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ÖKO-TEST März 2014
Test
Berufsunfähigkeitsversicherungen
Erst krank, dann arm
Berufsunfähigkeitsversicherungen

Rund 179.000 Menschen werden jedes Jahr in Deutschland berufsunfähig. Wer finanziell abgesichert sein will, muss selbst vorsorgen. Doch viele Verbraucher haben gar keine Chance auf einen bezahlbaren Vertrag und 81 Prozent bekommen nicht den Schutz, den sie wünschen und brauchen. Das zeigt der ÖKO-TEST.

ÖKO-TEST März 2014
» Produkte anzeigen (237)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ M1403 ] anzeigen

Statistisch gesehen wird in Deutschland jeder vierte Berufstätige im Laufe seines Arbeitslebens berufsunfähig. Viele Betroffene müssen sich dann wegen schwerer Erkrankungen oder psychischer Belastungen nicht nur vorzeitig aus dem Job verabschieden. Oft genug folgt auf das gesundheitliche Desaster auch der finanzielle Absturz. Kreditraten, Miete, Unterhalt, Auto - vieles wird unbezahlbar. Der gewohnte Lebensstandard ist dahin. Denn eine Erwerbsminderungsrente vom Staat gibt es längst nicht immer, und wenn fällt sie meist kümmerlich aus.

Wer 2012 invalide wurde, erhielt nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung als Mann im Schnitt gerade mal 647 Euro Erwerbsminderungsrente, Frauen müssen sich sogar mit 571 Euro begnügen - zumindest in den westlichen Bundesländern. Im Osten sind die Verhältnisse eher umgekehrt. Doch Fakt bleibt: Von diesem Bruttobetrag gehen noch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie gegebenenfalls Steuern ab. Was unterm Strich als Nettorente bleibt, reicht kaum zum Leben. Zehn Prozent der Betroffenen sind daher schon heute auf Grundsicherung angewiesen, so eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. In Zukunft wird sogar fast jeder zweite Erwerbsminderungsrentner armutsgefährdet sein, wie Herbert Rische, Präsident der Deutschen Rentenversicherung, einräumt. Daran wird auch die neue Rentenreform von Arbeitsministerin Andrea Nahles nur wenig ändern. Denn die geplanten Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente bringen selbst im besten Fall nur ein Plus von 56 Euro im Monat.

Wer dem Staat nicht auf der Tasche liegen will, muss daher selbst vorsorgen. "Sonst ist die komplette finanzielle Existenz in Gefahr", warnt Sandra Klug von der Verbraucherzentrale Hamburg. "Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher noch weit wichtiger als die private Altersvorsorge", sagt auch Géza Mark Huber vom Bund der Versicherten. Denn die private Police zahlt im Ernstfall eine monatliche Rente - zusätzlich zu den Sozialrenten vom Staat oder anderen Versorgungsbezügen. Allerdings sind private BU-Renten bislang kaum verbreitet. Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft zählte Ende 2012 zwar 17,1 Millionen Verträge. Doch das bedeutet: Lediglich knapp 40 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland besitzen überhaupt einen Vertrag. Selbst wer eine Police besitzt, wiegt sich oft in trügerischer Sorglosigkeit. Denn mit durchschnittlich 400 Euro Monatsrente, so die Verbraucherzentrale NRW, ist die finanzielle Absicherung im Ernstfall viel zu gering.



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Inhalt

» Statistisch gesehen wird in Deutschland jeder vierte ...
» Wird das Risiko, berufsunfähig zu werden und ...
» Das Testergebnis - Kein Versicherer ist ...
» Gute bis erstklassige Bedingungen. Bei den ...
» Auch schlechter Schutz kann teuer sein. Wie ...
» Schreibtischjobs bevorzugt. Besonders deutlich ...
» Zuerst kommen die Tarifbedingungen. Sie ...
» Unser Experte - Versicherungsmakler ...
» Das Testergebnis Annahmepolitik - Fast kein ...
» Ausschluss bei geringsten Anzeichen psychischer ...
» Risikozuschlag wegen Hobby. Der 16-jährigen ...
» BU-Schutz ist nur dann wirklich empfehlenswert, ...
» Extreme Beitragsunterschiede - Keine ...
» Ein Beruf - bis zu 14 Risikostufen. Derart hohe ...
» Kompakt - Die Invalidenrente vom Staat ...
» Alternativen zur Invalidenrente ...
» Multirenten kombinieren eine Unfallrente mit ...
» Rohrkrepierer Rürup-BU - Eigentlich ...

Ergänzung

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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