Schreckgespenst Wechseljahre
Leibesertüchtigung

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Schwitzen gegen die Hitze
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Frauen, die Sport treiben, leiden seltener an Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Ängsten. Also: Besser ins Sportgeschäft gehen als in die Apotheke.
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Warum nicht loslaufen, wenn die Gefühle verrückt spielen? Ein Spaziergang an der frischen Luft bläst den Kopf frei und entspannt. Oder nach der Arbeit eine Runde Schwimmen gehen. Das tut gut. Erfahrungen aus der Selbsthilfe und Ergebnisse von Befragungen bestätigen, dass Bewegung typische Wechseljahresbeschwerden lindert. Außerdem beugt sie Erkrankungen vor, die nach dem Wechsel eher auftreten.
Sport stabilisiert das vegetative Nervensystem. Es reguliert die Herzfrequenz, den Blutdruck, die Atmung und den Stoffwechsel. Regelmäßiges Ausdauertraining baut Stresshormone ab und stimmt den Körper auf Erholung und innere Ruhe ein. Bei vielen Frauen lassen die Hitzeattacken nach und sie schlafen wieder besser.
Sport verbessert die Stimmung. In den Wechseljahren kann Östrogenmangel dazu führen, dass das Gehirn weniger Endorphine ausschüttet und sich die betroffene Frau niedergeschlagen und antriebsarm fühlt und ihr Essverhalten ändert. Es lohnt sich, den inneren Schweinehund zu besiegen. Denn regelmäßiger Sport kurbelt die Produktion der stimmungsaufhellenden Endorphine wieder an. Frau fühlt sich nicht nur besser, sie strahlt es auch aus.
Sport beugt Gewichtsproblemen vor. Einerseits verbrennt der Körper beim Sport Kalorien, andererseits baut er Muskeln auf und hält so den Energieumsatz hoch. So verbessert regelmäßiger Sport das Körpergefühl.
Sport beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Die wenigsten wissen es: Mehr Frauen als Männer sterben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Herzinfarktrisiko steigt nach den Wechseljahren. Je älter eine Frau ist, desto größer ist ihr Risiko. Zur besten Vorbeugung gegen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zählt Ausdauertraining - dreimal pro Woche 30 bis 40 Minuten -, denn es verbessert den Fettstoffwechsel und wirkt Ablagerungen in den Gefäßen entgegen. Mehrere Studien zeigen, dass damit das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, um 50 Prozent sinkt.
Regelmäßiger Sport stärkt die Knochen. Allerdings taugen nicht alle Sportarten zur Osteoporosevorbeugung. Es sollte schon Krafttraining sein, das Muskeln aufbaut. Erst der Muskelzug reizt die Knochen und stimuliert den Knochenaufbau.
Sportliche Betätigung festigt das Bindegewebe. Starkes Bindegewebe am Beckenboden beugt Blasenschwäche vor. Die Bewegung der Beine aktiviert die Muskel-Venen-Pumpe. So fließt verbrauchtes Blut leichter zum Herzen zurück. Das beugt lästigen Krampfadern vor.
Erst zum Arzt, dann zum Sport
Das gilt zumindest für alle, die lange keinen Sport getrieben haben oder unter körperlichen Beschwerden leiden. Auch Raucher, Übergewichtige und alle, die unter Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten oder Diabetes leiden, sollten sich zunächst gründlich durchchecken lassen. Der Arzt oder die Ärztin untersuchen Herz und Kreislauf sowie den Bewegungsapparat, sie führen ein Belastungs-EKG durch und überprüfen Blut und Urin auf akute Erkrankungen sowie Risikofaktoren wie Blutfette und Zucker.
Bei Husten, Schnupfen, grippalen Infekten oder sonstigen akuten Erkrankungen sollte man immer eine Sportpause einlegen. Der Körper muss sich wieder regenerieren und sollte dann auch erst allmählich wieder in Schwung kommen. Wird gewohnter Sport plötzlich sehr anstrengend, kann dahinter eine Erkrankung stecken. Auch hier gilt: Im Zweifelsfall unbedingt den Arzt konsultieren.
Die Wahl einer Sportart ist keine Lebensentscheidung. Im Gegenteil: Abwechslung steigert den Spaß. Die Auswahl an Sportarten ist riesig. Von A wie Aerobic bis W wie Wasserski zählt der Deutsche Sportbund auf seiner Webseite www.richtigfit.de über 50 Sportarten auf. Entscheidend ist, dass der Sport den persönlichen Vorlieben und der körperlichen Verfassung entspricht. Der größte Fehler, den man machen könne, sei Hauruckverfahren, sagt der Kölner Sportmediziner Prof. Klaus Völker: "Wenn man plötzlich wie verrückt loslegt, dann gibt es negative Rückmeldungen: Ich bin kaputt, mir tun alle Knochen weh." Völker empfiehlt, sanft anzufangen und die Belastung langsam zu steigern. Nach dem Sport sollte frau sich angenehm erschöpft fühlen und nicht ausgepowert. Außerdem sollte sie sich ausreichend Erholung gönnen. Sportmediziner empfehlen 70 Prozent Ausdauersport für Herz und Kreislauf, 20 Prozent Krafttraining zum Muskelaufbau und zehn Prozent Stretching. Drei mal pro Woche 30 bis 40 Minuten Bewegung und ein bewegter Alltag sind optimal.
Weitere Infos
Jede Bewegung bringt etwas. Ein guter Anfang ist gemacht, wenn Sie sich mehr Bewegung im Alltag angewöhnen:
• Morgens 15 Minuten Gymnastik.
• Mittags eine Viertelstunde zügig spazieren gehen.
• Im Büro alle zwei Stunden 5 Minuten Gymnastik einschieben.
• Das Auto stehen lassen und kürzere Wege mit dem Rad oder zu Fuß erledigen.
• Treppen steigen statt Fahrstuhl fahren.
• Am Wochenende regelmäßig Radtouren, Wanderungen, Schwimmausflüge oder Gartenarbeit einplanen.
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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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