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ÖKO-TEST Juni 2014
Test
Betriebliche Altersvorsorge, Direktversicherungen
Voll ins Risiko
Betriebliche Altersvorsorge, Direktversicherungen

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ÖKO-TEST Juni 2014
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Im Kampf gegen Altersarmut will die Bundesregierung künftig verstärkt auf die betriebliche Altersversorgung setzen. Entsprechende Gespräche kündigte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles für den Herbst dieses Jahres an. Laut Koalitionsvertrag wollen sich die Regierungsparteien vor allem für eine bessere Verbreitung der Betriebsrenten in Klein- und Mittelbetrieben einsetzen. Dabei wird auch wieder über das sogenannte Opting-Out-Modell nachgedacht, bei dem Arbeitnehmer automatische eine Betriebsrente aus Entgeltumwandlung über den Arbeitgeber abschließen, wenn sie sich nicht ausdrücklich dagegen entscheiden.

Mit solchen Vorschlägen rennt Nahles bei der Arbeitsgemeinschaft betriebliche Altersversorgung (aba) ebenso wie beim Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GdV) und bei der Deutschen Aktuarvereinigung offene Türen ein. Denn alle drei Verbände machen sich für eine bessere Förderung von Betriebsrenten stark und begrüßen die Regierungspläne. Fast sieht es so aus als hätten Politik und Verbände den Königsweg für eine schlanke, unkomplizierte und effiziente Zusatzvorsorge endlich gefunden. Seltsam nur, dass rund 38 Prozent aller Arbeitnehmer, die bereits Anspruch auf eine Betriebsrente haben, damit gar nicht zufrieden sind. Das stellte jedenfalls die Unternehmensberatung Towers Watson fest, die 22.000 Mitarbeiter in zwölf Ländern nach ihrer Meinung zur betrieblichen Altersvorsorge befragte. Genau wie ÖKO-TEST schon in der Vergangenheit mehrfach feststellte, kommt auch Towers Watson dabei zu dem Ergebnis, dass nur jedes zweite bAV-Produkt hierzulande auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten ist. Zudem weist der vermeintliche Königsweg zur optimalen Altersvorsorge viele Stolperfallen auf. Die größte und tiefste deckte ÖKO-TEST schon vor mehr als einem Jahr auf: Sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer können zwar bis zu 4.656 Euro jährlich steuerfrei in eine Betriebsrente einzahlen, und bis zu einem Beitrag von 2.856 Euro müssen sie auch keine Sozialbeiträge abführen. Dafür ist die spätere Rente nicht nur voll steuerpflichtig. Betriebsrentner müssen auch die vollen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung darauf zahlen - und zwar den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil. Das macht Betriebsrenten unterm Strich unrentabel, wie mittlerweile auch die aba einräumt. Auf ihrer Jahrestagung Anfang Mai plädierte der Vorstandsvorsitzende, Heribert Karch, jedenfalls eindringlich dafür, solche "Fehlanreize", die zu einer Schlechterstellung der Betriebsrenten im Vergleich zur Privatvorsorge führen kann, im Zuge der anstehenden Reform zu beseitigen.



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Inhalt

» Im Kampf gegen Altersarmut will die Bundesregierung ...
» Bleibt die Frage, ob die angebotenen Tarife zur ...
» Unisex plus höhere Kosten. Schuld am ...
» Noch teurer als im Vorjahr. Ein Grund für die ...
» Angebotsvergleiche sind unverzichtbar. Hinter ...
» Fondsgebundene Direktversicherungen: Neue Renner ...
» Hohe Haftungsrisiken für Arbeitgeber. Dafür ...
» Flexibilität ist Trumpf. Mitarbeiter haben bei ...
» Das Testergebnis im Überblick - Immer ...
» Aufgrund ihrer Fürsorgepflicht müssen ...
» Ungeförderte Privatrenten bringen netto ...
» Diese Nachteile bei Entgeltumwandlung werden ...
» Doch genau dieser Effekt kann bei den ...
» Das Blaue vom Himmel versprochen - Geht ...
» In den Angebotsunterlagen machen sich üppige ...
» Kollektivtarif - Das sind Verträge mit ...

Ergänzung

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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