Startseite
Facebook - ÖKO-TEST gefällt mir
Twitter @oekotest
Google+
YouTube
Mobile Webseite aufrufen
oekotest.de: RSS-Feed

 
Startseite
 
 
KinderKosmetikGesundheitBauenErnährungGeldFreizeit

Übersicht Bauen / Wohnen / Renovieren
News aus dem Archiv
19. Mai 2010
Im Gespräch
Im Gespräch

Neues Abfallgesetz hinkt der Entwicklung hinterher

Das neue Abfallgesetz in der Kritik: Prof. Bernd Bilitewski von der TU Dresden hält es für überholt.

Professor Bernd Bilitewski hat den Lehrstuhl für das Fach Abfallwirtschaft an der TU Dresden inne und ist unter anderem Mitherausgeber des Standardwerks Müll-Handbuch.

ÖKO-TEST: Das neue Abfallgesetz setzt bis 2020 eine Recyclingquote von 65 Prozent für Siedlungsabfälle fest. Genügt das?

Bilitewski: Diese 65 Prozent laufen der Entwicklung hinterher. Wir haben die Quote schon so gut wie erreicht, insofern haben wir es nicht mit einem ambitionierten Vorwärts zu tun, sondern mit einer Bestätigung des Status quo.

ÖKO-TEST: Was müsste denn geschehen, damit die Recyclingquote weiter ansteigt?

Bilitewski: Die kräftigste Wirkung hätte ein Schließen der Deponien, denn das ist noch immer die günstigste Art der Entsorgung. Ein nächster Schritt wäre, die Preise zu erhöhen. Um uns herum haben alle Länder bereits eine Abfallabgabe eingeführt. Die Logik ist ganz einfach: Wer lieber entsorgen möchte, statt zu recyceln, muss demnach zahlen – dieser ökonomische Hebel hilft ganz sicher. 50 bis 60 Kilogramm Restabfall pro Person wären durchaus zu schaffen, im Moment sind wir bei Stadtbewohnern teilweise noch bei 120 bis 200 Kilogramm.

ÖKO-TEST: Wie hoch ist der Anteil des Abfalls, der nur noch verbrannt werden kann und nicht mehr zu recyceln ist?

Bilitewski: Rein theoretisch ist eine 100-prozentige Wiederverwertung möglich. Praktisch ist das schwierig. Die Aufarbeitung und Reinigung ist nicht immer wirtschaftlich möglich, außerdem enthält Abfall auch Schadstoffe, etwa organische Komponenten oder Schwermetalle, die durch das Recycling wieder zurück in den Kreislauf geführt werden. Manchmal hilft wirklich nur noch das thermische Zerstören. Aber je besser die Wiederverwertungs- und Reinigungstechniken werden, desto mehr kann man aus dem Abfall herausholen.

ÖKO-TEST: Viele Menschen sind immer noch der Überzeugung, Mülltrennung lohne sich nicht, weil eh alles wieder zusammengekippt wird.

Bilitewski: Das ist wirklich Unsinn. Getrenntes Sammeln ist immer noch das Beste. Je besser jeder trennt, desto einfacher können die Rohstoffe sortiert und wiederverwertet werden. Und es ist schon ein Unterschied, ob man 150 Kilogramm Restmüll etwa auf Polypropylen und Polyethylen untersuchen muss – oder nur 25 Kilogramm Gelber-Sack-Müll.

( oet )


Links

Flattr this
Hier können Sie unsere Arbeit freiwillig unterstützen:

Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.




Mehr Artikel zu diesem Themengebiet
Testbericht
Mittel gegen Vorratsschädlinge: Es krabbelt
Testbericht
Standmixer: Gemischte Gefühle
Testbericht
Holzpellets: Gut Holz?
Testbericht
Bodenbeläge, Alternative: Es hat Klick gemacht
Testbericht
Kaffeemaschinen mit Mahlwerk: Volle Dröhnung
Testbericht
Aufbewahrungsaccessoires: Gut sortiert
Testbericht
Fertigspachtelmassen: Kommt nicht aus der Tube
Testbericht
Gartendünger: Schadstoffe inklusive
Testbericht
Bettwäsche, Edle: Verknittert
Testbericht
Fototapeten: Mach dir ein Bild

Passivhaus vs. Sonnenhaus
Küchentrends: Schöne neue Kochwelten
Die Alters-WG: Gemeinsam statt einsam
Öko-Strom: Wechselwillig? Aber wohin?
Bauschäden "Außenputz": Auf den Putz hauen

