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09. Januar 2006
Stillkissen
So haben wir getestet
Stillkissen

Die Polystyrolkügelchen werden zügig entnommen und in Glasgefäße gefülllt.
Um herauszufinden, wie viel Styrol Stillkissen mit einer Füllung aus expandiertem, das heißt aufgeschäumten Polystyrol (EPS-Perlen) enthalten, füllte die Chemikerin zunächst zirka ein Gramm davon in ein Glasgefäß. Das geschah zügig und in einem sterilen Raum, da sonst ein Teil der Substanzen, die in den Kügelchen stecken, bereits vor der Analyse ausgasen können. Dann kamen zehn Milliliter destilliertes Wasser hinzu, die Röhrchen wurden verschlossen und bei 90 Grad Celsius 45 Minuten lang erhitzt. Leicht flüchtige Stoffe wie Styrol gehen dabei in die Dampfphase über, ein Teil des angereicherten Dampfes wird dann automatisch entnommen und mittels Gaschromatografie/Massenspektrometrie analysiert. Dabei sahen die Experten am Computer Signale, die sie mit Hilfe von Standardsubstanzen, das sind die vermuteten Schadstoffe in Reinstform, zuordneten und mengenmäßig bestimmten.

Wie viel letztlich davon in die Raumluft entweicht, untersuchte die Chemikerin mittels Thermodesorption. Dieses Verfahren wird künftig laut Spielzeugnorm EN 71 angewendet werden, um die Emission einzelner Schadstoffe, so auch von Styrol, aus bestimmten Spielsachen zu ermitteln. Sie füllte Polystyrolperlen aus den drei am höchsten belasteten Füllungen in je ein Extraktionsröhrchen und erhitzte diese in einem Thermoextraktor auf 40 Grad. Das geschieht unter Stickstoffatmosphäre, um durch Sauerstoff bedingte chemische Nebenreaktionen zu vermeiden. Währenddessen dünsteten die Stoffe aus der Probe aus und lagerten sich auf einem mit feinem Sand vergleichbaren Material an. In einem so genannten Thermodesorptionsgerät wurden die Röhrchen dann auf 300 Grad fünf Minuten lang erhitzt, wobei die angelagerten Stoffe wieder herausgeholt werden. Bei der anschließenden Analyse zeigte sich, dass etwa aus dem Still- und Ruhekissen Art.-Nr. 284254 von Baby Walz 300 Mikrogramm pro Kilogramm (µg/kg) Styrol ausgasten.




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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.

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