstöße
Unsere Testverfahren
Investor Relations


Presse
Presse / Handel
Unsere Services
Datenschutz
Service
Newsletter
RSS Feed
Media
Mediadaten
ÖKO-TEST Label
MUM Kundenzeitung


social media
Gewinnspiel
facebook
twitter
google +
Forum


Online-Shop
Neue Hefte im Shop
Print-Abo
ePaper-Abo
ePaper-Ausgaben
Sparpakete
ARCHIV DVD



© ÖKO-TEST Verlag GmbH, Frankfurt am Main