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Montagekleber
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Montagekleber

Statt zum Bohrer und Dübel greifen viele Handwerker zu Montagekleber, um Sockelleisten, Schränkchen und Spiegel an die Wand zu bringen. Vier Marken können wir ohne Abstriche empfehlen, eine Reihe von Produkten floppte allerdings in unserem Test.

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Wo früher noch gedübelt und geschraubt wurde, greifen Handwerker und Do-it-yourselfer heute gern zum Montageklebstoff in der Kartusche: Sockelleisten, ein Wandbord oder gar kleine Regale oder Schränkchen, Spiegel, Wandverkleidungen, Blenden und Dekorationselemente werden gern mal so einfach an Wand oder Decke gepappt. Doch wie schon gesagt, ganz so einfach ist das Kleben nicht, weil je nach Untergrund, Material und Randbedingungen manche Kleber besser und andere weniger oder gar nicht geeignet sind. Und weil es vor allem auf die richtige Vorbereitung und Handhabung ankommt. Und weil eine Klebefläche möglicherweise so extrem beansprucht wird, zum Beispiel durch Scherkräfte, dass es ohne technisches Know-how schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist, einen Gegenstand fest und dauerhaft zu kleben.

Deshalb empfehlen Experten auch, im Haushalt nur dort zu kleben, wo keine oder keine allzu großen Kräfte übertragen werden. Sonst ist das Risiko zu groß, dass es zu einem irgendwie gearteten Absturz kommt. Ein weiterer Nachteil: Die Klebeverbindung ist unlösbar. Sollte die Fuge doch versagen, so bleiben zudem Rückstände oder gar Beschädigungen an Wand, Decke oder Boden.

ÖKO-TEST hat in Baumärkten zwölf Montagekleber eingekauft, von denen die Hersteller versprechen, dass sie für viele Materialien und Untergründe geeignet seien. Im Test sind sowohl dispersionsbasierte Kleber als auch sogenannte Hybridpolymere auf Basis von Silicium. Wir wollten wissen, ob sie wirklich lösemittelfrei sind, keine problematischen Stoffe ausgasen und den Heimwerker oder die Wohnung durch weitere bedenkliche Inhaltsstoffe belasten.

Das Testergebnis

Mit den Inhaltsstoffen sind wir meist nicht einverstanden. Ein Produkt erreicht unterm Strich ein "ungenügend"", drei weitere sind kaum besser. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Vier Marken schneiden mit "sehr gut" ab.

In drei elastischen Hybridpolymerklebern setzen die Hersteller Diisononylphthalat (DINP) ein - eine Phthalatverbindung, die zumindest in Spielzeug und Babyartikeln, die in den Mund genommen werden können, verboten ist. Die Verbindung steht in begründetem Verdacht, wie ein Hormon zu wirken; zudem gibt es Hinweise auf weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen. Ebenfalls in drei derartigen Rezepturen hat das Labor deutliche Mengen an zinnorganischen Verbindungen nachgewiesen. Sie können allergische Reaktionen und Reizungen verursachen und in das Immun- und Hormonsystem des Menschen eingreifen, weshalb sie sogar als fortpflanzungsgefährdend und fruchtschädigend eingestuft sind. In zahlreichen Anwendungen sind sie deshalb in hohen Konzentrationen, die über den hier nachgewiesenen Mengen liegen, verboten.

Die positive Nachricht ist, dass alle Montagekleber nahezu lösemittelfrei sind und nichts oder fast nichts ausgast. Nur in der Baumarkt-Eigenmarke Obi fanden sich problematische Ethylenglykole, die möglicherweise die Raumluft belasten und Schleimhäute reizen können.

Mehrfach handelt es sich bei den eingesetzten Konservierern um eine Mischung aus mehreren Isothiazolinonen, darunter der halogenorganischen Verbindung Chlorisothiazolinon (CIT). Zwar wirken alle sensibilisierend; ein besonders hohes Potenzial hat jedoch CIT, das bestätigen die Daten des Informationsverbunds Dermatologischer Kliniken. Eine solche Substanz sollte deshalb nicht mehr verwendet werden. Die Hybridpolymere müssen aufgrund ihrer Rezeptur in der Regel nicht konserviert werden. Unter den wasserbasierten Dispersionsklebstoffen enthalten lediglich der Primaster Montagekleber und der Quick-Mix Montage- & Baukleber keine Konservierungsstoffe. Das schaffen die Hersteller durch ausgewählte Rohstoffe und ein spezielles Vakuumverarbeitungsverfahren.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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