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25. April 2013
Wasserfußabdruck
Wasserkrise
Wasserkrise

Risiko für die Wirtschaft

Der Wasserbedarf von Baumwolle ist so groß, dass der Anbau der hochentwickelten Kulturpflanze für eine einzige Jeans rund 8.000 Liter verschluckt.


"Sauberes Wasser wird zu einem knappen Rohstoff und die Kosten für Beschaffung, Reinigung und Erschließung werden in die Höhe schnellen", sagt Martin Geiger, Leiter Bereich Süßwasser beim WWF Deutschland. "Die Unternehmen müssen sich darauf einstellen und Verantwortung übernehmen." Denn zuallererst sei der Zugang zu sauberem Trinkwasser ein universelles Menschenrecht. Nicht zuletzt deswegen sieht der WWF-Experte auch eine Gefahr für die Reputation von Unternehmen, die sich nicht mit ihrem Wassermanagement beschäftigten.

2006 wurde beispielsweise Coca-Cola im indischen Kerala vorgeworfen, dass eine Abfüllanlage Grundwasser übernutze und Pestizide in Getränken gefunden wurden. Sechs weitere Bundesstaaten verboten daraufhin zeitweilig den Verkauf. Das Oberste Gericht von Kerala erklärte die Anschuldigungen zwar für unhaltbar und hob das Verbot auf, doch das Image des Konzerns litt unter dem Skandal.

Problemfall Baumwolle
Große Unternehmen versuchen längst, ihre Reputation zu verbessern. Ikea beispielsweise hat vor einigen Jahren gemeinsam mit dem WWF das Projekt "Farmer Field School" in Pakistan und Indien ins Leben gerufen. Baumwollbauern lernen dort, wie der Verbrauch von Wasser reduziert werden kann und notwendige Pestizide und künstliche Düngemittel auf eine Weise eingesetzt werden, die sicherer für Mensch und Umwelt ist. Nicht ohne Grund: Baumwolle ist eine hochentwickelte Kulturpflanze, die ständig aufgepäppelt wird. Ein Zehntel aller Pflanzenschutzmittel weltweit wird Jahr für Jahr allein auf Baumwollfelder gesprüht. Zudem ist der Wasserbedarf der Pflanzen so hoch, dass der Anbau der Baumwolle für eine einzige Jeans rund 8.000 Liter verschluckt.

Dank der Schulen zeichnet sich jetzt eine positive Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Baumwollproduktion ab. In Pakistan ist der durchschnittliche Einsatz von Pestiziden um 48 Prozent, der von Düngemitteln um 32 Prozent und der Wasserverbrauch um 40 Prozent gesunken. Gleichzeitig nahm das Einkommen der Bauern um 87 Prozent zu. "Wasser ist für den Menschen essenziell und daher sind Unternehmen, die in großem Umfang diesen Rohstoff verbrauchen, in besonderer Verantwortung – aus ökonomischer, ökologischer und ethischer Sicht", betont WWF-Spezialist Geiger.

Der Wasserhahn bleibt zu
In Deutschland sinkt der Pro-Kopf-Wasserverbrauch seit Jahren. So "konsumiert" jeder Bundesbürger durchschnittlich 115 Liter Trinkwasser pro Tag. Dazu zählt die Statistik noch rund elf Liter, die im Kleingewerbe verbraucht werden. Das klingt nicht viel, summiert sich im Jahr aber: Eine vierköpfige Familie benötigt danach zum Beispiel rund 170.000 Liter Wasser. Das meiste Wasser wird fürs Duschen und Baden sowie für die Toilettenspülung verbraucht. Getrunken wird unser Trinkwasser nur zu einem verschwindend kleinen Teil.

Im Urlaub wird der vorbildliche deutsche Wassersparer allerdings leicht zum Verschwender. Auf Mallorca etwa stehen plötzlich bis zu 800 Liter täglich in seiner Öko-Bilanz. Daran schuld ist beispielsweise das viele Wasser im Hotelpool. Wer dagegen etwas unternehmen will, kann wenigstens dafür sorgen, dass die Handtücher im Hotelzimmer nicht täglich gewechselt werden. Das spart genauso Wasser wie der Verzicht auf dreimal täglich Duschen im Ferienparadies.



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Inhaltsverzeichnis

» Übersicht
» Kostbares Nass - Kampf ums Wasser
» Sauberes Süßwasser - Wird immer knapper
» Die Deutschen - Zu Hause hui, auswärts pfui
» Wasserkrise
» Messung - Der Wasserfußabdruck der Deutschen
» Verschmutzte Flüsse - Reinheitsgebot für das Wasser

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  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.


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