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Jahrbuch Kleinkinder 2017
Test
Schokomüsli
Hallo, meine Süßen!
Schokomüsli

Einst als gesunde Mahlzeit aus der Taufe gehoben, folgen Müslis längst dem Trend vieler Frühstückscerealien: Sie werden zur Süßigkeit aufgepeppt. Im Test fallen fast alle Schokomüslis mit einem hohen Zuckergehalt auf.

Jahrbuch Kleinkinder 2017
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Wenn sich die weiße Milch über die braunen Schokostückchen ergießt, beginnt manch ein Morgenmuffel, egal ob groß oder klein, zu strahlen. Andere am Frühstückstisch rümpfen verständnislos die Nase: Schokolade im Müsli - was soll das? Nicht nur Schokolade und Zucker sorgen für Kalorien. Häufig enthalten Schokomüslis auch noch zusätzliche Fette und Öle - insbesondere die Knuspervarianten, in denen die Getreide mit Öl, Fett, Honig oder Zucker zu Klumpen vermischt gebacken werden. Diese erreichen mit 15 bis 24 Prozent Fettgehalt die höchsten Werte; in anderen Schokomüslis liegt der Anteil bei 8 bis 14 Prozent - für Müslis immer noch relativ hoch. Es ist also nur konsequent, wenn die Hersteller ihre Crunchymixe wie eine Süßigkeit als "knusperige Knabberei zwischendurch" anpreisen.

ÖKO-TEST hat zwölf Schokomüslis eingekauft und die Zusammensetzung sowie die Pestizidbelastung untersucht.

Das Testergebnis

Abwertungen gab es vor allem für den Gesamtzuckergehalt, der in 16 von 20 Produkten viel zu hoch liegt. Ab 18 Prozent gibt es Minuspunkte. Ein 50-Gramm-Schälchen Müsli mit dieser Dosis enthält bereits neun Gramm Zucker (das sind drei Stück Würfelzucker) und damit schon zehn Prozent der von der EU definierten Referenzmenge der täglichen Zufuhr. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) fordert, die tägliche Aufnahme von Zucker auf weniger als 50 Gramm zu reduzieren.

Einige Produkte enthalten zugesetzte Aromastoffe. Aromen haben in Lebensmitteln nichts zu suchen, der Geschmack sollte aus den Müslizutaten kommen. Gerade Kinder sollten geschmacklich nicht auf Künstliches gepolt werden.

In zu vielen Produkten analysierten unsere Labore erhöhte Mengen an Mineralöl aus gesättigten Kohlenwasserstoffen (MOSH), in einem Fall war der Wert stark erhöht. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kann MOSH im Körper gespeichert werden und zu Schädigungen der Leber und der Lymphknoten führen. Die Substanz kann über Schmieröle, die bei der maschinellen Ernte oder Produktion eingesetzt wurden, in die Lebensmittel gelangen, oder auch über Verpackungen aus Altpapier oder Plastik auf Mineralölbasis. Eine mögliche Quelle sind aber auch Farben von bedruckten Papier- und Kartonverpackungen. Dieses Problem ist den Herstellern schon länger bekannt, weshalb sie an einer Optimierung der Schutzfolie arbeiten, die die mit einem Umkarton verpackten Müslis zusätzlich umschließt.

Frei von Rückständen an Pestiziden und Wachstumsregulatoren waren die drei Produkte aus biologischem Anbau. In allen anderen fanden die von uns beauftragten Labore zwar jeweils nur Spuren einzelner Pestizide, in einem Fall waren es aber gleich sechs verschiedene. Niemand kann garantieren, dass Mehrfachrückstände harmlos sind. Deshalb wertet ÖKO-TEST auch Spuren ab, wenn fünf oder mehr Wirkstoffe nachgewiesen wurden.

Schoko hin oder her: Wer Müsli isst, erwartet Ballaststoffe. Wegen hoher Getreideflockenanteile mit bis zu 73 Prozent sollten auch Schokomüslis das Kriterium erfüllen, mit dem nach EU-Richtlinie für nährwertbezogene Angaben ein Lebensmittel als "ballaststoffreich" bezeichnet werden darf, nämlich ab einem Gehalt von sechs Prozent. Ein Müsli weist jedoch lediglich einen Anteil von 4,5 Prozent auf: das 3 Pauly Schoko Müsli - ein glutenfreies Allergikerprodukt auf Basis von Cornflakes.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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