Startseite
Facebook - ÖKO-TEST gefällt mir
Twitter @oekotest
Google+
YouTube
Mobile Webseite aufrufen
oekotest.de: RSS-Feed

 
Startseite
 
 
KinderKosmetikGesundheitBauenErnährungGeldFreizeit

Übersicht Bauen / Wohnen / Renovieren
Testberichte aus dem Archiv
Jahrbuch für 2017
Test
Montagekleber
Einer für alles?
Montagekleber

Statt zum Bohrer und Dübel greifen viele Handwerker zu Montagekleber, um Sockelleisten, Schränkchen und Spiegel an die Wand zu bringen. Vier Marken können wir ohne Abstriche empfehlen, eine Reihe von Produkten floppte allerdings in unserem Test.

Jahrbuch für 2017
» Produkte anzeigen (12)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ J1610 ] anzeigen» Heft / ePaper im Shop anzeigen

Wo früher noch gedübelt und geschraubt wurde, greifen Handwerker und Do-it-yourselfer heute gern zum Montageklebstoff in der Kartusche: Sockelleisten, ein Wandbord oder gar kleine Regale oder Schränkchen, Spiegel, Wandverkleidungen, Blenden und Dekorationselemente werden gern mal so einfach an Wand oder Decke gepappt. Doch wie schon gesagt, ganz so einfach ist das Kleben nicht, weil je nach Untergrund, Material und Randbedingungen manche Kleber besser und andere weniger oder gar nicht geeignet sind. Und weil es vor allem auf die richtige Vorbereitung und Handhabung ankommt. Und weil eine Klebefläche möglicherweise so extrem beansprucht wird, zum Beispiel durch Scherkräfte, dass es ohne technisches Know-how schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist, einen Gegenstand fest und dauerhaft zu kleben.

Deshalb empfehlen Experten auch, im Haushalt nur dort zu kleben, wo keine oder keine allzu großen Kräfte übertragen werden. Sonst ist das Risiko zu groß, dass es zu einem irgendwie gearteten Absturz kommt. Ein weiterer Nachteil: Die Klebeverbindung ist unlösbar. Sollte die Fuge doch versagen, so bleiben zudem Rückstände oder gar Beschädigungen an Wand, Decke oder Boden.

ÖKO-TEST hat in Baumärkten zwölf Montagekleber eingekauft, von denen die Hersteller versprechen, dass sie für viele Materialien und Untergründe geeignet seien. Im Test sind sowohl dispersionsbasierte Kleber als auch sogenannte Hybridpolymere auf Basis von Silicium. Wir wollten wissen, ob sie wirklich lösemittelfrei sind, keine problematischen Stoffe ausgasen und den Heimwerker oder die Wohnung durch weitere bedenkliche Inhaltsstoffe belasten.

Das Testergebnis

Mit den Inhaltsstoffen sind wir meist nicht einverstanden. Ein Produkt erreicht unterm Strich ein "ungenügend"", drei weitere sind kaum besser. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Vier Marken schneiden mit "sehr gut" ab.

In drei elastischen Hybridpolymerklebern setzen die Hersteller Diisononylphthalat (DINP) ein - eine Phthalatverbindung, die zumindest in Spielzeug und Babyartikeln, die in den Mund genommen werden können, verboten ist. Die Verbindung steht in begründetem Verdacht, wie ein Hormon zu wirken; zudem gibt es Hinweise auf weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen. Ebenfalls in drei derartigen Rezepturen hat das Labor deutliche Mengen an zinnorganischen Verbindungen nachgewiesen. Sie können allergische Reaktionen und Reizungen verursachen und in das Immun- und Hormonsystem des Menschen eingreifen, weshalb sie sogar als fortpflanzungsgefährdend und fruchtschädigend eingestuft sind. In zahlreichen Anwendungen sind sie deshalb in hohen Konzentrationen, die über den hier nachgewiesenen Mengen liegen, verboten.

Die positive Nachricht ist, dass alle Montagekleber nahezu lösemittelfrei sind und nichts oder fast nichts ausgast. Nur in der Baumarkt-Eigenmarke Obi fanden sich problematische Ethylenglykole, die möglicherweise die Raumluft belasten und Schleimhäute reizen können.

Mehrfach handelt es sich bei den eingesetzten Konservierern um eine Mischung aus mehreren Isothiazolinonen, darunter der halogenorganischen Verbindung Chlorisothiazolinon (CIT). Zwar wirken alle sensibilisierend; ein besonders hohes Potenzial hat jedoch CIT, das bestätigen die Daten des Informationsverbunds Dermatologischer Kliniken. Eine solche Substanz sollte deshalb nicht mehr verwendet werden. Die Hybridpolymere müssen aufgrund ihrer Rezeptur in der Regel nicht konserviert werden. Unter den wasserbasierten Dispersionsklebstoffen enthalten lediglich der Primaster Montagekleber und der Quick-Mix Montage- & Baukleber keine Konservierungsstoffe. Das schaffen die Hersteller durch ausgewählte Rohstoffe und ein spezielles Vakuumverarbeitungsverfahren.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



Mehr Artikel zu diesem Themengebiet
Testbericht
Fototapeten: Wunschwelten
Testbericht
Akku-Handstaubsauger: Krümelmonster
Testbericht
Geplanter Murks: Schrott lass nach!
Testbericht
Einkaufstrolleys: Rentnervolvo reloaded
Testbericht
Standmixer: Gemischte Gefühle
Testbericht
Silikon-Fugenmassen, Sanitär: Dichtung und Wahrheit
Testbericht
Milbensprays: Tot oder lebendig
Testbericht
Fugenreiniger: Bleib sauber!
Testbericht
Algen- und Grünbelagsentferner: Green Washing
Testbericht
Bratpfannen, antihaftbeschichtet: Pfanntastisch

Labels für Heizungen: Augen auf beim Kesselkauf
Strom vom eigenen Balkon: Minisolaranlagen
Passivhaus vs. Sonnenhaus
Bauschäden im Inneren: Nicht an die Decke gehen!
Öko-Strom: Wechselwillig? Aber wohin?

