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ÖKO-TEST August 2014
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PAK in Kinderartikeln

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ÖKO-TEST August 2014
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Sie sind giftig, umweltschädlich und gelangen über Haut, Nahrung und Atemwege in den Körper: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK. Da PAK bei jeder Verbrennung auf natürliche Weise entstehen, lässt es sich kaum vermeiden, mit ihnen in Berührung zu kommen. Sie finden sich in vielen Alltagsartikeln: Mousepads, Griffe, Schuhe, Spielzeug ... Die Liste der Produkte, in denen ÖKO-TEST bereits PAK nachgewiesen hat, ist lang. Ursache sind meist kontaminierte Weichmacheröle, die Kunststoff oder Gummi zugesetzt werden, um die gewünschte Elastizität zu erreichen. So werden aus sprödem PVC-Kunststoff weiche Puppenköpfe oder aus einer harten Kautschukmischung flexible Gummistiefel. Zudem verwenden die Produzenten häufig Industrieruß, um Kunststoffe schwarz einzufärben.

Der Hintergrund: PAK-haltige Weichmacheröle, etwa Teeröl, machen die Produkte billig. Sie sind ein Neben- oder Abfallprodukt bei der Kohle- oder Erdölverarbeitung. Alternativen sind wegen ihrer aufwendigeren Herstellung meist teurer. Auch fehlt der nötige Druck auf die Hersteller, diese zu nutzen.

Seit Langem ist bekannt, dass zahlreiche PAK Tumore auslösen können. Doch es gibt bislang kaum europaweite verbindliche Grenzwerte für PAK in Produkten. Die Folge: "Immer wieder kommt extrem belastete Ware, darunter auch jede Menge Spielzeug, auf den deutschen Markt, die wir nicht verbieten können", sagt Dr. Jakob-Matthias Drossard vom Bundesumweltministerium. Meist handele es sich um Artikel aus dem Billig- oder Importsegment. Den Preis dafür zahlen vor allem die Allerkleinsten. Untersuchungen im Urin bestätigten die Vermutung, dass Kinder stärker mit PAK belastet sind als Erwachsene.

Um die vorhandenen Gesetzeslücken zu schließen, reichten deutsche Behörden im Jahr 2010 einen Beschränkungsvorschlag unter der europäischen Chemikalienverordnung Reach ein. Produkte sollten nicht mehr als 0,2 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) jeder einzelnen der bisher acht als krebserzeugend eingestuften PAK-Verbindungen enthalten - so die Forderung. Da hinsichtlich der krebserzeugenden Wirkung keine unbedenkliche Dosis für den Menschen abgeleitet werden kann, sprach sich das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) dafür aus, das Alara-Prinzip (as low as reasonably achievable) anzuwenden, wonach die Belastung so weit zu senken ist, wie dies vernünftigerweise machbar ist.



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Inhalt

» Sie sind giftig, umweltschädlich und gelangen über ...
» Ein Jahr später präsentierte die Europäische ...
» Dass die deutschen Behörden solche Verfahren in ...
» Mehr krebserzeugende PAK als künftig erlaubt: In ...
» So reagierten die Hersteller - Offenbar ...
» Wo stecken PAK überall drin? - Mithilfe der ...
» Wie stark sind Kinder gefährdet? - Aufgrund ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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