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ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2013
TestGummistiefel
Zum Davonlaufen
Gummistiefel

Schlechtes Wetter und dann auch noch schlechte Schuhe - das ist wirklich traurig. Die geprüften Gummistiefel für Kinder stinken zum Himmel und stecken voller Schadstoffe.


In unseren ÖKO-TESTs fallen die praktischen Treter reihenweise durch. Wir stellten uns die Frage, ob sich an der miesen Qualität inzwischen etwas verbessert hat. Wir haben 15 kunterbunte Kindermodelle eingekauft und umfangreich auf Schadstoffe geprüft.

Das Testergebnis

Alle untersuchten Gummistiefel sind geradezu verseucht mit Schadstoffen - für Eltern ein niederschlagendes Ergebnis bei einem Produkt, an dem sie kaum vorbeikommen.

Nicht verkehrsfähig: Das Modell von Playshoes enthält den verbotenen Farbbaustein p-Aminoazobenzol im Außenmaterial des Schnürsenkels - und zwar in einer Größenordnung, die den amtlichen Grenzwert weit überschreitet.

Auch im Käpt’n Blaubär-Stiefel steckt ein verbotener Farbbestandteil. Hautkontakt mit dem krebserregenden Stoff kann nicht ganz ausgeschlossen werden. Trotzdem darf das Produkt so verkauft werden. Nächstes Beispiel: Im Maximo Gummistiefel stecken kurzkettige Chlorparaffine. Die Weichmacher und Flammhemmer stehen unter Krebsverdacht. In der Schweiz wären die Gummitreter deshalb nicht verkehrsfähig. Hierzulande wie auch in anderen EU-Ländern gilt das Verbot aber bisher nur für Lederprodukte und in der Metallindustrie.

Die Giesswein Gummistiefel riechen penetrant nach Chemie. Sie strotzen nur so vor polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), darunter das krebserzeugende Benzo[a]pyren.

Anbieter Lexpo schreibt auf dem Etikett, sein Stiefel sei "aus einem umweltfreundlichen Material" hergestellt und zudem "Phthalat frei". Die Sohle kann er damit nicht gemeint haben, sie besteht aus umweltbelastenden chlorierten Kunststoffen. Um sie biegsam zu machen, wurden Phthalat-Weichmacher beigemischt - Stoffe, die in Spielzeug und Babyartikeln längst verboten sind. Leider ist man auch mit Stiefeln, die laut Anbietern aus Naturkautschuk sind, nicht auf der sicheren Seite: chlorierte Verbindungen steckten in den Viking- und Bruno-Barthel-Stiefeln.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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