Elektrosmog messen können viele - Universitätsinstitute, Umwelt- oder Gesundheitsämter, Verbraucherschutzorganisationen, offizielle Stellen wie der TÜV oder das Bundesamt für Strahlenschutz. "Eigentlich aber sind Elektrosmogmessungen die Domäne von Baubiologen", sagt Wolfgang Maes. Viele Anfragen an Behörden würden letzten Endes auch an baubiologische Büros weitergeleitet. "Allerdings ist weniger die Frage ausschlaggebend, wer den Elektrosmog misst, sondern, wie die Messergebnisse hinterher bewertet werden", betont Maes. "Der Interpretationsspielraum ist wahnsinnig groß." Er nennt als Beispiel Grenzwerte für niederfrequente Magnetfelder. Während der deutsche Gesetzgeber in der Elektrosmogverordnung (26. BImSchV) einen Grenzwert von 100.000 Nanotesla (nT) festgeschrieben hat, stuft die Weltgesundheitsorganisation WHO bereits 300 nT als potenzielles Krebsrisiko ein. Baubiologen streben einen Wert von unter 100 nT an. Es nütze also nicht viel, so Maes, den TÜV oder eine Uni mit der Messung zu beauftragen. Denn auf Basis offizieller Grenzwerte würden diese Stellen wohl immer zu dem Ergebnis kommen, dass alles im grünen Bereich ist.
Maes setzt die Kosten für eine umfassende Elektrosmogmessung im Haushalt mit im Schnitt 300 bis 500 Euro an. Wochenend-Baubiologen, so Maes, würden die Dienstleistung vielleicht auch schon für 80 Euro anbieten, doch die sei dann sicherlich "wenig differenziert".
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