Leserfrage: Den richtigen Preis mit Handwerkern vereinbaren
Leserfrage: Bilder trotz widerspenstiger Betonwände
Leserfrage: Rostpilzbefall bei Petersilie
Leserfrage: Back to Basics im Bad
Leserfrage: Mehrweg-Aus für 0,5 und 1,5 Liter


 Bauen / Wohnen / Renovieren
TestberichteNachwirkungenThemenNewsLeserfragen
Online-ShopGewinnspielHefteServiceImpressum
ÖKO-TEST April 2017
 
Tests
Neueste Testberichte
 News
+ + + 29. März 2017 + + +
"Upcycling" liegt weiter im Trend. Mit etwas Kreativität und handwerklichem Einsatz lassen sich alte Gebrauchsgegenstände in neue Einrichtungsaccessoires umwandeln. Eine Webseite hilft weiter. » News lesen
+ + + 28. März 2017 + + +
Urteil: Meist streiten Mieter und Vermieter über zu kalte Räume im Winter. Aber über zu warme? Wenn in der Heizperiode ein Schlafzimmer trotz Thermostateinstellung "Null" wärmer als 18 Grad Celsius wird, ist das ein Mietmangel. » News lesen
+ + + 22. März 2017 + + +
Was kann Korkfertigparkett, das andere Bodenbeläge nicht können? Eva Brenner, Innenarchitektin und Moderatorin der Doku-Soap "Zuhause im Glück" (RTL 2), hat es ÖKO-TEST im Interview etwas näher erklärt. » News lesen
+ + + 07. März 2017 + + +
Kleine Photovoltaikmodule in Ziegelform können vor allem optisch eine sinnvolle Alternative zu üblichen Panels sein. Solarpfannen integrieren sich gut in bestehende Dachstrukturen, da sie in verschiedenen Farben und Designs erhältlich sind. » News lesen
» mehr News anzeigen


Tweets von @oekotest


 Aktuelle Themen
Korkfertigparkett
Korkfertigparkett - Bietet Korkfertigparkett eine gute Alternative zu Laminat und anderen Materialien? Unsere Testergebnisse sprechen für sich - sieben Bodenbeläge sind einwandfrei empfhelbar - wenn auch etwas teuer. » Artikel lesen
Die verschiedenen Gebäudestandards
Die verschiedenen Gebäudestandards - Wer heute bauen und dabei auf den Energieverbrauch und eine umweltfreundliche Heizung achten möchte, steht vor einer Vielzahl an Fragen: Soll es ein KfW-Effizienzhaus werden? Ein Null- bzw. Plusenergiehaus oder lieber ein Passivhaus? » Artikel lesen
Labels für Heizungen
Labels für Heizungen - Mit neuen Gütesiegeln wollen EU und Bundesregierung für effizientere und ökologischere Heizungen sorgen. Nach den ersten Erfahrungen mit ihnen stellt sich heraus: Die neuen Zeichen sind wenig hilfreich bis irreführend. » Artikel lesen
Grünbelagsentferner
Grünbelagsentferner - Sauber machen ohne die Umwelt zu belasten? Ist das denn schadstofffrei möglich? 15 Produkte haben wir getestet, doch empfehlen können wir leider nur eines. Ansonsten stehen biozide Wirkstoffe, die die Umwelt belasten noch viel zu oft im Regalsortiment. » Artikel lesen
» mehr Themen anzeigen

  An den Seitenanfang gehen
ÖKO-TEST vorbeugender Verbraucherschutz seit 1985 - unabhängig, objektiv, wissenschaftlich
ÖKO-TEST April 2017
ÖKO-TEST April 2017

Preis: 4.50 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
» Abo / ePaper
Das Rund ums Haus-Super-Paket
Das Rund ums Haus-Super-Paket

Preis: 24.80 €

» Paket kaufen
ÖKO-TEST Archiv DVD 2016
ÖKO-TEST Archiv DVD 2016

Preis: 19.80 €

» DVD kaufen
Das Kleinkinder-Super-Paket
Das Kleinkinder-Super-Paket

Preis: 29.80 €

» Paket kaufen
Jahrbuch Kleinkinder 2017
Jahrbuch Kleinkinder 2017

Preis: 9.80 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Spezial Bauen und Finanzieren
Spezial Bauen und Finanzieren

Preis: 5.80 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Bereiche & Rubriken
Kinder / Familie
Kosmetik / Mode
Gesundheit / Medikamente
Bauen / Wohnen
Essen / Trinken
Geld / Versicherung
Freizeit / Technik / Tiere


Aktuelles
Hefte im Überblick
Neueste Tests
ÖKO-TEST Verlag
Wir über uns
Kontakt
Impressum
Jobs bei ÖKO-TEST
Fragen zu ÖKO-TEST
Label-Verstöße
Unsere Testverfahren
Investor Relations


Presse
Presse / Handel
Unsere Services
Datenschutz
Service
Newsletter
RSS Feed
Media
Mediadaten
ÖKO-TEST Label
MUM Kundenzeitung


social media
Gewinnspiel
facebook
twitter
google +
Forum


Online-Shop
Neue Hefte im Shop
Print-Abo
ePaper-Abo
ePaper-Ausgaben
Sparpakete
ARCHIV DVD



© ÖKO-TEST Verlag GmbH, Frankfurt am Main