Leserfrage: Wasser aus der Regentonne
Leserfrage: Rohstoffe sparen
Leserfrage: Regionaler Strom
Leserfrage: Den richtigen Preis mit Handwerkern vereinbaren
Leserfrage: Bakterien im Mauerwerk
 Bauen / Wohnen / Renovieren
TestberichteNachwirkungenThemenNewsLeserfragen
Online-ShopGewinnspielHefteServiceImpressum
ÖKO-TEST Mai 2016
 News
+ + + 11. April 2016 + + +
Gefragt - geantwortet: Regionale Produkte liegen im Trend. Sollte man sich deshalb auch für regionale Stromanbieter entscheiden? Oder doch eher auf Öko-Stromanbieter setzen? » News lesen
+ + + 29. März 2016 + + +
Die große Frage: Im Allgemeinen beträgt die gesetzliche Gewährleistungsfrist für Solaranlagen zwei Jahre. Für Bauwerke verjähren jedoch nach § 438 BGB Mängelansprüche erst nach fünf Jahren. » News lesen
+ + + 22. März 2016 + + +
Verbraucher haben vielerorts keine Möglichkeit, Energiesparlampen, Bauschaumdosen und andere schadstoffhaltige Abfälle ordnungsgerecht zu entsorgen. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Umwelthilfe. » News lesen
+ + + 18. März 2016 + + +
Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, werden seit dem 1. Januar dieses Jahres schrittweise mit dem neuen Effizienzlabel für Heizungsaltanlagen ausgestattet. Man hofft damit, Verbraucher zum Austausch der Heizung und zum Energiesparen bewegen zu können. » News lesen
» mehr News anzeigen


Tweets von @oekotest


 Aktuelle Themen
Holzlasuren für innen und außen
Holzlasuren für innen und außen - Menschen, die allergisch auf Isothiazolinone oder Terpene reagieren, sollten auf der Hut sein, da die Lasuren Allergien hervorrufen können. Weniger empfindlich reagierende Verbraucher können jedoch unter einigen „sehr guten“ und „guten“ Produkten wählen. » Artikel lesen
Strom vom eigenen Balkon
Strom vom eigenen Balkon - Wer Solarenergie erzeugen will, muss kein Hausbesitzer sein: Mit handlichen Photovoltaik-Modulen lassen sich Balkone und Terrassen zu Minisolarkraftwerken aufrüsten. Was steckt dahinter? » Artikel lesen
Energieeffiziente Haushaltsgeräte
Energieeffiziente Haushaltsgeräte - Sie fehlen in kaum einem Haushalt: Kühl- und Gefrierschränke, Wasch- und Spülmaschinen sowie Wäschetrockner. Beim Neukauf lohnt es sich, in energiesparende Geräte zu investieren. Die geringeren Strom- und Wasserkosten finanzieren die Investitionen. » Artikel lesen
Fototapeten
Fototapeten - Fototapeten liegen wieder im Trend - doch das aufkleben will gelernt sein. Die meisten Testprodukte tummeln sich im Mittelfeld. Zwischen den Wertungen "gut" und "ungenügend" war alles vertreten. » Artikel lesen
» mehr Themen anzeigen

  An den Seitenanfang gehen
ÖKO-TEST vorbeugender Verbraucherschutz seit 1985 - unabhängig, objektiv, wissenschaftlich
ÖKO-TEST Mai 2016
ÖKO-TEST Mai 2016

Preis: 4.50 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
» Abo / ePaper
Das Kleinkinder-Super-Paket
Das Kleinkinder-Super-Paket

Preis: 24.80 €

» Paket kaufen
Spezial Baby
Spezial Baby

Preis: 5.80 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Jahrbuch Kleinkinder 2016
Jahrbuch Kleinkinder 2016

Preis: 9.80 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
ÖKO-TEST Archiv DVD 2015
ÖKO-TEST Archiv DVD 2015

Preis: 19.80 €

» DVD kaufen
Das Gesundheit und Fitness-Super-Paket
Das Gesundheit und Fitness-Super-Paket

Preis: 19.80 €

» Paket kaufen
Bereiche & Rubriken
Kinder / Familie
Kosmetik / Mode
Gesundheit / Medikamente
Bauen / Wohnen
Essen / Trinken
Geld / Versicherung
Freizeit / Technik / Tiere


Aktuelles
Hefte im Überblick
Neueste Tests
ÖKO-TEST Verlag
Wir über uns
Kontakt
Impressum
Jobs bei ÖKO-TEST
Fragen zu ÖKO-TEST
Label-Verstöße
Unsere Testverfahren
Investor Relations


Presse
Presse / Handel
Unsere Services
Datenschutz
Service
Newsletter
RSS Feed
Media
Mediadaten
ÖKO-TEST Label
MUM Kundenzeitung


social media
Gewinnspiel
facebook
twitter
google +
Forum


Online-Shop
Neue Hefte im Shop
Print-Abo
ePaper-Abo
ePaper-Ausgaben
Sparpakete
ARCHIV DVD



© ÖKO-TEST Verlag GmbH, Frankfurt am Main