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Silikonbackformen sind furchtbar praktisch. Dennoch ist vielen das Backen in der Kunststoffhülle nicht ganz geheuer. Unser Test zeigt aber: Die meisten Backformen sind sauber. Nur bei einigen lösen sich flüchtige Verbindungen, wenn es heiß wird. Wer sichergehen will, lässt sie vorm ersten Mal ausgasen.

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Eine Backform, in der garantiert nichts kleben bleibt - ohne Einfetten. Die auch als Eisform dient. Und die sich zur Not in die letzte Ecke des Küchenschranks quetschen lässt, ohne aus der Form zu geraten. Gäbe es noch keine Silikonformen, man müsste sie erfinden. Dennoch bleibt bei vielen eine Restunsicherheit. Ist das Material so sauber, dass man es auf Lebensmittel loslassen kann?

Silikone kommen nicht in der Natur vor. Ausgangsmaterial ist das chemische Element Silizium, von dem es enorm viel gibt, etwa in Sand, Ton oder anderen keramischen Materialien. Aber es liegt nicht pur und verarbeitungsbereit vor, sondern in Form von Siliciumdioxid und Silikaten. Zunächst muss also im Hochofen das Silizium abgetrennt werden. Im nächsten Schritt wird es mit Methylchlorid zu Silanen umgesetzt. Erst aus diesen können Silikone hergestellt werden - in nahezu unzähligen Varianten, von ölartig über elastisch bis fest. Entsprechend breit ist das Einsatzgebiet. Silikone können Haare leichter kämmbar machen, Maschinen wie geschmiert laufen lassen und sie machen die Fugen im Badezimmer dicht.

Während Silikone, die an der Luft trocknen - beispielsweise Silikonfugenmassen -, häufig zinnorganische Verbindungen als Katalysatoren enthalten, um das Aushärten in Gang zu setzen, können die Hersteller von Backformen mit anderen Techniken arbeiten. Auch winzige Mengen an Platin können als Katalysator wirken. Oder es wird mit einer zweiten Komponente, wie Peroxiden, gearbeitet, die dafür sorgen, dass die Silikone die gewünschten Materialeigenschaften erlangen. In der Regel werden Festsilikone im Formpressverfahren in Form gebracht, Flüssigsilikone im Spritzgussverfahren.

Entscheidend ist der nächste Schritt: das "Tempern", ein Ausgasen, das dafür sorgt, dass das Endprodukt möglichst frei von flüchtigen organischen Bestandteilen ist, die ins Kochgut übergehen können. Empfohlen wird, die Formen vier Stunden bei 200 Grad nachzubehandeln. Eine aufwendige Prozedur, die sich offenbar manche Hersteller auch sparen.

Vielen ÖKO-TEST-Lesern sind die Kunststoffformen suspekt. Deshalb haben wir nun zwölf Produkte getestet. Was steckt drin? Was kommt raus?

Das Testergebnis

Vorsichtige Entwarnung: Fast alle Silikonbackförmchen sind frei von problematischen Inhaltsstoffen. Und nur bei drei Formen muss man befürchten, dass ihre Bestandteile beim Backen in den Kuchenteig übergehen.

Alle Backformen halten die gesetzlichen Grenzwerte ein. Bei genauem Hinsehen zeigen sich aber doch Unterschiede. Manche Produkte können mehr Spuren im Kuchenteig hinterlassen als andere. Bei drei Marken führt das zur Abwertung: die Silicone Zone Mambo Muffinform und die Ikea Sockerkaka Backförmchen erreichen die Hälfte des Richtwerts für flüchtige organische Bestandteile, die Muffinförmchen im GU Cupcakes Set liegen deutlich über der Hälfte. Das können die anderen Modelle besser! Bei der Prüfung der Gesamtmigration (messbarer Übergang) zeigte sich, dass sich aus fünf Formen ein bisschen was löst. Allerdings so wenig, dass man von Spuren sprechen kann.

Bei der Prüfung der Inhaltsstoffe im Silikon fiel nur ein Produkt negativ auf: die Birkmann Form für 12 Cup Cakes. Sie enthält Phenanthren in einer Größenordnung, die wir um zwei Noten abwerten. Die Verbindung gehört zur riesig großen Gruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, sie kommt in fossilen Brennstoffen vor und ist ein Produkt unvollständiger Verbrennung. Phenanthren gehört zu den 16 Verbindungen, die in die Liste der prioritären Schadstoffe der US-Umweltbehörde EPA aufgenommen wurde.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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