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01. März 2004
So entsteht ein Test
Praxistest beim TÜV Rheinland
Praxistest beim TÜV Rheinland

Unabhängige Labore

Die Schulranzen werden genau vermessen.


ÖKO-TEST testet nicht selbst, sondern schickt die Produkte zur Analyse in unabhängige Labore. Für den Test Schulranzen beauftragte ÖKO-TEST unter anderem den TÜV Rheinland. Dort wurden die Schulranzen auf ihre Praxistauglichkeit überprüft.

Verarbeitung
Ein Experte vom TÜV prüfte zunächst die Verarbeitung der verwendeten Materialien. Mit den Fingerkuppen konnte er feststellen, ob scharfe Kanten und Ecken vorhanden sind. Außerdem testete er die Polsterungen und untersuchte den Ranzen auf Druckstellen.

Zudem wurden die Schulranzen genau vermessen. Ein Schultergurt muss beispielsweise im Auflagenbereich mindestens vier Zentimeter breit und gepolstert sein. Eine Expertin maß auch die eingesetzten retroreflektierenden (Licht widerspiegelnden) sowie fluoreszierenden (selbst leuchtenden) Materialien. Mindestens zehn Prozent der Vorder- und Seitenteile sollten retroreflektierend sein, mindestens 20 Prozent fluoreszierend, so empfiehlt es die Schulranzennorm DIN 58124. Das ist wichtig für die Sicherheit im Straßenverkehr.

Mit einer digitalen Waage wurde das Leergewicht der Schulranzen ermittelt. Dabei gilt: Je leichter, desto besser. Mit Inhalt sollte ein Tornister nicht mehr als zehn Prozent des Körpergewichts eines Kindes wiegen, so empfiehlt es die DIN 58124.

Bewegliche Teile
Die Schultergurte müssen einhändig, gleichmäßig und stufenlos verstellbar sein. Die Verschlussklappe wurde im Labor 4.000 Mal geöffnet und geschlossen. Danach dürfen die Schnallen beispielsweise nicht klemmen, die Verschlussklappe muss immer noch zufallen.

Regenwasserdichtheit
Der Schulranzen wird in einem Beregnungsprüfgerät auf eine drehbare Platte gestellt. Von oben bekommt der Tornister aus Düsen zehn Minuten lang eine Dusche. Dabei dreht sich die Platte, auf der der Ranzen steht. So kann im Labor die Alltagssituation "Schulweg im Regen" simuliert werden.

Die Tücher, die vor der Dusche in den Tornister gelegt wurden, werden nach dem Test erneut gewogen. Aus der Gewichtsdifferenz ergibt sich die eingedrungene Wassermenge. Mehr als zehn Gramm Wasser sollten dabei laut Schulranzennorm nicht ins Innere gelangen.

Selbst wenn der Tornister im Nassen steht, darf durch den Unterboden kein Wasser eindringen. Indem die Fachleute den Ranzen zehn Minuten in eine durchsichtige Wanne mit einem Zentimeter Wasser stellten, wurde geprüft, ob das klappt.

14 Tage nach der Prüfung der Regenwasserdichtheit wurden die Verstell- und Verschlussteile auf Korrosion geprüft.

Belastbarkeit
Die Expertin belud den Schulranzen mit sechs Kilogramm und spannte ihn dann in eine Prüfvorrichtung ein, mit der das Tragen des Schulranzens auf dem Rücken des Kindes simuliert wird. Dann wurde der Ranzen 100 Mal um zehn Zentimeter angehoben und fallen gelassen.

Anschließend ließ die Testerin den Schulranzen zehn Mal aus einem Meter Höhe auf eine Bodenplatte fallen. Dabei muss der Tornister mit der Bodenseite aufkommen, er darf nicht umfallen. Danach kontrollierte die Expertin, ob der Schulranzen diese Prozedur unbeschadet ohne Risse, Brüche oder bleibende Verformung überstanden hat.

Als die Tornister das Testverfahren beim TÜV durchlaufen hatten, kamen sie zurück in den Verlag. Dort standen sie der Redakteurin, die den Test betreute, zur Verfügung. Die zerkleinerten Schulranzen, die an die Labore zum Schadstofftest geschickt wurden, kehrten allerdings nicht mehr zurück.



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  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.

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