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ÖKO-TEST März 2014
Test
Nagellack
Grün lackiert
Nagellack

Bunt und bio? Das gilt (noch) nicht für Nagellack. Wer die Nägel lackieren möchte, muss derzeit auf konventionelle Produkte zurückgreifen. Und die können es ganz schön in sich haben: Zwei Lacke, darunter die Edelmarke Chanel, enthalten sogar einen verbotenen Stoff und sind aus unserer Sicht nicht verkehrsfähig.

ÖKO-TEST März 2014
» Produkte anzeigen (19)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ M1403 ] anzeigen

Ideal für Schwangere und Mütter, die Wert auf gesunde, natürliche Produkte legen." Das klingt gut! Naturkosmetik hat sich schon lange aus der Nische im Reformhaus verabschiedet. Sie ist bei Kunden angesagt, das weiß auch die Branche. Und so gibt es sogar Nagellacke, die besonders natürlich sein sollen. Doch: "Es ist Marketing. Nagellack ist ein Trend. Es gibt welche, die als schadstofffrei, organic und ohne Weichmacher beworben werden, aber die anderen enthaltenen Stoffe sind bei farbigem Nagellack trotzdem synthetisch", sagt Guylaine Le Loarer, Forschungsleiterin bei Börlind. Deshalb gibt es auch keinen einzigen Nagellack, den ein BDIH-Naturkosmetik-Label oder das Natrue-Siegel ziert. Einige der Lacke, die als natürlich verkauft werden, sind einfach nur "grün lackiert". Natürlicher bunter Nagellack ist neben wasserfester Wimperntusche, lang haltendem Make-up und kussfestem Lippenstift einer der letzten weißen Flecken auf der Bio-Karte. Das Problem sind die Lösungsmittel und die Farbstoffe. Wasserbasierte Alternativen oder solche auf Schellackbasis sind zwar schon jetzt herzustellen. Allerdings nicht in kräftigen Farben und bisher so schlecht in der Haltbarkeit, Tragedauer und Trockenzeit, dass sie wohl nicht beim Kunden ankämen. Klar: Ein Lack, der gleich absplittert, ist nicht der Bringer.

An guten Bio-Nagellacken wird aber schon fleißig gefeilt. Auch die Rohstoffhersteller forschen und entwickeln. Und die Erfahrung zeigt: Vieles was bei Naturkosmetik unmöglich erschien, hat die Branche dann doch irgendwann gemeistert. Kein Wunder, dass die Produktpalette der Naturkosmetik in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist. Bei Bio gibt es inzwischen nicht nur Anti-Aging und BB-Cremes, bald folgen CC-Cremes, also Colour Correction Cremes.

Aber muss Naturkosmetik eigentlich jeden Trend mitmachen? Die Anbieter haben darauf unterschiedliche Antworten gefunden. Weleda bleibt etwa bei Pflegeprodukten. Martina Gebhardt zieht die Grenze zwischen dem, was geht, und dem, was sie für sinnvoll hält, mit am engsten. "Wir verwenden nur 100 Prozent natürliche Rohstoffe." Bei ihrer Naturkosmetik gibt es keine Farbkosmetik, sie verzichtet zudem auf Produkte wie Haarshampoo. Denn auch Bio-Produkte kommen nicht ohne Tenside aus. Die Anbieter können zwar pflanzliche Zucker- oder Kokostenside einsetzen, sie sind aber trotzdem synthetisch zusammengebastelt.



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Inhalt

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» Einen anderen Weg gehen Anbieter wie Laverana ...
» Nicht verkehrsfähig: Ausgerechnet im Lack Snog ...
» So reagierten die Hersteller - Mehrere ...
» Sondermüll - Nagellackreste dürfen nicht in ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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