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13. September 2010
Staatlich geförderte Altersvorsorge
Hohe Verwaltungskosten
Hohe Verwaltungskosten

Viele Anbieter zocken kräftig ab

Die Verwaltungsgebühren bei geförderten Renten sind teilweise sehr hoch. Sogar in der Rentenphase bitten Versicherungen nochmals zur Kasse.


Dass sich Produkte zur geförderten Altersvorsorge nur für kerngesunde Sparer lohnen, die ein biblisch hohes Alter erreichen, bleibt selbst für informierte Vorsorgesparer bei Vertragsabschluss oft im Dunkeln. Die meisten Produkttests konzentrieren sich ausschließlich auf die Analyse der Ergebnisse in der Ansparphase. Schon hier kassieren die Versicherer ab, wie Verbraucherschützer empört feststellten. Doch in der Rentenphase bitten sie nochmals mit erhöhten Verwaltungs- und Biometriekosten zur Kasse.

So geht die Versicherungsbranche zum Beispiel davon aus, das alle Kunden, die eine Rentenversicherung abschließen, überdurchschnittlich lang leben. Deshalb bittet sie Vorsorgesparer bei Rententarifen seit 2005 besonders kräftig zur Kasse. Damals wurde die neue Sterbetafel eingeführt, mit der die Branche ihre Rententarife kalkuliert. Im Schnitt, so die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV), verteuerte die Umstellung der Rententarife auf diese neue Sterbetafel die Vorsorge zwischen zehn bis 20 Prozent – je nach Alter und Geschlecht der Versicherten.

Neukunden merken das normalerweise nicht. Nur wer die Alt- und Neutarife vergleicht, sieht auf einen Blick: Für die gleiche garantierte Rentenleistung müssen Kunden heute deutlich mehr zahlen als noch vor fünf Jahren. Ob die Versicherten später auch wirklich in den Genuss einer langen Rentenphase kommen, steht auf einem anderen Blatt. Besonders hart trifft es Altkunden, die ebenfalls zur Kasse gebeten werden. Weil die Anbieter die Beiträge und Garantieleistungen von Altverträgen nicht ändern dürfen, werden die Kosten für die von ihnen veranschlagte längere Rentenphase dann zu 100 Prozent aus den Überschussgutschriften finanziert. Von diesem Geld schreiben sie ihren Kunden später aber lediglich 75 Prozent wieder gut, falls das Gros der Versicherten doch nicht so lange lebt wie von der Branche angenommen. Die restlichen 25 Prozent kassieren die Versicherer. Das ist zwar unanständig, aber völlig legal.




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Inhaltsverzeichnis

» Übersicht
» Zögernde Abschlüsse - Lange Mängelliste bei Riester-Produkten
» Tricksereien - Suche nach passender Riester-Rente gleicht Lotterie
» Intransparenz inklusive - Zu wenig Informationen über Kosten
» Verpuffte Förderung - Immer weniger Leistung bei Fondstarifen
» Hohe Verwaltungskosten
» Schlimmes Erwachen - Weniger Rente als versprochen
» Überarbeitung erforderlich - Übervorsichtige Kalkulation bringt Milliarden
» Altersvorsorgekonto - Ein Konto für alles
» Viele Pluspunkte - Auch Betriebsrenten werden portabel
» Glossar - Die verschiedenen Altersvorsorgemöglichkeiten

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.


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